Marietta Sergejewna Schaginjan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Briefmarkenausgabe zum 100. Geburtstag von M. S. Schaginjan (UdSSR 1988)

Marietta Sergejewna Schaginjan (russisch Мариэтта Сергеевна Шагинян, armenisch Մարիետա Սերգեյի Շահինյան; * 21. Märzjul. / 2. April 1888greg. in Moskau; † 20. März 1982 ebenda) war eine sowjetische Schriftstellerin armenischer Abstammung. Sie studierte Philosophie, Musik und Naturwissenschaften, arbeitete aber auch als Textilweberin und Dozentin für Ästhetik.

1924 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Jim Dollar den Fortsetzungsroman Mess-Mend oder die Yankees in Petrograd und im Jahr 1925 Metallarbeiter Lory Lane.

Mess-Mend gilt als der erste sowjetische Kriminalroman. Er erschien im Original als zehnbändige Heftserie, deren Titelseiten vom Avantgardisten Alexander Michailowitsch Rodtschenko gestaltet wurden.

Der Asteroid (2144) Marietta wurde nach ihr benannt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marietta Schaginjan erhielt folgende Auszeichnungen:[1][2]

Werke in deutscher Übersetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Abenteuer einer Dame. Roman. Malik-Verlag, Berlin 1924.
  • Mess-Mend oder Die Yankees in Leningrad. Neuer Deutscher Verlag, Berlin 1925.
  • Das Wasserkraftwerk. Ring-Verlag, Zürich 1934[3]; Karl Dietz Verlag, Berlin 1952.
  • Leben und Leute in Armenien. Quer durchs Sowjetland. SWA-Verlag, Berlin 1947.
  • Auf des Fünfjahrplans Bahnen. Karl Dietz Verlag, Berlin 1952.
  • Eine Reise durch Sowjetarmenien. Deutsch von Felix Loesch. Die Verse übersetzte Alexander Böltz. Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin 1953.
  • Über die Freiheit des Schaffens in der sowjetischen Kunst. Sowjetischer Informationsdienst, Wien 1953.
  • Goethe. Mit einem Vorwort von Walther Victor. Aus dem Russischen von Traute Stein. Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin 1952; Brücken-Verlag, Essen 1952.
  • Schicksal in eigener Hand. Ein Arztroman. Aus dem Russischen von Mimi Barillot. Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin 1958.
  • Die Familie Uljanow. Aus dem Russischen übersetzt von Hans Herrfurth und Thomas Reschke. Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin 1959.
  • Weihnachten in Sorrent. Impressionen und Gedanken. (Reihe „Spektrum“ Bd. 63) Aus dem Russischen von Arno Specht. Verlag Volk und Welt, Berlin 1974.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marietta Shaginyan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marietta Schaginjan auf der Seite WarHeroes. Abgerufen am 9. September 2018 (russisch).
  2. Marietta Schaginjan auf der Offiziellen Webseite Armenischen Nationalen Akademie der Wissenschaften. Abgerufen am 9. September 2018 (russisch).
  3. Einbandillustration auf plakatkontor.de.