Gouverneurswahlen in den Vereinigten Staaten 2014

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Endergebnis der US-Gouverneurswahlen 2014:
  • Demokrat bestätigt
  • Zugewinn der Demokraten
  • Republikaner bestätigt
  • Zugewinn der Republikaner
  • Zugewinn eines Unabhängigen
  • keine Gouverneurswahl im Jahr 2014
Karte der Bundesstaaten und Territorien im Vorfeld der Wahl:
Republikanischer Gouverneur kandidiert
Republikanischer Gouverneur kandidiert nicht wieder, ist gesetzlich aufgrund Amtszeitbeschränkung (term limit) von einer Wiederwahl ausgeschlossen oder wurde in den Vorwahlen besiegt
Demokratischer Gouverneur kandidiert
Demokratischer Gouverneur kandidiert nicht wieder, ist gesetzlich von einer Wiederwahl ausgeschlossen oder wurde in den Vorwahlen besiegt
keine Gouverneurswahl im Jahr 2014

Die Gouverneurswahlen in den Vereinigten Staaten fanden am 4. November 2014 in 36 der 50 Bundesstaaten statt. Gewählt wurden die jeweiligen Gouverneure, die als höchste Amtsträger die Regierungsgeschäfte in ihrem jeweiligen Staat leiten. Mit Ausnahme von New Hampshire und Vermont (2 Jahre) wurden alle Gouverneure für eine vierjährige Amtsperiode gewählt. Zur gleichen Zeit wurden im ganzen Land Kongresswahlen (Midterm-elections), Wahlen zu Parlamenten der Bundesstaaten, Volksabstimmungen und einige Kommunalwahlen abgehalten.

In den Bundesstaaten wo Gouverneur und Vizegouverneur nicht gemeinsam auf einem ticket gewählt werden, fanden parallel auch Wahlen für dieses Amt statt sowie Wahlen für andere Exekutivämter statt (sofern diese Ämter nicht durch den Gouverneur selbst besetzt werden).

Die parteiinternen Vorwahlen zur Bestimmung der jeweiligen Kandidaten fanden je nach Bundesstaat zwischen März und September 2014 nach unterschiedlichen Verfahren statt. Die verschiedenen Daten und Wahlmodule sind mit den verschiedenen Wahlrechten der Staaten zu begründen. Jeder Bundesstaat hat sein eigenes Wahlrecht, wobei aber nicht alle Staaten tatsächlich verschiedene Rechtslagen haben. Bei der Hauptwahl am 4. November 2014 hat mit Ausnahme Georgias (Stichwahl am 2. Dezember, wenn bei der Hauptwahl kein Kandidat mehr als 50 % der Stimmen erreicht hat) der Kandidat mit den meisten Stimmen die Wahl für sich entschieden. In nahezu allen Staaten beginnt die neue Amtszeit im Januar 2015 und endet entsprechend im Januar 2019. Im November 2018 finden folglich in diesen Staaten die nächsten Wahlen statt.

Obwohl auch kleinere Parteien, wie die Libertarian Party, in manchen Staaten Kandidaten ins Rennen schicken und es parteilose Bewerber gibt, wurden erwartungsgemäß nur den Kandidaten der beiden großen Parteien, den Demokraten und Republikanern, gewählt. Zuvor stellten auch nur diese beiden Parteien Gouverneure. Einzige Ausnahme stellt der Staat Alaska dar, wo mit Bill Walker ein Parteiloser zum Gouverneur gewählt wurde, nachdem der Demokrat Byron Mallott seine Bewerbung zugunsten des Ex-Republikaners zurückzog und nun als dessen Vizegouverneur amtiert. Eine weitere Ausnahme bilden die Amerikanischen Jungferninseln und die Staaten, in denen ein unabhängiger Kandidat gewählt wurde, nachdem die Demokraten auf einen eigenen Bewerber verzichtet hatten.

Anders als es im Kongress erwartet wurde, sahen politische Beobachter im Vorfeld der Gouverneurswahlen die Demokraten eher im Vorteil. So stellten Politikwissenschaftler und Journalisten in den US-Medien fest, dass laut Umfragen im Jahr 2014 vergleichsweise viele Amtsinhaber beider Parteien, besonders zahlreich allerdings bei den Republikanern, von der Abwahl bedroht seien. In diesem Zusammenhang wurden vor allem die republikanischen Gouverneure Tom Corbett (Pennsylvania), Sam Brownback (Kansas), Nathan Deal (Georgia), Paul LePage (Maine), Sean Parnell (Alaska), Rick Scott (Florida) und Scott Walker (Wisconsin) genannt. Bei den Demokraten sahen politische Analytiker hingegen nur bei Pat Quinn (Illinois), Dan Malloy (Connecticut) und John Hickenlooper (Colorado) ein ernsthaftes Risiko, die Wiederwahl zu verlieren.[1][2] Am Wahltag stellte sich allerdings heraus, dass auf republikanischer Seite nur die Amtsinhaber Tom Corbett aus Pennsylvania und Sean Parnell aus Alaska ihre Wiederwahl verpassten. Bei den Demokraten unterlag nur Pat Quinn, der Gouverneur von Illinois, seinem Herausforderer Bruce Rauner. Da es sich in Alaska um einen parteilosen Bewerber handelt, konnten die Demokraten nur mit dem Wahlsieg von Tom Wolf in Pennsylvania einen Bundesstaat hinzugewinnen. Neben ihrem Erfolg in Illinois über den Amtsinhaber konnten die Republikaner darüber hinaus die Bundesstaaten Arkansas, Maryland und Massachusetts hinzugewinnen, wo der amtierende Gouverneur der Demokraten entweder gesetzlich von einer weiteren Kandidatur ausgeschlossen war oder nicht erneut antrat.[3]

Neben Gouverneurswahlen in den 36 Staaten gab es auch drei Gouverneurswahlen in den amerikanischen Außengebieten Guam, den Nördlichen Marianen und den Amerikanischen Jungferninseln.

Gouverneurswahlen nach Bundesstaat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alabama[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Alabama kandidierte der amtierende republikanische Gouverneur Robert Bentley für eine zweite Amtszeit. Bei den Demokraten hat sich in Vorwahlen im Juni der ehemalige Kongressabgeordnete Parker Griffith, der zwischenzeitlich zu den Republikanern gewechselt war, gegen den Geschäftsmann Kevin Bass durchgesetzt. Amtsinhaber Bentley galt als Favorit und konnte sich mit 63 % klar durchsetzen.[4][5]

Alaska[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gouverneur Sean Parnell, der im Juli 2009 zum Regierungschef von Alaska aufrückte und als Kandidat der Republikaner 2010 im Amt bestätigt wurde, trat zur Wiederwahl an. Die demokratischen Vorwahlen am 19. August 2014 konnte Byron Mallott für sich entscheiden. Allerdings gab Mallott am 1. September bekannt, als Kandidat der Demokraten zurückzutreten und stattdessen die Kandidatur des Unabhängigen Bill Walker zu unterstützen. In diesem unabhängigen "Unity-Ticket" ist Mallot nun Kandidat für das Amt des Vizegouverneurs. Die Wahl galt als offen. Parnell verlor am Ende seine Wiederwahl knapp.[4][5][6]

Arizona[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die amtierende, den Republikanern angehörenden, Gouverneurin Jan Brewer des Bundesstaates Arizona ist verfassungsrechtlich von einer weiteren Bewerbung ausgeschlossen. Bei den Vorwahlen am 26. August 2014 wurde entschieden, wer um ihre Nachfolge kandidiert. Bei den Republikanern konnte sich State Treasurer Doug Ducey durchsetzen, die Demokraten nominierten den Unternehmer und Bürgerrechtsaktivist Fred DuVal. Ducey konnte zwar eine Mehrzahl der Umfragen anführen, doch auch DuVal wurden durchaus Chancen auf einen Wahlsieg eingeräumt. Ducey siegte am Ende überraschend klar mit 53,8 % der Stimmen.[4][5]

Arkansas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mike Beebe, Gouverneur von Arkansas seit 2007, ist von einer neuerlichen Kandidatur ausgeschlossen. Um die Nachfolge des Demokraten bemühen sich der frühere Kongressabgeordnete Mike Ross von den Demokraten und für die Republikaner Asa Hutchinson, der ebenfalls dem US-Repräsentantenhaus angehörte und bereits 2006 Kandidat seiner Partei für das Gouverneursamt in Arkansas war. Die Vorwahlen wurden am 20. April 2014 abgehalten. Hutchinson gewann die Wahl mit 55 % der Stimmen klar.[4][5]

Colorado[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gouverneur John Hickenlooper, Mitglied der Demokraten, kandidiert für eine zweite Amtszeit in Colorado. Bei den parteiinternen Vorwahlen am 24. Juni 2014 setzte er sich ohne Gegenkandidaten problemlos durch. Der ehemalige Kongressabgeordnete Bob Beauprez konnte unter den republikanischen Kandidaten knapp die meisten Stimmen erzielen. Beauprez setzte sich knapp gegen den früheren Kongressabgeordneten Tom Tancredo und den Secretary of State von Colorado, Scott Gessler, durch. Er war bereits 2006 Kandidat seiner Partei für das Gouverneursamt in Colorado. Der Wahlausgang wurde als weitestgehend offen angesehen. Hickenlooper wurde mit knapp 49 % der Stimmen wiedergewählt.[4][5]

Connecticut[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Connecticut wird es zu einer Neuauflage der Wahl von 2010 kommen. Der amtierende Gouverneur der Demokraten, Dan Malloy, trifft bei seiner Kandidatur für eine zweite Amtszeit erneut auf den früheren US-Botschafter in Irland Thomas C. Foley. Bei der Vorwahl am 12. August 2014 setzte sich Foley erneut bei den Republikanern durch. Malloy konnte am Wahltag mit 50,7 % der Stimmen seine Wiederwahl gewinnen.[4][5]

Florida[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. August 2014 fanden die parteiinternen Vorwahlen in Florida statt. Bei den Republikaner siegte erwartungsgemäß der amtierende Gouverneur Rick Scott, der eine zweite Amtsperiode anstrebt. Es hatte keine nennenswerte Opposition gegen ihn gegeben. Aus den Vorwahlen der Demokraten ging Charlie Crist siegreich hervor. Er schlug die ehemalige Staatssenatorin Nan Rich mit fast 75 Prozent der Stimmen. Crist war bereits von 2007 bis 2011 Gouverneur Floridas, verzichtete 2010 aber auf eine Wiederwahl, da er (vergeblich) für den US-Senat kandidierte. Während seiner ersten Amtsperiode gehörte er noch den Republikanern an, trat aber 2010 aus Protest gegen die Tea-Party-Bewegung aus. Seit 2012 ist er Mitglied der Demokraten. Erwartet wurde ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Scott und Crist. Der Amtsinhaber siegte am Ende aber mit 48,2 % gegen 47,1 %.[4][5]

Georgia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Republikaner Nathan Deal, seit 2011 Gouverneur von Georgia, kandidierte für eine zweite Amtszeit. Er wurde durch den demokratischen Staatssenator Jason Carter herausgefordert, der sich bei den Vorwahlen am 20. Mai 2014 durchsetzte. Jason Carter ist der Enkel des ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, der selbst von 1971 bis 1975 Gouverneur dieses Bundesstaates war. Das Rennen wurde als offen angesehen, da beide Bewerber in den Umfragen etwa gleichauflagen. Am Wahltag setzte sich Deal jedoch überraschend klar mit 52,8 % der Stimmen durch, nur 44 % sprachen sich für Carter aus.[4][5]

Hawaii[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. Juli fanden parteiinterne Vorwahlen in Hawaii statt. Der demokratische Amtsinhaber Neil Abercrombie verlor in einer klaren Entscheidung diese Wahlen und stand daher nicht für eine zweite Amtszeit zur Wahl. Durchsetzen konnte sich der Staatssenator David Ige mit 67 % der Stimmen. Für die Republikaner kandidierte der frühere Vizegouverneur James Aiona, der schon 2010 von seiner Partei nominiert wurde. Obwohl Hawaii als mehrheitlich den Demokraten zugeneigt gilt, führte Aiona die Umfragen zeitweise knapp an. Dies lag im Wesentlichen an der parteilosen Kandidatur der Ex-Bürgermeisters von Honolulu Mufi Hannemann. Ige siegte mit 49,5 %, während Aiona nur 37,1 % der Stimmen erhielt. Hanneman vereinte noch 11 % auf sich.[4][5]

Idaho[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da in Idaho keine Amtszeitbeschränkung besteht, trat Gouverneur Butch Otter für eine dritte Wahlperiode an. Der Geschäftsmann A. J. Balukoff kandidiert für die oppositionellen Demokraten. Die Vorwahlen fanden am 20. Mai 2014 statt. Wie erwartete wurde Otter im Amt bestätigt, nachdem 54 % der Wähler für ihn votierten.[4][5]

Illinois[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Illinois kandidierte Gouverneur Pat Quinn für eine weitere Amtszeit. Nach der Amtsenthebung seines Vorgängers Rod Blagojevich im Januar 2009 rückte er zum Gouverneur auf. Im November 2010 gelang ihm mit knapper Mehrheit die Bestätigung im Amt. Während Quinn die Vorwahlen der Demokraten am 18. März ohne Probleme bestand, setzte sich bei den Republikanern der Geschäftsmann Bruce Rauner knapp durch. Illinois gilt als mehrheitlich den Demokraten zugeneigter Staat, dennoch wurde das Rennen als offen gesehen. Der Trend in den Umfragen, der noch im Frühjahr und Sommer einen klaren Vorteil für Rauner sahen, kehrte sich im Herbst jedoch zunehmend zu Gunsten von Amtsinhaber Quinn um. Trotzdem siegte Rauner am Ende mit 50,3 % der Stimmen, während sich für Quinn nur 46,3 % aussprachen.[4][5]

Iowa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gouverneur Terry Branstad wurde am 3. Juni 2014 erneut von den Republikanern in Iowa nominiert, während für die Demokraten der Staatssenator Jack Hatch antritt. Branstad war bereits von 1983 bis 1999 Gouverneur von Iowa. Branstand galt von Beginn an als Favorit und siegte auch mit rund 59 % der Stimmen klar.[4][5]

Kalifornien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalifornien hielt am 3. Juni 2014 erstmals Vorwahlen nach dem Nonpartisan-Open-Blanket System ab. Hierbei stehen alle Bewerber zur Wahl, wobei in der Hauptwahl am 4. November automatisch die beiden Kandidaten, unabhängig von Parteizugehörigkeit, mit den meisten Stimmen der Vorwahl gegeneinander antreten. Erwartungsgemäß setzte sich in den Vorwahlen der demokratische Amtsinhaber Jerry Brown klar durch, zweiter wurde überraschend der Republikaner Neel Kashkari vor dem der Tea-Party-Bewegung nahestehenden Staatsabgeordneten Tim Donnelly. Gouverneur Brown gewann die Wahl deutlich mit knappen 60 % der Stimmen.[4][5]

Kansas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sam Brownback, Gouverneur von Kansas seit 2011 als Mitglied der Republikaner, kandidierte für eine zweite Amtszeit. Der Fraktionsvorsitzende der Demokraten im Repräsentantenhaus von Kansas, Paul Davis, wurde von seiner Partei als Gegenkandidat nominiert. Vorwahlen fanden am 5. August 2014 statt. Das Rennen wurde als offen angesehen, obwohl Kansas meist mehrheitlich zu den Republikanern tendiert. Am Ende setzte sich Brownback aber mit knappen 50 % der Stimmen durch. Davis vereinte rund 46 % auf sich.[4][5]

Maine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der republikanische Amtsinhaber Paul LePage tritt für eine zweite Amtszeit in Maine an. Er konnte sich bei den Vorwahlen am 10. Juni ohne Opposition durchsetzen. Für die Demokraten kandidiert der Kongressabgeordnete Mike Michaud. Der Wahlausgang galt als offen. Schlussendlich gewann LePage mit einem Vorsprung von rund 5 %. Er konnte rund 48 % der Stimmen auf sich vereinen, während Michaud 43 % erhielt.[4][5]

Maryland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Maryland kandidierte auf Seiten der Demokraten Vizegouverneur Anthony G. Brown, während bei den Republikanern Lawrence J. Hogan nominiert wurde. Der amtierende, den Demokraten angehörende, Gouverneur Martin O’Malley durfte nach zwei absolvierten Amtszeiten nicht erneut kandidieren. Überraschenderweise setzte sich Hogan mit 53,8 % der Stimmen durch.[4][5]

Massachusetts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Staat Massachusetts hielt am 9. September seine parteiinternen Vorwahlen ab. Die Demokraten stellten Attorney General Martha Coakley als Kandidatin auf, während die Republikaner ihren Kandidaten von 2010 Charlie Baker erneut nominierten. Obwohl die Staatsverfassung keine Beschränkung der Amtszeiten für seinen Regierungschef vorsieht, hat der demokratische Gouverneur Deval Patrick angekündigt, nicht für eine dritte Wahlperiode kandidieren zu wollen. Am Ende gewann Baker mit 48,5 % zu 46,6 %.[4][5]

Michigan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Republikaner und amtierende Gouverneur Rick Snyder bemühte sich um eine zweite Amtszeit in Michigan und konnte die Vorwahlen am 5. August ohne Probleme gewinnen. Der ehemalige Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus, Mark Schauer, wurde von den Demokraten als Gegenkandidat nominiert, verlor aber gegen den Amtsinhaber. Der errang 51 % der Stimmen, sein Herausforder 46 %.[4][5]

Minnesota[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrheiten nach Counties in Minnesota

Der frühere Staatsabgeordnete Jeff Johnson wurde am 12. August 2014 von der Republikanischen Partei als Herausforderer von Mark Dayton nominiert. Unterdessen konnte sich Gouverneur Dayton mühelos als Kandidat der Demokraten durchsetzen. Er ging als Favorit für eine zweite Amtszeit in die Wahl in Minnesota im November. Mit 50 gegen 44,5 % siegte Gouverneur Dayton komfortabel.[4][5]

Nebraska[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nebraska erlaubt seinem Gouverneur keine dritte Wahlperiode, daher ist der republikanische Amtsinhaber Dave Heineman von einer Wahlteilnahme ausgeschlossen. Um seine Nachfolge bewerben sich der Unternehmer Pete Ricketts (Republikaner) und der Beamte Chuck Hassebrook (Demokraten), die sich jeweils bei den Vorwahlen am 13. Mai durchsetzten. Ricketts gewann am Ende mit klarem Vorsprung.[4][5]

Nevada[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gouverneur von Nevada Brian Sandoval trat für eine zweite Amtszeit an. Er gewann die republikanischen Vorwahlen am 10. Juni 2014 mit klarem Vorsprung. Sein Herausforderer ist der Demokrat Bob Goodman. Der Amtsinhaber konnte mit einem Stimmenanteil von 70 % diese Wahl klar für sich entscheiden.[4][5]

New Hampshire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die den Demokraten angehörende Gouverneurin Maggie Hassan kandidierte für eine weitere zweijährige Amtszeitin New Hampshire. Vorwahlen fanden am 9. September 2014 statt. Republikanischer Herausforderer der Gouverneurin ist der Unternehmer Walt Havenstein. Die Amtsinhaberin galt als Favoritin und konnte am Ende auch mit 52,6 % der Stimmen triumphieren.[4][5]

New Mexico[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gouverneurin Susana Martinez wurde von den Republikanern in New Mexico erneut aufgestellt. Die Demokraten gehen mit Gary King, dem Attorney General des Bundesstaates, ins Rennen, nachdem dieser am 3. Juni bei den Vorwahlen erfolgreich war. Der Gouverneurin gelang die Wiederwahl mit rund 58 % der Stimmen.[4][5]

New York[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. September fanden in New York Vorwahlen statt. Bei den Demokraten trat Amtsinhaber Andrew Cuomo für eine zweite Amtszeit an. Parteiintern wurde er von der Universitätsprofessorin Zephyr Teachout herausgefordert, der aber allenfalls Außenseiterchancen eingeräumt wurden. Cuomo setzte sich bei der Vorwahl mit klarer Mehrheit durch. Bei den Republikanern wurde der Lokalpolitiker Rob Astorino nominiert. Es wurde bereits im Vorfeld ein Sieg Cuomos erwartet, da er alle Umfragen deutlich anführen konnte. Astorino schnitt mit 40 % der Stimmen aber besser als erwartet ab, auf Cuomo entfielen 54 %.[4][5]

Ohio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Republikanern ging Gouverneur John Kasich als Sieger der Vorwahlen in Ohio am 6. Mai hervor. Einen parteiinternen Herausforderer gab es jedoch nicht. Der Lokalpolitiker Ed FitzGerald wurde unterdessen von den Demokraten als Kandidat nominiert. Gouverneur Kasich konnte bereits die Umfragen anführen und siegte mit 64 % der Stimmen am Wahltag ohne Probleme.[4][5]

Oklahoma[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gouverneurin Mary Fallin wurde in Oklahoma von der Republikanischen Partei für eine zweite Amtsperiode aufgestellt. Bei den Vorwahlen am 24. Juni konnte sie sich mit 75 Prozent der Stimmen klar durchsetzen, während bei den Demokraten der Staatsabgeordnete Joe Dorman als Sieger hervorging. Der Wahltag brachte einen erwarteten Sieg der Amtsinhaberin. Sie konnte knappe 56 % der Stimmen erringen.[4][5]

Oregon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Unternehmer Dennis Richardson gewann am 20. Mai 2014 die republikanischen Vorwahlen, während bei der Demokratischen Partei Gouverneur John Kitzhaber erfolgreich war. Amtsinhaber Kitzhaber galt als Favorit für den Urnengang im November. Er war bereits von 1995 bis 2003 Staatsoberhaupt Oregons und kehrte 2011 als solches zurück. Nun wurde er mit 49,5 % gegen 45,1 % für eine weitere Amtsperiode gewählt.[4][5]

Pennsylvania[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gouverneur Tom Corbett strebte eine zweite Amtszeit als Regierungschef an. Die Republikaner stellten ihn nach gewonnener Vorwahl ohne Gegenkandidaten am 20. Mai erneut auf. Tom Wolf, ehemaliger Minister für Staatseinnahmen von Pennsylvania, ging aus den Vorwahlen der Demokraten siegreich hervor. Da Gouverneur Corbetts Zustimmungswerte zuletzt stark gefallen wurden, musste er sich am Wahltag erwartungsgemäß geschlagen geben. Wolf errang 54,8 % der Stimmen, während auf den Amtsinhaber nur 45,2 % entfielen.[4][5]

Rhode Island[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rhode Island hielt am 9. September seine parteiinternen Vorwahlen ab. Gouverneur Lincoln Chafee, der sich 2010 knapp als parteiloser Kandidat durchsetzen konnte, inzwischen aber den Demokraten angehört, kündigte an, nach einer Amtszeit nicht mehr antreten zu wollen. Die Demokraten nominierten die Finanzministerin des Staates Gina Raimondo zur Kandidatin, ihr republikanischer Gegenkandidat ist Allan Fung, der Bürgermeister von Cranston. Raimondo konnte sich am Wahltag mit einem Vorsprung von vier Prozent durchsetzen.[4][5]

South Carolina[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Vorwahlen am 10. Juni ergibt sich in South Carolina ein Duell zwischen der republikanischen Amtsinhaberin Nikki Haley und dem demokratischen Staatssenator Vincent Sheheen. Es handelte sich um eine Neuauflage der Wahl von 2010. Auch dieses Mal konnte Haley die Wahl für sich entscheiden. Sie erhielt 56 % der Stimmen, für Sheheen sprachen sich 41 % der Wähler aus.[4][5]

South Dakota[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Republikaner und amtierende Gouverneur von South Dakota Dennis Daugaard tritt für eine zweite Amtsperiode an. Herausgefordert wird der Amtsinhaber von der demokratischen Staatsabgeordneten Susan Wismer. Die Vorwahlen wurden am 3. Juni abgehalten. Daugaard gewann mit 71 % der Stimmen sehr deutlich.[4][5]

Tennessee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gouverneur Bill Haslam gewann die republikanischen Vorwahlen in Tennessee am 7. August mit 87 % der Stimmen. Die Demokraten nominierten Charlie Brown, einen 72-jährigen US-Bürger, der keinerlei Wahlkampf betrieb, aber schon 2002 in den Vorwahlen vergeblich antrat. Mit 70 % der Stimmen gewann Haslam deutlich.[4][5]

Texas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der seit 2000 amtierende texanische Gouverneur Rick Perry kündigte im Sommer 2013 seinen Rückzug nach Ablauf der Amtszeit an. Für die Republikaner tritt Attorney General Greg Abbott an, der sich bei den Vorwahlen am 4. März mit 91 Prozent der Stimmen durchsetzte. Am selben Tag nominierten die Demokraten die Staatssenatorin Wendy Davis, die nach einem Filibuster gegen ein Gesetz zum Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen landesweite Bekanntheit erlangte. Dennoch wurden Abbott höhere Chancen auf einen Sieg eingeräumt, da Texas mehrheitlich zu den Republikanern tendiert. Am Wahltag siegte Abbott erwartungsgemäß mit 59 % der Stimmen überaus klar. Wendy Davis errang knappe 39 %.[4][5]

Vermont[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der den Demokraten angehörende Gouverneur Peter Shumlin kandidierte für eine dritte zweijährige Amtszeit in Vermont. Vorwahlen fanden am 9. September 2014 statt. Der Gouverneur konnte sich problemlos durchsetzen. Bei den Republikanern war der Geschäftsmann Scott Milne erfolgreich. Mit 46,6 gegenüber 45,2 % siegte Shumlin knapp.[4][5]

Wisconsin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wisconsin hielt seine Vorwahlen am 12. August 2014 ab. Gouverneur Scott Walker wurde von den Republikanern für eine zweite Amtszeit aufgestellt. Die Demokraten gehen mit der ehemaligen Wirtschaftsministerin des Staates, Mary Burke, ins Rennen. Der Wahlausgang galt als offen. Im Sommer 2012 war ein Recall zu vorzeitigen Absetzung Walkers gescheitert. Überraschend klar konnte Walker mit 52,3 % der Stimmen seine Herausforderin besiegen.[4][5]

Wyoming[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parteiinterne Vorwahlen fanden in Wyoming am 19. August 2014 statt. Der amtierende Gouverneur Matt Mead (Republikaner) wurde von seiner Partei für eine zweite Amtszeit nominiert. Bei den Demokraten wurde der frühere Vorsitzende der Parteiorganisation in Wyoming, Pete Gosar, aufgestellt. Bereits 2010 bewarb er sich vergeblich um die Kandidatur seiner Partei. Mit 62,5 % der Stimmen gewann Gouverneur Mead die Wahl und wurde damit für vier weitere Jahre bestätigt.[4][5]

Gouverneurswahlen nach Außengebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amerikanische Jungferninseln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den Amerikanischen Jungferninseln sollte aus Sicht der Demokratischen Partei die die Inselgruppe im Repräsentantenhaus vertretende Delegierte Donna Christian-Christensen ihren aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stehenden Parteifreund John de Jongh als Gouverneur ablösen. Die Abgeordnete konnte in den Vorwahlen mehr als ein Drittel der Stimmen auf sich vereinigen.[7] Christian-Christensen trat an gegen die unabhängigen Kandidaten Sheila Alvin Scallion, State Sergeant Major Mona L. Barnes, die ehemalige Bundesrichterin Soraya Diase Coffelt und den ehemaligen Vizegouverneur Kenneth E. Mapp. Letzterer konnte sich bei den Wählern mit 49,35 % der Stimmen durchsetzen.[8]

Guam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guams Bürger konnten zwischen dem Demokraten und ehemaligen Senator und Gouverneur der Insel Carl T. C. Gutierrez und dem Republikaner und amtierenden Gouverneur Eddie Baza Calvo wählen. Sie entschieden sich dabei mit 63,69 % der abgegebenen Stimmen für eine weitere Amtszeit Calvos.[9]

Nördliche Marianen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den Nördlichen Marianen kandidierte für die Republikaner der bisherige Gouverneur Eloy Sangoao Inos, für die Demokraten Edward M. Deleon Guerrero sowie als Unabhängige Heinz Sablan Hofschneider und Juan Nekkei Bbabauta. Die nordmarianischen Wähler schenkten dabei mit 45,96 % ihrem Gouverneur Sangoao das Vertrauen für eine weitere Amtszeit.[10]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Washington Post: The top 12 governor’s races of 2014
  2. C-SPAN: Vulnerable Incumbent Governors (Video)
  3. New York Times: Governor Election results
  4. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj Gouverneurswahlen 2014 bei Ballotpedia (engl.)
  5. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj 2014 governor races bei Politico (engl.)
  6. Walker, Mallott to join forces in governor's race (engl.)
  7. USVI Primary Unofficial Results. In: vivote.gov. 2. August 2014, abgerufen am 6. November 2014.
  8. USVI General Election Unofficial Results. In: vivote.gov. 4. November 2014, abgerufen am 6. November 2014.
  9. Unofficial Results of the 2014 General Election. In: gec.guam.gov. 5. November 2014, abgerufen am 6. November 2014.
  10. 2014 General Election Results - Unofficial Results. In: votecnmi.gov.mp. November 2014, abgerufen am 6. November 2014.