Georgische Fußballnationalmannschaft

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Georgien
Sakartwelo
Logo
Spitzname(n) Dschwarosnebi
Verband Georgischer Fußballverband
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Macron
Cheftrainer Frankreich Willy Sagnol
Kapitän Dschaba Kankawa
Rekordspieler Lewan Kobiaschwili (100)
Rekordtorschütze Schota Arweladse (26)
Heimstadion Boris-Paitschadse-Dinamo-Arena
FIFA-Code GEO
FIFA-Rang 78. (1307,34 Punkte)
(Stand: 6. Oktober 2022)[1]
Heim
Auswärts
Bilanz
258 Spiele
76 Siege
54 Unentschieden
128 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Georgien 1990 Georgien 2:2 Litauen Litauen 1989
(Tiflis, Georgien; 27. Mai 1990)
Höchster Sieg
Georgien 1990 Georgien 7:0 Armenien Armenien
(Tiflis, Georgien; 30. März 1997)
Höchste Niederlage
Danemark Dänemark 6:1 Georgien Georgien
(Kopenhagen, Dänemark; 7. September 2005)
(Stand: 12. November 2021)

Die georgische Fußballnationalmannschaft (georgisch საქართველოს ეროვნული საფეხბურთო ნაკრები) ist die Auswahl Georgiens. Da sie UEFA-Mitglied ist, nimmt die Mannschaft an den Qualifikationen zur Europa- und Weltmeisterschaft in der UEFA-Zone teil. Georgien konnte sich allerdings bisher für keine Endrunde qualifizieren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die georgische Nationalmannschaft gewann in den Jahren 1928, 1934 sowie 1935 den trans-kaukasischen Pokal und ist damit Rekordsieger.

Für die Geschichte bis 1990, siehe Fußballnationalmannschaft der UdSSR.

Der Georgische Fußballverband wurde 1990 gegründet und trat im Jahr 1992 der UEFA und der FIFA bei.

Das erste Länderspiel seit der Eigenständigkeit gab es am 27. Mai 1990 beim 2:2 gegen Litauen. Am 2. Juli 1991 gab es beim 4:2 in Moldawien den ersten Sieg. Die Spiele vor dem FIFA-Beitritt werden von der FIFA nicht als Länderspiele anerkannt.

1994 bestritt die georgische A-Nationalmannschaft im Rahmen der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 1996 ihr erstes Pflichtspiel. Es gab eine 0:1-Heimniederlage gegen Moldawien. Der erste Pflichtspielsieg war auch für längere Zeit der höchste, ein 5:0 gegen Wales im November 1994. Erst der 6:0-Sieg im August 2006 auf den Färöer übertraf dieses Ergebnis. In dieser ersten Qualifikationsrunde als unabhängige Nation belegte Georgien mit 15 Punkten den dritten Platz in einer Gruppe mit sechs Mannschaften. Die größte Überraschung dabei war ein 2:1-Erfolg gegen den WM-Vierten Bulgarien.

Dies war die bisher stärkste Qualifikationsrunde der Georgier, die aber auch schon gegen andere starke Mannschaften wie Italien, Russland, Dänemark, die Türkei oder die Ukraine punkten konnten. In der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2008 hatte Georgien es unter anderem mit den beiden Finalisten der WM 2006 Frankreich und Italien zu tun.

Georgien hatte bereits verschiedene ausländische Nationaltrainer. Der erste war der Niederländer Johan Boskamp. 2003 folgte ihm der Kroate Ivo Šušak, 2004 der Franzose Alain Giresse. Im Februar 2006 wurde Klaus Toppmöller georgischer Nationaltrainer, der Anfang April 2008 wieder entlassen wurde. Sein Nachfolger, der Argentinier Héctor Cúper, trat nach der verpassen WM-Qualifikation 2010 von selbst als Trainer der Georgischen Fußballnationalmannschaft zurück. Seine Nachfolge trat im November 2009 Temur Kezbaia an, der das Amt bis November 2014 innehat, dann allerdings vom Verband beurlaubt wurde. Ende Dezember wurde mit dem ehemaligen Nationalspieler Kachaber Zchadadse ein neuer Trainer gefunden.

Teilnahmen an Fußball-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilnahmen an Fußball-Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georgien nahm als Teil der UdSSR bzw. der GUS an den Europameisterschaften 1960 bis 1992 teil. In der sowjetischen Nationalmannschaft spielten georgische Spieler aber keine große Rolle. Nur wenige georgische Spieler, überwiegend von Dynamo Tiflis kamen zu EM-Einsätzen: 1960 Giwi Tschocheli, Micheil Meschi und Slawa Metreweli, 1972 Rewas Dsodsuaschwili und Murtas Churzilawa, 1988 Tengis Sulakwelidse und 1992 Kachaber Zchadadse. Nach der Auflösung der Sowjetunion in mehrere selbständige Staaten nahm Georgien erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil, konnte sich aber bisher nie qualifizieren. Die beste Platzierung war dabei der dritte Platz bei der ersten Qualifikationsteilnahme. Nach letzten Plätzen bei den Qualifikationen 1998/99 und 2002/03 gelang es bei den letzten Vorausscheidungen, in der jeweiligen Gruppe den vorletzten Platz zu erreichen. In der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2016 trifft man in Gruppe D auf Deutschland, Irland, Schottland, Polen und Gibraltar.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Europameister Deutschland und dem WM-Vierten Bulgarien gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Norwegen und Slowenien gescheitert.
2004 Portugal nicht qualifiziert In der Qualifikation an der Schweiz und Russland gescheitert.
2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an den WM-Finalisten Frankreich und Italien gescheitert.
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an Griechenland und Kroatien gescheitert.
2016 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Deutschland, Polen und Irland gescheitert.
2021 Europa nicht qualifiziert Über die Nations League für die Play-offs qualifiziert, wo die Mannschaft im Finale an Nordmazedonien scheiterte. In der regulären Qualifikation zunächst an der Schweiz und an Dänemark gescheitert.

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele gegen deutschsprachige Fußballnationalmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Heimmannschaft Resultat Gastmannschaft
01. 29. März 1995 Tiflis Georgien 1990 Georgien 0:2 Deutschland Deutschland
02. 6. September 1995 Nürnberg Deutschland Deutschland 4:1 Georgien 1990 Georgien
03. 15. August 2001 Monnerich Luxemburg Luxemburg 0:3 Georgien 1990 Georgien
04. 8. September 2002 Basel Schweiz Schweiz 4:1 Georgien Georgien
05. 2. April 2003 Tiflis Georgien Georgien 0:0 Schweiz Schweiz
06. 7. Oktober 2006 Rostock Deutschland Deutschland 2:0 Georgien Georgien
07. 22. August 2007 Luxemburg Luxemburg Luxemburg 0:0 Georgien Georgien
08. 15. August 2012 Differdingen Luxemburg Luxemburg 1:2 Georgien Georgien
09. 5. März 2014 Tiflis Georgien Georgien 2:0 Liechtenstein Liechtenstein
10. 29. März 2015 Tiflis Georgien Georgien 0:2 Deutschland Deutschland
11. 11. Oktober 2015 Leipzig Deutschland Deutschland 2:1 Georgien Georgien
12. 5. September 2016 Tiflis Georgien Georgien 1:2 Osterreich Österreich
13. 5. September 2017 Wien Osterreich Österreich 1:1 Georgien Georgien
14. 5. Juni 2018 Luxemburg Luxemburg Luxemburg 1:0 Georgien Georgien
15. 23. März 2019 Tiflis Georgien Georgien 0:2 Schweiz Schweiz
16. 15. November 2019 St. Gallen Schweiz Schweiz 0:1 Georgien Georgien

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Georgische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 6. Oktober 2022, abgerufen am 17. Oktober 2022.