Martin O’Malley

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Martin O’Malley

Martin Joseph O’Malley (* 18. Januar 1963 in Washington, D.C.) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Von 2007 bis 2015 war er Gouverneur des Bundesstaates Maryland.

Biographie[Bearbeiten]

O’Malley, der einer römisch-katholischen Familie entstammt, besuchte die Gonzaga College High School, die er 1981 beendete. Nach Ende seines rechtswissenschaftlichen Studiums an der Law School der University of Maryland in Baltimore ließ er sich als Rechtsanwalt nieder. 1990 heiratete er Catherine Curran.

Seit 1999 war er Bürgermeister der Stadt Baltimore. 2002 titulierte ihn das Exquire Magazine als „The Best Young Mayor in the Country“ und 2005 bezeichnete ihn das Time Magazine als Amerikas „Top 5 Big City Mayors“.[1]

Am 8. November 2006 gewann er die Gouverneurswahlen im Bundesstaat Maryland gegen den bisherigen republikanischen Amtsinhaber Robert L. Ehrlich.[2] O’Malley erzielte 52,7 Prozent der Stimmen, Ehrlich kam auf 46,2 Prozent. Bei den Gouverneurswahlen 2010 kam es erneut zum Duell zwischen O’Malley und Ehrlich. Entgegen dem Bundestrend, der bei den Wahlen dieses Jahres deutliche Gewinne für die Republikaner brachte, konnte O’Malley seinen Anteil sogar noch auf 56,2 Prozent ausbauen und damit im Januar 2011 eine zweite vierjährige Amtsperiode antreten. Zur Gouverneurswahl am 4. November 2014 trat er aufgrund der Amtszeitbegrenzung nicht wieder an. Einer der letzten Amtshandlungen O’Malleys war die Umwandlung der Todesurteile von vier Häftlingen in Maryland in lebenslange Haftstrafen.[3] Sein Nachfolger wurde der republikanische Kandidat Larry Hogan, der sich gegen O’Malleys Vizegouverneur Anthony G. Brown durchsetzte.

O’Malley gilt als Anwärter auf die demokratische Nominierung für die Präsidentschaftswahl 2016. Er hat sein Interesse an einer Kandidatur bereits öffentlich signalisiert[4] und eine Kandidatur für den freiwerdenden Sitz Barbara Mikulskis im US-Senat 2016 ausgeschlossen.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martin O’Malley – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mark Thompson: Wonk 'n' Roller. In: Time vom 18. April 2005 (englisch, abgerufen am 24. November 2014).
  2. Official 2006 Gubernatorial General Election results for Governor / Lt. Governor. Wahlergebnisse auf elections.state.md.us (englisch, abgerufen am 24. November 2014).
  3. Gouverneur von Maryland begnadigt vier Häftlinge. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. Januar 2015 (abgerufen am 14. Januar 2015).
  4. The Washington Post: What a Martin O’Malley presidential campaign would sound like — in 113 words (3. August 2013)
  5. Jeremy Diamond: O’Malley Won’t Run for Mikulski’s Senate Seat in 2016. In: CNN.com, 3. März 2015.