Pál Dárdai

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Pál Dárdai
Pál Dárdai - Hertha BSC Berlin (2).jpg
Pál Dárdai, 2009
Spielerinformationen
Name Pál Dardai
Geburtstag 16. März 1976
Geburtsort PécsUngarn
Größe 179 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
Pécsi MSC
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1991–1996
1996–1997
1997–2011
2010–2012
Pécsi MSC
Budapesti VSC
Hertha BSC
Hertha BSC II
68 (11)
7 0(0)
297 (17)
22 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1998–2010 Ungarn 61 0(5)
Stationen als Trainer
Jahre Station

2012–2013
2013–2015
2014–2015
2015–
Seeburger SV (Jugend)
Hertha BSC Jugend
Hertha BSC U15
Ungarn
Hertha BSC
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Pál Dárdai im Trikot von Hertha BSC (2009)

Pál Dárdai[1] [ˈpaːl ˈdaːrdɒ.i] (* 16. März 1976 in Pécs) ist ein ehemaliger ungarischer Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer. Er ist seit dem 5. Februar 2015 Cheftrainer von Hertha BSC.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dárdai begann seine Laufbahn beim MFC Pécs und wechselte im Januar 1996 zu BVSC Budapest. Noch vor dem Bundesligaaufstieg verpflichtete Hertha BSC den damals 20-Jährigen im Januar 1997. Während seiner Zeit in Berlin wurde er auch zum ungarischen Nationalspieler. Im Jahr 1999 wurde Dárdai zu Ungarns Fußballer des Jahres gewählt. Im selben Jahr wäre Pál Dárdai fast beim FC Bayern München gelandet. Während Dárdais Ehefrau in der Küche mit Uli Hoeneß telefonierte, verhandelte der Hertha-Profi selbst mit dessen Bruder Dieter (damaliger Hertha-Manager) über einen Verbleib in Berlin. Offenbar zog Uli Hoeneß im internen Brüder-Gerangel den Kürzeren. Dárdai blieb bei Hertha BSC. [2]

Am 13. März 2010 bestritt Dárdai bei der 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg sein 281. Bundesligaspiel für die Hertha und löste damit Michael Sziedat als Rekordbundesligaspieler der Berliner ab. Insgesamt kam er auf 286 Spiele in der ersten und 11 Spiele in der zweiten Bundesliga.

Im Juni 2010 verlängerte Hertha BSC den Vertrag mit Dárdai um ein Jahr.[3] Die Rückrunde verbrachte er allerdings in der Reservemannschaft. Nachdem sein Profivertrag zum Ende der Saison 2011/12 ausgelaufen war, unterzeichnete Dárdai einen neuen Amateurvertrag bei den Berlinern. Nebenbei machte er seinen Trainerschein.[4] Mit Ende der Saison 2011/12 beendete er seine Laufbahn als Fußballspieler.

Erfolge als Spieler:

  • Dritter 1999
  • Vierter 2002, 2005 und 2009
  • DFB-Pokal-VF 2002
  • CL-Zwischenrunde 2000
  • UC-Achtelfinale 2003

Als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dárdai begann seine Trainerkarriere beim Seeburger SV, als er in Seeburg lebte. Dort trainierte er u.a. die F-Jugend.[5][6] Ab der Saison 2013/14 übernahm er die C-Jugend (U15) von Hertha BSC als Cheftrainer.[7] Am 18. September 2014 wurde er Trainer der ungarischen Nationalmannschaft. Er sollte die Mannschaft in den verbliebenen Spielen im Jahre 2014 trainieren.[8] Ab Dezember 2014 plante er, seine Tätigkeit als Nationaltrainer – neben seiner Tätigkeit als Cheftrainer der U-15 von Hertha BSC – bis November 2015 auszuweiten.[9]

Am 5. Februar 2015 übernahm Dárdai die auf dem 17. Tabellenplatz stehende Profimannschaft von Hertha BSC vom entlassenen Jos Luhukay.[10] Die Saison wurde auf dem 15. Platz mit dem Klassenerhalt beendet. Im Mai 2015 wurde sein Vertrag als Cheftrainer um ein weiteres Jahr verlängert.[11] Am 20. Juli 2015 gab Dárdai den Posten als ungarischer Nationaltrainer ab.[12]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pál Dárdai ist mit der ehemaligen ungarischen Handball-Nationalspielerin Mónika Dárdai[13], geb. Szemmelróth[14], verheiratet und hat mit ihr drei Söhne.[15] Seine Söhne Pálko (* 1999[16]), Márton (* 2002[17]) und Bence (* 2006[18]) sind in der Jugend von Hertha BSC aktiv. Sein gleichnamiger Vater (* 1951) war ebenfalls Fußballspieler.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pál Dárdai – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.rbb-online.de/sport/beitrag/2015/12/Pal-Dardai-Vater-Interview-rbb-Sportplatz.html
  2. Pal Dárdai im Porträt „Ich werde bis zum Tod arbeiten“. Berliner Zeitung, 5. Februar 2015
  3. Dárdai bleibt in Berlin
  4. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,737287,00.html
  5. Dardai will Matthäus-Job, abgerufen am 6. Mai 2017.
  6. Seeburger Idylle mit Kratzern, maz-online.de, 17. April 2016, abgerufen am 6. Mai 2017.
  7. http://www.herthabsc.de/de/nachwuchs/u15-ziegert/page/2705--52-52--52.html
  8. http://de.uefa.com/uefaeuro/qualifiers/news/newsid=2149829.html
  9. Pal Dardai bleibt Trainer der ungarischen Nationalelf, Offizielle Internetpräsenz von Hertha BSC, abgerufen und veröffentlicht am 9. Dezember 2014
  10. Hertha BSC: Trennung von Trainer Jos Luhukay, 5. Februar 2015, abgerufen am 5. Februar 2015.
  11. Pal Dardai bekommt einen Ein-Jahres-Vertrag bei Hertha BSC, Berliner Morgenpost. 28. Mai 2015. 
  12. Ungarn: Storck übernimmt für Dárdai. In: fussball-em-total.de. FUSSBALL-EM-total, 20. Juli 2015, abgerufen am 20. Juli 2015.
  13. B.Z.: Herthas neue First Lady erklärt uns ihren Pal, 10. Februar 2015, abgerufen am 6. Mai 2017.
  14. Siehe etwa diesen Artikel auf blikk.hu, abgerufen am 6. Mai 2017.
  15. Zur Person Pal Dardai, gesichtet am 5. August 2010
  16. Siehe das Profil von Pálko Dárdai auf der Website von Hertha BSC, abgerufen am 6. Mai 2017.
  17. Siehe das Profil von Márton Dárdai auf der Website von Hertha BSC, abgerufen am 6. Mai 2017.
  18. Hertha BSC: Nach frühem Rückstand: U12 dreht auf, 22. Februar 2017, abgerufen am 6. Mai 2017.