Lyttelton Harbour

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Lyttelton Harbour
Te Whaka-raupo
Überblick über den Naturhafen

Überblick über den Naturhafen

Gewässer Pazifischer Ozean
Landmasse Banks Peninsula
Geographische Lage 43° 37′ S, 172° 44′ OKoordinaten: 43° 37′ S, 172° 44′ O
Lyttelton Harbour (Neuseeland)
Lyttelton Harbour
Breite max. 5,5 km
Tiefe ca. 15 km
Küstenlänge 55 km
Inseln Quail Island, King Billy Island, Ripapa Island

Der Lyttelton Harbour, in Māori: Te Whaka-raupo, ist einer von zwei größeren Naturhäfen in der Banks Peninsula an der Ostküste der Region Canterbury auf der Südinsel von Neuseeland. Der andere Naturhafen ist der südlich befindliche Akaroa Harbour.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lyttelton Harbour befindet sich im nördlichen Teil der Banks Peninsula und damit rund acht Kilometer südwestlich des Stadtzentrums von Christchurch. Der Naturhafen, der eine West-Ost-Ausdehnung hat und an seinem östlichen Ende über einen Zugang zum Pazifischen Ozean verfügt, besitzt eine Länge von rund 15 km und misst an seiner breitesten Stelle 5,5 km an seinem Zugang zum Pazifik 2 km.[1]

Die größte Insel im Lyttelton Harbour ist Quail Island. Auf ihr befindet sich ein Naturreservat. Südlich davon liegt die kleine Insel King Billy Island und am östlichen Ende der Purau Bay die Ripapa Island

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lyttelton Harbour entstand infolge einer Vulkaneruption mit Bildung einer Caldera, die vom Zugang zum Pazifik bis Teddington am Ende des Naturhafens reichte. Die steilen Port Hills an der Nordküste sind Teil des Randes dieser Caldera.[2]

Der wichtigste Ort im Gebiet des Naturhafens ist Lyttelton, der mit Christchurch durch einen einspurigen Eisenbahntunnel, dem 1867 eröffneten Lyttelton Rail Tunnel, verbunden ist sowie dem 1964 eröffneten zweispurigen Straßentunnel und zwei Straßen, die über die Port Hills führen. Der kleine Ort Diamond Harbour befindet sich am gegenüberliegenden Ufer und das Māori-Dorf Rāpaki westlich von Lyttelton. Im Nordwesten des Naturhafens liegt die Siedlung Governors Bay.

Seehafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Lyttelton befindet sich ein für Christchurch und Canterbury bedeutender Seehafen. 1877 initiierte der Lyttelton Harbour Board, später in Lyttelton Port Company umbenannt, den Bau der Hafenanlagen, zu denen ein Lager für Erdöl und ein modernes Containerterminal gehören.[3]

Nutzung der Inseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ripapa Island besitzt mit Fort Jervois ausgedehnte militärische Befestigungsanlagen. Sie wurden zur Zeit des Ersten Weltkrieges zur Internierung von Deutschen genutzt, darunter der „SeeteufelFelix Graf von Luckner. Quail Island wurde von den frühen europäischen Siedlern als Leprakolonie verwendet und ist heute Naturreservat.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hafengebiet sind Hectordelfine und Neuseeländische Seebären anzutreffen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julius von Haast: Geology of the Provinces of Canterbury and Westland, New Zealand: a report comprising the results of official explorations. Christchurch 1879, S. 324–354 (englisch, Online [abgerufen am 16. April 2017]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lyttelton Harbour – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • John Wilson: Canterbury Places - Lyttelton Harbour. In: Te Ara - the Encyclopedia of New Zealand. Ministry for Culture & Heritage, 17. August 2015, abgerufen am 15. Januar 2017 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Topo250 maps - Christchurch. Land Information New Zealand, abgerufen am 16. April 2017 (englisch).
  2. Julius von Haast: Geology of the Provinces of Canterbury and Westland, New Zealand: a report comprising the results of official explorations. Christchurch 1879, S. 324–354 (englisch, Online [abgerufen am 16. April 2017]).
  3. John Wilson: Canterbury Places - Lyttelton Harbour. In: Te Ara - the Encyclopedia of New Zealand. Ministry for Culture & Heritage, 17. August 2015, abgerufen am 15. Januar 2017 (englisch).