Malik Fathi

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Malik Fathi

Malik Fathi

Spielerinformationen
Name Malik Deniz Fathi
Geburtstag 29. Oktober 1983
Geburtsort BerlinDeutschland
Größe 185 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
1993–2000 Hertha Zehlendorf
2000–2001 Tennis Borussia Berlin
2001–2002 Hertha BSC
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2002–2007 Hertha BSC II 44 (1)
2003–2008 Hertha BSC 123 (2)
2008–2010 Spartak Moskau 37 (6)
2010–2014 1. FSV Mainz 05 52 (1)
2010–2014 1. FSV Mainz 05 II 13 (0)
2012 Kayserispor (Leihe) 16 (0)
2013 TSV 1860 München (Leihe) 15 (0)
2015– Atlético Baleares 68 (2)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2000–2001 Deutschland U-17 3 (0)
2001–2002 Deutschland U-19 8 (0)
2002–2003 Deutschland U-20 11 (0)
2004–2006 Deutschland U-21 18 (2)
2006 Deutschland 2 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2016/17

Malik Deniz Fathi (* 29. Oktober 1983 in Berlin) ist ein deutscher Fußballspieler. Der 1,85 m große Linksverteidiger ist der Sohn eines türkischstämmigen Vaters und einer deutschen Mutter.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Karriere begann Fathi bei Hertha Zehlendorf Berlin und Tennis Borussia Berlin. Anschließend spielte er nach seinem Abitur fast sieben Jahre für Hertha BSC, für die er am 1. November 2003 gegen den VfL Wolfsburg sein Debüt in der Bundesliga gab. In der 75. Minute wechselte ihn der damalige Trainer Huub Stevens für Andreas Schmidt ein. Im Verlauf der weiteren Saison kam er regelmäßig zu weiteren Einsätzen. Seinen ersten Auftritt in der Startelf hatte der Defensivspieler sieben Spieltage nach seinem Debüt, am 31. Januar 2004 im Spiel gegen Werder Bremen. Von da an gehörte er zur ersten Elf der Berliner. In den kommenden vier Jahren war Fathi auf der Position des Linksverteidigers gesetzt. Seine beste Platzierung mit Hertha erreichte er zur Spielzeit 2004/05, als man Vierter in der Bundesliga wurde. Auf seinen ersten Ligatreffer musste er bis zur Saison 2006/07 warten. Bei der 2:4-Niederlage gegen den FC Bayern München traf er zum 1:3 per Kopfball.[1]

Im März 2008 wechselte Fathi zu Spartak Moskau in die russische Premjer-Liga. Ein Grund für diesen Transfer war, dass Hertha-Trainer Lucien Favre von Vierer- auf Dreierkette umstellte und somit Fathi nicht mehr als Linksverteidiger benötigte.[2] Zuvor hatte er noch am 23. Spieltag, dem 7. März 2008, im Spiel gegen Borussia Dortmund über die volle Spielzeit gespielt. In der Premjer-Liga gab Fathi kurz darauf beim 0:0 gegen den damaligen Meister Zenit St. Petersburg sein Debüt.[3]

Zum 1. Februar 2010 wurde Fathi bis zum Ende der Saison 2009/10 an den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 ausgeliehen,[4] im Anschluss erneut für die Saison 2010/11.[5] Zur Saison 2011/12 unterzeichnete Fathi schließlich einen Vertrag über drei Jahre bei Mainz 05.[6]

Zur Saison 2012/13 wurde Fathi für ein Jahr und eine Leihgebühr in Höhe von 200.000 Euro an Kayserispor verliehen. Kayserispor besaß zudem eine Kaufoption in Höhe von 600.000 Euro.[7] In der Winterpause 2012/13 wurde er bis Saisonende an den TSV 1860 München verliehen,[8] für den er in allen 15 noch ausstehenden Saisonspielen zum Einsatz kam.

Nach seiner Rückkehr zu Mainz 05 absolvierte Fathi in der Saison 2013/14 nur noch zwei Ligaspiele für die Rheinhessen. Sein Vertrag wurde nach Ablauf der Spielzeit nicht verlängert, und Fathi war daraufhin für ein halbes Jahr ohne Verein. Im Januar 2015 schloss er sich dem spanischen Drittligisten Atlético Baleares aus Palma an.[9]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fathi spielte 18-mal im deutschen U-21-Nationalteam, zuvor bereits für die U-20. Mit der U-21-Auswahl nahm der Verteidiger an der Euro 2004 (ein Einsatz[10]) und 2006 (zwei Einsätze[11]) teil. Am 16. August 2006 absolvierte er im Freundschaftsspiel gegen Schweden sein erstes Spiel für die deutsche A-Nationalmannschaft. Zur Halbzeit wurde er von Bundestrainer Joachim Löw für Marcell Jansen eingewechselt. Am 7. Oktober 2006 spielte Fathi in einem 15-minütigen Einsatz gegen Georgien das zweite und letzte Mal für den DFB.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fathi ist verheiratet und hat einen Sohn.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spielbericht FC Bayern München – Hertha BSC 4:2 (2:0). In: fussballdaten.de. 14. Oktober 2006.
  2. Warum Hertha BSC Malik Fathi abgeben musste. In: tagesspiegel.de. 14. März 2008.
  3. Blick zur Mitte. In: berlinonline.de. 22. März 2008.
  4. Mainz 05 leiht Malik Fathi von Spartak Moskau aus. In: mainz05.de. 1. Februar 2010.
  5. Malik Fathi wird wieder Mainzer. In: mainz05.de.
  6. Malik Fathi vor der Rückkehr zu Mainz 05. In: mainz05.de.
  7. Malik Fathi wechselt zu Kayserispor. In: mainz05.de. 27. Juli 2012.
  8. Fathi schließt sich den Löwen an. In: kicker.de. Abgerufen am 31. Januar 2013.
  9. Ex-Bundesligaprofi Malik Fathi wechselt zu Atlético Baleares. In: mallorcazeitung.es. Abgerufen am 27. Februar 2015.
  10. Einsätze U 21 EM 2004 in Deutschland. In: weltfussball.de.
  11. Einsätze U 21 EM 2006 in Portugal. In: weltfussball.de.
  12. Malik Fathis Weg von der Nationalelf in die Arbeitslosigkeit. In: derwesten.de. 22.Dezember 2014.