MK-Kliniken

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MK-Kliniken AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1984
Sitz Berlin, Deutschland
und Hamburg (Hauptverwaltung)
Leitung Markus Speckenbach (Vorstandsvorsitzender), Manfred Dreier-Gehle (Vorstand), Ulrich Marseille (Aufsichtsratsvorsitzender)
Mitarbeiterzahl 4.850 (2012/13)[1]
Umsatz 200,1 Mio. EUR (2012/13)[1]
Branche Gesundheit/Pflege
Website www.mk-kliniken.de

Pflegeheim in Leipzig-Grünau

Die MK-Kliniken AG (ehem. Marseille-Kliniken AG) ist ein Betreiber von Pflegeheimen und Einrichtungen für betreutes Wohnen für Senioren im gesamten Bundesgebiet. In den Pflegeeinrichtungen liegt der Fokus auf der Betreuung von Demenzkranken, weitere Schwerpunkte sind die Betreuung von Schlaganfallpatienten und von Patienten mit (suchtbedingten) Amnesien.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kliniken unterhalten in 13 Bundesländern insgesamt 60 Einrichtungen mit 8.083 Betten, davon betreutes Wohnen in 1.169 Appartements. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2010/11 (2009/2010) 4.521 (5.058) Mitarbeiter.[2] Im Geschäftsjahr 2011/12 erwirtschaftete das Unternehmen mit 4718 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 195 Mio. Euro. Der EBIT lag bei 10,9 Mio. Euro.[3] Im Geschäftsjahr 2012/13 lag der Umsatz bei 200,1 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt 4.850 Mitarbeiter.[1] Die operative Unternehmenszentrale ist in Hamburg; eingetragener Sitz des Unternehmens ist Berlin. Im November 2013 beschlossen die Anteilseigner eine Erweiterung des Geschäftszweckes. Das Unternehmen beschloss die zukünftige Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Software im ambulanten und stationären medizinischen Bereich.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich Marseille eröffnete am 31. März 1984 sein erstes Seniorenheim mit 40 Betten in Langen (bei Bremerhaven), das ein Jahr später ausgebaut wurde.[5]

Das Unternehmen wurden 1984 zunächst als GmbH gegründet und im Dezember 1994 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt; dabei bediente man sich des Mantels eines Unternehmens, das seine ursprüngliche Geschäftstätigkeit eingestellt hatte (Mantelverwertung). Die Tonwarenindustrie Wiesloch AG, bis Ende der 1980er-Jahre ein Hersteller von Dachziegeln, wurde so in Marseille-Kliniken AG umbenannt. Benannt ist die Aktiengesellschaft nach dem Hauptaktionär und Vorstandsvorsitzenden Ulrich Marseille bzw. seinem Adoptivvater Theo Marseille.

Der erste amtliche Handel der Marseille-Kliniken-Aktien erfolgte am 4. Oktober 1996.[5]

Im Februar 1996 wurde die Mehrheit der Karlsruher Sanatoriums AG übernommen. Im Mai 2009 trennte sich die Marseille-Kliniken wieder von der Rehabilitationssparte und verkaufte die Beteiligungen an den Rehabilitationskliniken der Karlsruher Sanatorium.[6][7]

Im Jahr 2000 wurde gemeinsam mit Donald Trump und der Trump Organization die TD Trump Deutschland AG gegründet zur Planung und Vermarktung eines „Trump Towers“ in Deutschland. Als Standort waren Frankfurt,[8] Berlin[9] und letztlich Stuttgart geplant.[10][11][12] Die TD Trump Deutschland AG wurde 2005 unter Streitigkeiten mit Trump und staatsanwaltlichen Ermittlungen aufgelöst.[13][14][15][16]

Im Juni 2014 kündigte das Unternehmen den Rückzug von der Börse an. Aktien sollen ab Mitte August 2014 von der Valora Effekten Handel AG gehandelt werden. Zunächst gab es Pläne, diese Aktien auf einer neu zu schaffenden firmeninternen Plattform der Marseille-Kliniken zu handeln. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz kritisierte dieses Vorhaben.[17]

Laut der Sendung "Die Rausschmeißer" aus Juli 2017, hat das Unternehmen unter Zuhilfenahme des Rechtsanwalts Helmut Naujoks die Entlassung eines langjährigen Betriebsratsmitgliedes erwirkt.[18] 2017 wurden 46 von 55 Heimen der stationären Altenpflege mit insgesamt 5400 Heim- und etwa 4000 Arbeitsplätzen, entsprechend zwei Drittel des Umsatzes und somit das Kerngeschäft der MK-Gruppe, an die französische Private-Equity-Investorengruppe Chequers Capital verkauft. Als Co-investor trat die Silver Care Gruppe auf, diese wiederum gehört seit 2014 der Orpea-Gruppe SA – Aktien Zeichen FR0000184798. Orpea zählt nach Korian zum größten Pflegeheimbetreiber Europas.

Gremien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorstand
  • Markus Speckenbach, Vorstandsvorsitzender
  • Manfred Dreier-Gehle, Vorstand
Aufsichtsrat

Stand: 30. Oktober 2016

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Geschäftsbericht 2012/13 (Memento des Originals vom 21. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.marseille-kliniken.de (PDF; 5,3 MB)
  2. Geschäftsbericht 2011 (Memento des Originals vom 21. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.marseille-kliniken.de (PDF; 2,3 MB)
  3. Geschäftsbericht 2011/12 (Memento des Originals vom 21. Oktober 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.marseille-kliniken.de (PDF; 3,0 MB)
  4. Marseille AG erweitert ihren Geschäftszweck@1@2Vorlage:Toter Link/www.kma-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. a b Geschichte. (Memento des Originals vom 23. Februar 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.marseille-kliniken.de
  6. EANS-Adhoc: - Marseille-Kliniken Konzern trennt sich von seiner Rehabilitationssparte
  7. EANS-Adhoc: - Marseille-Kliniken Konzern schließt Verkauf der Rehabilitationssparte ab
  8. Peter Badenhop: Mega-Hochhaus in Frankfurt: Donald Trump hat nicht geliefert. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 4. Februar 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 30. Oktober 2016]).
  9. Hochhäuser in Berlin: Ein Trump-Tower für den Alex. (tagesspiegel.de [abgerufen am 30. Oktober 2016]).
  10. Der Turmbau zu Schwaben: - WELT. In: DIE WELT. Abgerufen am 30. Oktober 2016.
  11. TRUMP TOWER: ASP Architekten. In: asp-architekten.eu. Abgerufen am 30. Oktober 2016.
  12. Stuttgarter Zeitung, Stuttgart, Germany: Serie: Ablage P (4): Der Trump Tower - eine Luftnummer. In: stuttgarter-zeitung.de. (stuttgarter-zeitung.de [abgerufen am 30. Oktober 2016]).
  13. MK-Kliniken AG - Presse - Pressemitteilungen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.mk-kliniken.de. Archiviert vom Original am 29. Oktober 2016; abgerufen am 30. Oktober 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mk-kliniken.de
  14. MK-Kliniken AG - Presse - Pressemitteilungen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.mk-kliniken.de. Archiviert vom Original am 29. Oktober 2016; abgerufen am 30. Oktober 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mk-kliniken.de
  15. Nebenwerte: Marseille-Kliniken: Aktie ringt um Aufwärtstrend. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. Juni 2005, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 30. Oktober 2016]).
  16. openJur e.V.: OLG München, Urteil vom 8. Dezember 2009 - Az. 5 U 3029/06. In: openjur.de. Abgerufen am 30. Oktober 2016.
  17. Meldung zum VEH-Handel auf onvista.de vom 25. Juni 2014; Eyk Henning: Das unrühmliche Börsen-Aus der Marseille-Kliniken, in: The Wall Street Journal, 20. Juni 2014.
  18. NDR: Die Rausschmeißer - Feuern um jeden Preis. Abgerufen am 3. Juli 2017.