Marc Lerandy

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Marc Lerandy
Spielerinformationen
Geburtstag 25. November 1981
Geburtsort Schwanau-AllmannsweierDeutschland
Größe 185 cm
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
Spvgg Lahr 1926
SC Freiburg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2000–2002
2002–2003
2003–2007
2007–2008
2008–2009
2009–2013
2014–
SC Freiburg II
SV Sandhausen
SV Linx
SC Pfullendorf
VfR Willstätt
1. FC Saarbrücken
Bahlinger SC
44 (2)
10 (1)
[1]50 (2)
33 (3)
0
148 (5)
Nationalmannschaft
Deutschland U-17 2 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 10. Januar 2014

Marc Lerandy (* 25. November 1981 in Schwanau-Allmannsweier[2] als Marc Zehnle) ist ein deutsch-französischer Fußballspieler. Seit Januar 2014 spielt der 1,85 m große Innenverteidiger für den baden-württembergischen Oberligisten Bahlinger SC.

Kindheit und Privates[Bearbeiten]

Marc Lerandy wurde 1981 in Allmannsweier (einem Ortsteil von Schwanau) unweit der Kleinstadt Lahr in Baden-Württemberg geboren. Sein Vater stammt aus dem französischen Überseedepartement Martinique. Bis 2006 trug Marc Lerandy den Nachnamen seiner Mutter, Zehnle, ehe er den seines Vaters annahm, da seine Eltern geheiratet hatten.[2]

Lerandy wohnt im lothringischen Ötingen (frz. Œting), unweit der Grenze zu Deutschland.[3]

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Marc Lerandy wechselte in der B-Jugend von der Spvgg Lahr 1926 zum SC Freiburg.[4] Bis 2002 blieb Lerandy bei den Breisgauern und war in dieser Zeit zwei Jahre im Kader der Freiburger Amateurmannschaft, die in der Oberliga Baden-Württemberg spielte. Über die Station SV Sandhausen wechselte Lerandy 2003 zum SV Linx und wurde dort schnell zum Leistungsträger.[5] In dem Rheinauer Stadtteil Linx (unweit der Grenze zum Elsass), spielten zu dieser Zeit schon viele Franzosen. Lerandy hielt es dort knapp vier Jahre, ehe er sich in der Wintertransferphase der Saison 2006/07 dem SC Pfullendorf anschloss, der in der drittklassigen Regionalliga Süd spielt. Lerandy gab sein Debüt für die Pfullendorfer am 21. Spieltag (24. Februar 2007) gegen Sportfreunde Siegen (1:1). An diesem Tag wurde er jedoch positiv auf Reproterol getestet und für sechs Spiele gesperrt.[6] Dies führte dazu, dass Lerandy erst in seiner zweiten Saison in Pfullendorf zum Stammspieler avancierte. Sein erstes Tor für die Linzgauer machte er am 31. Spieltag der Saison 2006/07 (12. Mai 2007), als er beim 3:1-Sieg gegen Karlsruher SC II dass 1:1 erzielte. Im Sommer 2008 kam es zwischen Lerandy und dem SC Pfullendorf zu Vertragsstreitigkeiten. Der Verein hatte eine einseitige Option zur Verlängerung des Vertrages gezogen und forderte im Falle von Lerandys Wechsel eine Ablösesumme. Lerandy war hingegen der Auffassung, dass diese Vertragsklausel ungültig ist und bekam vor dem Arbeitsgericht in Ulm recht.[7] Daraufhin beschloss Lerandy in seine Ortenauer Heimat zurückzukehren und spielte in der Folgezeit für den Bezirksligisten VfR Willstätt.[8]

Dieter Ferner war es schließlich, der Lerandy 2009 von einem Wechsel zum 1. FC Saarbrücken ins Saarland überzeugte. Sein erstes Spiel für die Saarbrücker, die zuvor in die Regionalliga aufgestiegen waren, absolvierte Lerandy am 1. Spieltag (7. August 2009) bei der 0:6-Niederlage gegen den saarländischen Rivalen SV Elversberg. In der Folgezeit wurde Lerandy Stammspieler bei den Saarländern. Sein erstes Tor für den Verein schoss er am 8. Spieltag (19. September 2009), als er im Spiel gegen VfL Bochum II zum 1:0-Sieg traf. Lerandy stieg mit Saarbrücken zum Saisonende in die 3. Liga auf.

Sein Profidebüt gab er daraufhin am ersten Spieltag der Drittligasaison 2010/11, als er am 23. Juli 2010 beim 0:2 gegen Kickers Offenbach in der Startaufstellung stand. Sein erstes Profitor gelang ihm am 38. und letzten Spieltag (14. Mai 2011), als er beim 4:3-Sieg gegen Wacker Burghausen dass 1:1 erzielte. Am 15. November 2013 wurde der Vertrag mit dem 1. FC Saarbrücken „aus familiären Gründen“ aufgelöst.[9] Lerandy kehrte wieder zurück in seine Ortenauer Heimat und schloss sich dem Bahlinger SC in der Oberliga Baden-Württemberg an.[10]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Lerandy bestritt zwei Spiele für die Deutschlands U-17-Nationalmannschaft.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. nur Daten aus den OL-Spielzeiten 03/04 + 05/06
  2. a b Wenn neu nicht immer neu ist. Mark Zehnle wurde Mark Lerandy auf baden-online.de
  3. FCS-Spieler Marc Lerandy fühlt sich in Saarbrücken wohl auf saarbrücker-zeitung.de
  4. a b "Ich hatte gar keine Lust mehr", saarbruecker-zeitung.de, abgerufen am 12. Dezember 2011
  5. Irrgang kritisiert zwei Leistungsträger, kicker.de, abgerufen am 12. Dezember 2011
  6. Doping-Fälle im Fußball auf fireballs-land.de
  7. Lerandy-Anwalt Kirsch will 50 000 Euro Schadensersatz vom SCP, schwaebische.de, abgerufen am 12. Dezember 2011
  8. ||An der Ablöse gescheitert||< badische-zeitung.de, abgerufen am 12. Dezember 2011
  9. Saarbrücken löst Vertrag mit Kapitän; Meldung auf sport1.de vom 16. November 2013
  10. Bahlinger SC verpflichtet Marc Lerandy; Meldung auf fupa.net vom 12. Januar 2014