Manfred Kielnhofer

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Manfred Kielnhofer
Die "Wächter der Zeit" vor dem Französischen Dom am Berliner Gendarmenmarkt während des Festival of Lights 2011
"Interlux-Chair", Lichtkunst-Objekt, gezeigt bei der Biennale für Lichtkunst Austria 2010
Kielnhofer als Fotograf: Wasser Reflexionen, 2009
Public Art Project on Tour in Basel, ArtBasel, Design Miami / Basel, Liste, Scope, Volta, 2011
The light art project “time guards” on tour in Venice, St. Mark's Square 2011

Manfred "Kili" Kielnhofer (* 28. Jänner 1967 in Haslach an der Mühl) ist ein österreichischer Maler, Bildhauer, Designer und Fotograf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steyr Hauptplatz 2020

Manfred "KILI"[1] Kielnhofer absolvierte 1989 den Werkmeister Betriebstechnik und besuchte anschließend die Höhere Technische Bundeslehranstalt Linz, wo er 1995 maturierte. Die Beschäftigung mit Technik, Design und Kunst am Bau führte ihn zur eigenen künstlerischen Tätigkeit. Seit 2000 ist er als freischaffender Künstler in Linz an der Donau tätig. 2005 gründete er die Galerie Artpark. Seit 2005 ist Kielnhofer Mitglied der Bildrecht (Unternehmen), seit 2012 Mitglied beim International Sculpture Center NJ und seit kurzem Mitglied der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die Wächter der Zeit " Guardians of Time " des Linzer Künstlers Manfred Kielnhofer stehen an der Spitze einer langjährigen Entwicklung. Die ständige Auseinandersetzung mit Raumkonzepten, Skulpturen und Installationen sowie die Beschäftigung mit Mystik und Ur-Religionen führten den Künstler zu diesen seinen „Wächtern der Zeit“. 2006 entstand die erste Figur dieser Art, die an einen wandelnden, in sich gekehrten Mönch erinnert. Kielnhofer postiert seine Figuren gerne an besonderen Schauplätzen, wie alten Klöstern, vor Schlössern, Hochhäusern oder in aufgelassenen Salzbergwerken. Kielnhofers „Wächter“ erscheinen und verschwinden, nie können wir vorausahnen, wo sie das nächste Mal auftauchen. So sollen wir daran erinnert werden, dass wir niemals unbeobachtet sind. Jede unserer Taten wird von den Wächtern gesehen und bewertet.“

Kunstkritik: Martina Gansterer

2009 schuf Kielnhofer eine Serie von neuartigen Aktfotografien. Dazu fertigte er in seinem Fotostudio eigens eine Wasserwanne an, die es ihm ermöglicht, die Modelle zusammen mit ihren Spiegelungen im Wasser zu fotografieren.[2] Ein Fotografie erschien als Titelseite in der New Yorker Print-Ausgabe EYES IN und weitere Fotos wurden in der Kronen Zeitung veröffentlicht.

2010 entwickelte er gemeinsam mit Martina Schettina das Konzept zur ersten österreichischen Lichtkunstbiennale.[3] Der Interlux-Chair, Kielnhofers Beitrag zur Lichtkunst-Biennale, wurde in die Design-Datenbank des MAK aufgenommen.[4]

2012 Entstehung der ersten Miniaturwächter. Die Miniwächter, limitierte Stückzahl, 54 × 36 × 34 cm bestehend aus Kunststoff.

2013 Die ersten lebensgroßen Wächter der Zeit in Bronze wurden in der Kunstgießerei Krismer gegossen.

2014 Drei großformatige Wächter aus Polyester 220 × 220 × 220 cm wurden zum Festival of Lights auf dem Potsdamer Platz in Berlin gezeigt.

2015 Erste Zusammenarbeit mit der Glasmanufaktur Berengo in Murano.

2016 Fünf stehende Wächter in lebensgroß wurden aus weißem Carrara Marmor gefertigt.

2020 Drei sitzende Wächter mit je 220 cm Höhe mit goldener Lackierung wurden von der Stadt Steyr angekauft und am Stadtplatz Steyr ausgestellt.[5][6]

Stipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000–2005. (Auswahl): Allerton Art Gallery New York, Gallery Tampere Finnland, Citygalerie Linz, Giga Galerie Ansfelden, Filmproduktion Schattenperformance Hauptplatz Linz, Größtes Kinderbild der Welt, Galerie Gruppe Generali, Land-Kultur-Projekt Enns. Fassadengestaltung in Traun, Semperdepot Wien.
  • 2006–2007. (Auswahl): Galerie Artpark Linz – Skulpturengarten, Galerie Fotopark Linz, Integrationsweltkugel auf Tournee, Timeguards auf Welttournee
  • 2008. Egon Schiele Art Centrum(CZ), Galerie Fontaine Amstetten, Black Box Gallery Copenhagen/Linz, Kunstgarten Graz; Kunst am Bau: Dianabad Wien. * 2009. Cass Sculpture Fondation (UK), ArtVilnius (LT), Artfair Berlin-Arttower (DE), Mobile-Galerie Hörsching, Woka Lamps Wien
  • 2010. Area 53 Wien, Schloss Steyregg near Linz, Neuköllner Kunstsalon Berlin (DE), Artfair Berlin-Arttower (DE), Galerie Kunst und Handel Graz, Kunstraum Ringstrassen, Biennale für Lichtkunst Austria 2010.
  • 2011. NordArt, Kunstprojekt "ghost car" zur Art Basel, Liste, Scope, Volta Show, Festival of Lights Berlin
  • 2012. Designmonat Graz, Skulpturenschau im Schlosspark Hartberg "Slow", Fährmann zur Art Basel wo ein Wächter gestohlen wurde, Occupy Kassel DOCUMENTA (13) Die Wächter 100 Tage in Kassel, Festival of Lights Berlin, Kunstmesse Linz, Kunst und Antiquitätenmesse Wien.
  • 2013. Galerie Liebau Burghaun Fulda, Phantasten Museum Wien, Guardians of Time Settle in During Art Dubai, VBKW Künstlerparade Stuttgart, Phantasten Museum Wien, public art show Venedig Biennale, SCOPE Art Show Basel, Art Bodensee, Österreichische Skulpturen der Gegenwart Schloss Tabor, Festival of Lights Berlin, art and antiques vienna fair, Kunstmesse Fulda, IC contemporary Istanbul art project, Wikam Art&Antiques fair vienna sculpture garden, Art&Antique vienna Hofburg.
  • 2014. Wiener internationale Kunst & Antiquitätenmesse, Art&Antique Residenz Salzburg, Skulpturensommer, WIKAM im Schloss Laxenburg Galerie Szaal, Highlights Art Basel public art, Kunst in der Fabrik II im GIZ Rosegg, public art Brussels and Amsterdam, ART Bodensee, Art Stays Festival Ptuj Slovenia, Art Salzburg, Woodlands Waterway Arts Bench Competition, Texas USA, Festival of Lights Berlin, WIKAM Galerie Kunst und Handel, Art&Antique Hofburg Vienna
  • 2015. 56th Venice Biennale Of Art, Collateral Event - Personal Structures, Time Space Existence, Palazzo Mora, TRIO Biennial Three-dimensional Rio de Janeiro Biennial, ArtPrize Grand Rapids, Michigan USA
  • 2016 4th Dubai art award, ArtPrize ArtPrize Grand Rapids Michigan USA, Susan Mains gallery Grenada, Galerie am Museum in Frauenau, Festival of Lights Berlin, Artigo Rio de Janeiro artfair, Light festival Kolding Denmark
  • 2017 Spotlight Festival Bucharest RO, Muralharbor Linz A, Museum Modern Art Hünfeld D, guerrilla art documenta Kassel, ArtPrize ArtPrize Grand Rapids Michigan USA, Swell Sculpture Festival Gold Coast AUS, Festival of Lights Berlin

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kielnhofer, welcher sich selbst auch als „Piratenkünstler“ und als „Guerillakünstler“ bezeichnet, fiel in der Vergangenheit dadurch auf, seine Kunstwerke teils ohne Genehmigung bei Umweltbewegungen und Ausstellungen zu präsentieren. 2012 und 2017 hat Kielnhofer seine Guardians teils mit auch ohne Erlaubnis an verschiedenen Documenta-Standorten in Kassel aufgestellt, die Austellungsmacher zeigten ihm die kalte Schulter und ließen die Statuen mehrmals entfernen.[8]

Die Anschaffung von drei Statuen der Serie „Wächter der Zeit“ durch den Kulturstadtrat der Stadt Steyr, sorgte im Sommer 2020 ebenfalls für viel Kritik aus der Kunstszene. Die Statuen führten letztendlich zum Rücktritt der Stadtkulturbeirätin und Galeristin Frieda Pohlhammer, welche gegen den Ankauf von künstlerischer „Stangenware“ protestierte, da die Statuen ebenfalls in diversen Online-Handelshäusern angeboten werden.[9] Die Form der Statuen erinnert die Künstler*innen an diverse popkulturelle Darstellungen und somit sei der künstlerische Wert zweifelhaft. Die Inhaberin der Porzellanmanufaktur Neuzeughammer Keramik Mag. Beate Seckauer wundert sich über die intransparente Auswahl der vermeintlichen Kunstankäufe und fordert als Obfrau des Stadtkulturbeirates der Stadt Steyr mehr Mitsprache ihres Gremiums, was die kulturellen Angelegenheiten im Allgemeinen und die Kunst im Öffentlichen Raum im Besonderen betrifft.[10] Die Statuen bezeichnete Sie als "Sondermüll".[11]

Presseberichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Manfred Kielnhofer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MAK Datenbank (Memento des Originals vom 2. November 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dip.mak.at
  2. In: Kronen Zeitung online unter dem Titel "So schön kann Kunst sein". (Abgerufen am 15. Juni 2009.)
  3. Ulrike Breit in: Lichtkunst-Biennale: International und heimisch, leuchtend und blinkend. OÖN Kultur, abgerufen am 13. September 2010
  4. MAK-Museum für angewandte Kunst Wien (Memento des Originals vom 6. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dip.mak.at(abgerufen am 30. September 2010)
  5. Stadt Steyr kauft Kunstfiguren von Kielnhofer. Abgerufen am 21. Juli 2020.
  6. Schnäppchen? "Wächter der Zeit": Bling-Bling für den Steyrer Hauptplatz. derStandard.at, Olga Kronsteiner, 27. Juli 2020.
  7. Manfred Kielnhofer im MAK (Memento des Originals vom 8. Oktober 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dip.mak.at
  8. Künstler Manfred Kielnhofer provoziert die Documenta - derStandard.at. Abgerufen am 24. Juli 2020 (österreichisches Deutsch).
  9. Drei Goldfiguren bringen Pohlhammer in Rage. Abgerufen am 24. Juli 2020.
  10. "Kunst als Sondermüll ist bedenklich". Abgerufen am 24. Juli 2020.
  11. "Wächter der Zeit": Bling-Bling für den Steyrer Hauptplatz - derStandard.at. Abgerufen am 30. Juli 2020 (österreichisches Deutsch).