Maria Katharina Kasper

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Maria Katharina Kasper

Maria Katharina Kasper (* 26. Mai 1820 in Dernbach (Westerwald); † 2. Februar 1898 ebenda) ist eine seit 1978 katholische Selige und die Gründerin der Kongregation (nicht Orden) der Armen Dienstmägde Jesu Christi, Ordenskürzel: ADJC; umgangssprachlich benannt: Dernbacher Schwestern.

Maria Katharina Kasper wird am 14. Oktober 2018 von Papst Franziskus im Vatikan zu Rom heiliggesprochen.[1] Sie wird damit historisch die erste Heilige des 1827 gegründeten Bistums Limburg sein.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katharina Kasper wurde als Tochter eines Bauern im Westerwald geboren. Um das Jahr 1845 gründete sie zusammen mit vier weiteren Frauen aus dem Dorf einen Verein. Er widmete sich der häuslichen Pflege von Kranken und Alten, sowie der Kinderbetreuung. 1851 entstand aufgrund der kirchlichen Gutheißung durch den Limburger Bischof Peter Joseph Blum aus dem Verein die Genossenschaft der Armen Dienstmägde Jesu Christi. Ihr Gelübde legten sie und ihre vier Gefährtinnen am 15. August 1851, dem Fest Mariä Himmelfahrt, in der Pfarrkirche von Wirges vor dem Bischof von Limburg ab. Kasper nahm den Ordensnamen Maria an und wurde die erste Leiterin der Gemeinschaft, welche bereits eine einfache Regel besaß. Bischof Blum gab dem Zusammenschluss 1852 eine erweiterte Ordensregel, und setzte 1853 den Geistlichen Jakob Wittayer zum Superior der Gemeinschaft ein.

Das Kloster „Maria Hilf“ in Dernbach.

Rasch fand die Gemeinschaft beträchtlichen Zulauf und weitete ihre Arbeitsfelder aus. Auf Anraten von Bischof Blum gingen 1868 die ersten Schwestern in die Diözese Fort Wayne (Indiana, USA) und gründeten dort eigene Niederlassungen. Der 1. Juni 1870 wurde ein weiterer Wendepunkt ihrer Gemeinschaft. Sie wurde vom Vatikan ‚gutgeheißen und bestätigt‘ und damit der Leitung der Generaloberin, d. h. Mutter Maria Katharina Kasper, unterstellt. Am 21. Mai 1890 erhielt die Kongregation die endgültige Genehmigung ihrer Konstitutionen durch Papst Leo XIII. Im Jahr 1898, beim Tod Kaspers, zählte die Gemeinschaft 1.725 Mitglieder in 193 Niederlassungen.

Selig- und Heiligsprechungsverfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. April 1978 wurde sie von Papst Paul VI. seliggesprochen.[2] Ihr Gedenktag in der Liturgie ist der 1. Februar. Papst Franziskus erkannte am 6. März 2018 ein ihrer Fürsprache zugeschriebenes Wunder an. Damit sind die Voraussetzungen für die Heiligsprechung erfüllt.[3] Die Heiligsprechung findet im Rahmen der Bischofssynode zum Thema Jugend am 14. Oktober 2018 auf dem Petersplatz vor dem Petersdom des Vatikans in Rom statt.[4][5][6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kirche bekommt neue Heilige – darunter eine Deutsche. In: Vatican News, 19. Mai 2018. Abgerufen am 19. Mai 2018.
  2. Predigt von Papst Paul VI. zur Seligsprechung. In: Website des Vatikan, 16. April 1978. Abgerufen am 17. Mai 2018.
  3. Promulgazione di Decreti della Congregazione delle Cause dei Santi. In: Tägliches Bulletin. 7. März 2018, abgerufen am 7. März 2018 (italienisch).
  4. Neue Heilige für katholische Kirche. In: SZ-Online.de, 19. Mai 2018. Abgerufen am 19. Mai 2018.
  5. Kirche: Schwester aus Westerwald soll heilig gesprochen werden. In: Focus.de, 19. Mai 2018. Abgerufen am 19. Mai 2018.
  6. Schwester aus Westerwald soll heilig gesprochen werden. In: Sueddeutsche.de, 19. Mai 2018. Abgerufen am 19. Mai 2018.