Maschinenfabrik Geipel

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ERMA Knall/Gas-Revolver EGR66X

Die Erfurter Maschinen- und Werkzeugfabrik Berthold Geipel GmbH (kurz ERMA) wurde 1922 von Berthold Geipel in Erfurt gegründet. Das Unternehmen stellte, wie die in den 1930er Jahren in Erfurt gegründeten Feinmechanischen Werke GmbH (kurz FEIMA), Karabiner und Maschinenpistolen her. Unter der Leitung des Waffenkonstrukteurs Heinrich Vollmer wurde bei ERMA die MP 38 und das Nachfolgemodell MP 40 entwickelt und produziert.

Die ERMA war in Erfurt in der Altonaer Straße 25, Gelände der Fachhochschule Erfurt, angesiedelt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich Erfurt in der sowjetischen Besatzungszone und ERMA musste die Tätigkeit einstellen. Ein Teil der Geipel-Familie zog nach Westen. In Dachau begann man 1948 für Präzifx Maschinenteile und Wälzlager instand zu halten.[1] 1952 folgte die Neugründung der Gesellschaft als „Erma Werke“. Das Fertigungsprogramm umfasste Waffen, Gleitlager und Maschinen.[2] Der Firmensitz befand sich in der Johann-Ziegler-Straße 13-15.[3] 1954 entwickelte ERMA für Interarmco ein Einstecklaufsystem für die Parabellumpistole. Die produzierten Faustfeuerwaffen wurden viele Jahre erfolgreich in den Vereinigten Staaten vertrieben. Eine schlecht laufende Kooperation mit dem amerikanischen Waffenhersteller Harrington & Richardson, verschärfter Wettbewerb sowie finanzielle Probleme brachten das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. 1997 meldeten Erma Werke Insolvenz an.[1]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freizeit-, Signal- und Verteidigungswaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erma EGP45 – Schreckschuss-Version der EP452 im Kaliber 8 mm
  • Erma EGP75 S (PTB 401) – Schreckschuss Kaliber 8 mm K
  • Erma EGR66 (PTB 162) – Nachbau des Smith & Wesson-Revolvers Modell 36 im Kaliber 9 mm Knall/Gas
  • Erma EGR66X (PTB 162/2) – wie EGR66, aber vollständig aus Edelstahl gefertigt
  • Erma ER77 – Nachbau des Smith & Wesson Revolvers Modell 19 im Kaliber 4 mm M20
  • Erma EGR77 – (PTB 233 und PTB 601) Schreckschuss-Version des ER77 im Kaliber 9 mm
  • Erma ER440 – Kompakter (J Rahmen) Revolver Kaliber .38 Special/5-schüssig aus Edelstahl.

Sportwaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erma EG 71, EG 71B und EG 712 – Unterhebelrepetierer im Kaliber .22 lfB
  • Erma EM1 oder EG M1, auch EG 70 – Kleinkalibergewehr im Stil des M1 Carbine im Kaliber .22 lr
  • Erma EP 452 – Pistole im Kaliber .22 lfB
  • Erma EP 457 – Pistole im Kaliber 7,65 mm Browning
  • Erma EP 459 – Pistole im Kaliber 9 mm kurz
  • Erma EP 552 – Pistole im Kaliber .22 lfB
  • Erma EP 652 – Pistole im Kaliber .22 lfB
  • Erma EP 752 - Pistole (im Stil einer Walther PPK) im Kaliber .22 lfB
  • Erma ER 777 – Revolver im Stil des Smith & Wesson Model 686 sechs Zoll im Kaliber .357
  • Erma EP 882 – Pistole
  • Erma ESP 85 AKleinkaliber-Sportpistole im Kaliber .22 lfB
  • Erma ERP 74 - Kaliber 4mm
  • Erma KGP55 – Pistole im Kaliber 8 mm k.
  • Erma KGP69 – Pistole im Stil der P 08 im Kaliber .22 lfB
  • Erma EG 294 - Gewehr

Polizei- und Militärwaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waffenteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wechselsystem im Kaliber .32 S&W long WC für die Erma ESP 85A
  • Erma SE08/2 – Selbstlade-Einstecksystem Kaliber .22 long Rifle (für Pistole 08 Kaliber 9 mm Para)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Erfurter Maschinenfabrik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ian Hogg, John Walter: Pistols of the World, Verlag David & Charles, 2004, ISBN 9780873494601 S. 107–109 [1]
  2. MM MaschinenMarkt, Band 78, Ausgabe 96, Teil 1972 - Ausgabe 104, Teil 1972 S. 454 [2]
  3. Erich Schmidt-Eenboom, Verlag Informationsbüro für Friedenspolitik, 1988, ISBN 9783924011116 S. 91 [3]


Koordinaten: 48° 15′ 32,7″ N, 11° 26′ 57,8″ O