Manfred W. Jürgens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Manfred W. Jürgens (* 19. November 1956 in Grevesmühlen) ist ein deutscher Maler, ein Vertreter des Neuen Realismus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jürgens verbrachte seine Kindheit und Jugend in Mecklenburg. Nach Besuch der Polytechnischen Oberschule war er von 1973 bis 1975 Vollmatrosenlehrling bei der Deutsche Seereederei Rostock und hatte so die Möglichkeit, Schweden, die Niederlande und Kuba zu bereisen. Hieran schloss sich von 1976 bis 1986 eine Lehre und Gesellenzeit als Maler und Glaser in Mecklenburg an.

Von 1986 bis 1989 studierte Jürgens an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin Kommunikationsdesign mit der Vertiefung Wissenschaftsgrafik und Fotografie. Besonderen Einfluss auf seine Formsprache nahm sein Fotografie-Dozent Manfred Paul. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er von 1989 bis 1990 als Kommunikationsdesigner für Heinrich Dathe am Tierpark Berlin und von 1990 bis 1993 im Kulturmanagement in Mecklenburg-Vorpommern. Seit 1993 ist Jürgens als freischaffender Maler und Fotograf tätig.

Seit 1997 unternahm Jürgens längere Reisen unter anderem nach England, Irland, in die Schweiz, nach Italien, Sri Lanka, Taiwan und die Volksrepublik China. Jürgens präsentierte seine Malerei erstmals 2001 in der Städtischen Galerie Baumhaus in Wismar.[1] Seitdem folgten Ausstellungen in Kühlungsborn, Güstrow, Hamburg, Leipzig, Gstaad und Venedig.[2]

Im Jahr 2007 entwickelte Jürgens das Konzept der „Ein-Bild-Ausstellung“. Die erste ihrer Art fand mit dem Portrait der Kuh Soraya auf der Alp Wispile bei Gstaad statt und wurde innerhalb von zwei Tagen von mehreren hundert Interessierten aus zwölf Ländern besucht. Die erste Hamburger Ein-Bild-Ausstellung mit dem Portrait der Gastwirtin Erna Thomsen fand in den Räumen ihrer Gaststätte, der Kultkneipe Zum Silbersack im August 2010 in St. Pauli statt[3]. Der Zeit-Redakteur und Autor Ulrich Schnabel schreibt in seinem Buch Muße zu dieser Ausstellung, dass es gut möglich sei, dass der trendresistente Maler Manfred W. Jürgens mit der Ein-Bild-Ausstellung, bei der neben dem einen Tafelbild auch immer das Modell sowie der Maler anwesend sind, einen Trend setzt.[4]

Seit 2007 lebt und arbeitet Jürgens in Hamburg und seit 2013 auch in Bremen.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Der heutigen Inflation der Bilder kann ich nur mit Sachlichkeit, mit kraftvoller Stille begegnen. Es ist der Reiz des Unmittelbaren, der ein Hineinsehen in andere Seelen ermöglicht. Wenn Farbe nicht nur zu Haut und Stoff, zu Wasser, Stein und Himmel, sondern auch zu Seele wird, dann habe ich die leere Fläche überwunden.“[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Adrian Foitzik: Wismarer Künstler malt gestochen scharfe Portraits. In: Ostsee-Zeitung, Kultur und Medien, vom 16. Mai 2001
  2. Jana Wilhelm: Verschwenderische Sorgfalt. In: Lübecker Nachrichten vom 8. November 2005
  3. NDR Hamburg Journal, 27. August 2010: 1. Hamburger Ein-Bild-Ausstellung, ein Filmbeitrag von Susan Tratz
  4. Ulrich Schnabel: Muße - Vom Glück des Nichtstun. Blessing-Verlag, 2010
  5. Norddeutscher Rundfunk, 21. Mai 2006: Portrait des Malers Manfred W. Jürgens von Inga Bork, NDR 1 Radio MV, Kunstkaten / Lebensläufe

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Manfred W. Jürgens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien