Max Riccabona

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KZ-Jacke von Max Riccabona aus dem Konzentrationslager Dachau (Halbleinen; private Leihgabe, Vorarlberg Museum, Bregenz)

Max Riccabona (* 31. März 1915 in Feldkirch; † 4. Oktober 1997 in Lochau, Vorarlberg) war ein österreichischer Collagist, Autor und Rechtsanwalt.[1]

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Gottfried Eduard Riccabona war das erste Kind der Kaufmannstochter Anna Perlhefter (1885–1960) und Gottfried Riccabona (1879–1964). In seiner Jugend erkrankte er mehrmals schwer an Lungenentzündungen und musste einige Zeit in der Lungenheilstätte Gaisbühel und in Davos verbringen.[2] Nach der 1934 erfolgten Matura am Bundesgymnasium Feldkirch studierte er Rechtswissenschaften in Graz. Während dieses Studiums wurde er 1934 Mitglied der K.Ö.St.V. Traungau Graz.[3] Es folgten Sommerkurse in Paris, Cambridge, Perugia und Salamanca.[1] Von 1936 bis 1938 machte Riccabona eine Ausbildung an der Wiener Konsularakademie.[1] Eine Position im diplomatischen Dienst war ihm als Mischling durch die NS-Rassengesetzgebung verwehrt.[4] In Wien arbeitete er - laut eigenen unbelegten Angaben, welche er 1945 bei seiner Entlassung aus dem KZ-Dachau machte[5] - in konspirativen Zirkeln im Widerstand gegen den Nationalsozialismus mit und war - gleichfalls laut eigenen unbelegten Angaben - für den englischen Geheimdienst tätig.[1] Von 1939 bis 1940 war Riccabona zwei Monate in Paris und arbeitete dort - laut eigenen Angaben - für verschiedene Zeitungen.[1] 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen, machte den Frankreichfeldzug[5] als Soldat mit und wurde danach im selben Jahr Sonderführer im Stalag XVIIa (Kaisersteinbruch). Ende 1940 wurde er aus der Wehrmacht vermutlich wegen seiner – nach der zeitgenössischen Terminologie – "Wehrunwürdigkeit" als sogenannter „Halbjude[5] entlassen, Mitte 1941 in Wien verhaftet, und ins Polizeigefängnis Salzburg überstellt. Von 1942 bis 1945 im KZ Dachau[1], wo er dem Revierpersonal des KZ-Arztes Sigmund Rascher angehört hat und bis zur Befreiung des Konzentrationslagers inhaftiert blieb. Sein Vater schützte während der NS-Herrschaft seine sogenannt jüdische Ehefrau und deren sogenannt jüdischen Bruder vor den laufenden Ausgrenzungen und Schikanen und vor der Verschleppung und Ermordung im Osten, und war auch laufend mit finanziellen Bestechungen für seinen Sohn im KZ-Dachau aktiv, damit Max im KZ Funktionshäftling wurde und blieb, und damit überleben konnte.[5]

Nach Kriegsende kehrte Riccabona nach Vorarlberg zurück, wo er sich in der Widerstandsbewegung engagierte [1] und 1946 Vorsitzender der Österreichisch-demokratischen Freiheitsbewegung wurde. Er wurde mit Josef Böckle, Max Haller, Rudolf Högler und Claus Pack bekannt.[1] 1949 promovierte er an der Universität Innsbruck und trat als Rechtsanwaltsanwärter in die Kanzlei seines Vaters Gottfried Riccabona ein, der als langjähriger Präsident der Vorarlberger Rechtsanwaltskammer großes Ansehen genoss. Nach dessen Tod (1964) übte Riccabona noch bis 1967[1] den Beruf als Rechtsanwalt auf seine eigene Art aus:

„Aufgaben wie jene als schlecht bezahlter Pflichtverteidiger, die jeder Rechtsanwalt turnusmäßig übernehmen musste [...] begegnete er mit Schalk und Provokation, bis man ihn mit derlei Belästigung in Ruhe ließ. Oft und gerne erzählte er die Geschichte seiner letzten Pflichtverteidigung, als er einen LKW-Fahrer zu verteidigen hatte, der einen Radfahrer übersehen, niedergestoßen und verletzt hatte. Riccabona plädierte auf Freispruch, indem er auf die Paläontologie und Darwin verwies: Niemandem würde es einfallen, argumentierte er, einen Dinosaurier zur Verantwortung zu ziehen, wenn er irgendein Kriechtier zertreten hätte. Auch im Straßenverkehr sollte man, wie in anderen Lebensbereichen, das Recht des Stärkeren als Selektionsprinzip akzeptieren. Mit diesem Plädoyer hatte er sich zwar einer lästigen Pflicht auf Dauer entledigt und den Richter, einen ehemaligen Nationalsozialisten geärgert, zugleich aber seinen Ruf als seriöser Rechtsanwalt beschädigt. Aber darauf steuerte er ohnehin zu.[6]

Max Riccabonas Interesse galt der Kunst und der Literatur. Nach der Aufgabe seiner Kanzlei 1965 lebte er in einem Pflegeheim, im Mai 1967 wurde Riccabona teilweise entmündigt.[7] Er arbeitete journalistisch, schrieb Prosa und gestaltete Collagen. Sein Roman zur Figur des Dr. Halbgreyffer – ein unvollendetes Opus Magnum mit autobiografischen Zügen – erschien 1980 in Auszügen unter dem Titel „Bauelemente zur Tragikomödie des x-fachen Dr. von Halbgreyffer oder Protokolle einer progressivsten Halbbildungsinfektion“. Vor allem durch seine Berichte über seine – teils nur vorgeblichen – persönlichen Begegnungen mit James Joyce (1932), Joseph Roth (1939) und Ezra Pound (1959), seine Arbeit an seiner Tragikomödie des x-fachen Dr. von Halbgreyffer oder Protokolle einer progressivsten Halbbildungsinfektion sowie mit seiner Tätigkeit im monarchistischen Widerstand wurde Riccabona als Vorarlberger Original bekannt.

Riccabona war Mitglied in der Grazer Autorenversammlung und bei Literatur Vorarlberg.[1] Seine Geschichten fanden vor allem bei der Grazer- und Wiener Literaturszene großes Interesse und Zustimmung. Zu seinen literarischen Anhängern und Freunden zählen unter anderem Wolfgang Bauer, Manfred Chobot, Gerhard Jaschke, Reinhard Priessnitz und Hermann Schürrer.

Stand der biografischen Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahrzehnte lang haben nicht nur Riccabonas literarisch tätige Freunde, sondern selbst Vertreter der Literatur- und Geschichtswissenschaft die Berichte und Schilderungen des teilentmündigten Riccabona ungeprüft als Augen- und Zeitzeugenberichte übernommen und in Artikeln und Lexikoneinträgen als Tatsachen überliefert, obwohl ihr Wahrheits- bzw. Faktengehalt höchst fraglich war. Wesentliche Aspekte von Riccabonas Biografie wurden über Jahrzehnte nicht auf ihre Plausibilität und Wahrhaftigkeit überprüft, was der Vorarlberger Schriftsteller Kurt Bracharz immer wieder thematisiert hat:[8] „Sie sind allerdings meines Wissens nirgendwo belegt oder durch eine andere Person beglaubigt, jedenfalls nicht für die von Riccabona stets behauptete, insbesondere in der Beziehung zu Joseph Roth weitgehende freundschaftliche Intimität. In dem Essay-Band (= Johann Holzner und Barbara Hoiß (Hrsg.): Max Riccabona. Bohemien. Schriftsteller. Zeitzeuge.) werden Riccabonas diesbezügliche Berichte offenbar von den meisten Autorinnen und Autoren mehr oder minder fraglos akzeptiert.“[9]

Erste Korrekturen zu Riccabonas Biografie hat im Jahr 2001 die Vorarlberger Literaturwissenschaftlerin Petra Nachbaur angebracht und klargestellt, dass er weder Offizier noch von, geschweige denn Graf war, als welcher er sich 1939 Joseph Roth und dessen Pariser Freundes- und Bekanntenkreis vorgestellt hat. [10] [11] Nachbaur hat auch Riccabonas legendäre Tätigkeit für einen Geheimdienst hinterfragt: Riccabona spricht im Nachhinein von seinem Frankreichaufenthalt als gezieltem Einsatz 'als geheimer Kurier für eine tyrolisch monarchistische Widerstandsbewegung', diese Gruppe ist allerdings in den einschlägigen Archiven und Publikationen nicht dokumentiert.[11] Darüber hinaus hat sie dargelegt, dass Riccabona den Zeitraum seiner kurzen Bekanntschaft mit Joseph Roth im Lauf der Zeit verdoppelt und verdreifacht hat, um dieser und sich mehr Bedeutung beimessen zu können:

„Max Riccabona ist am 11. April [1939] in Paris angekommen. Am 27. Mai ist Joseph Roth gestorben, die Bekanntschaft beschränkt sich also auf eineinhalb Monate. In Briefen an [David] Bronsen und Ingeborg Sültemeyer versuchte Riccabona, diese Zeitspanne als länger darzustellen, wohl um sich mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen. Anfang März, heißt es bei ihm, gelegentlich sogar Anfang Februar sei er schon nach Paris gekommen. Soma Morgensterns Erinnerungen hingegen, der schreibt, dass Riccabona erst seit ein paar Wochen in der Stadt war, treffen wohl zu. Riccabona äußert in Briefen aus den sechziger Jahren sogar, gemeinsam mit Friederike Zweig als Nachlassverwalter von Joseph Roth vorgesehen gewesen zu sein.[11]

Später hat der Vorarlberger Historiker Werner Dreier Riccabonas Haftzeit im KZ Dachau untersucht und im Hinblick auf Riccabonas Zugehörigkeit zum Revierpersonal des KZ-Arztes Sigmund Rascher einige Aspekte gestreift, die bis dahin unbedacht geblieben sind:

„Wir wissen nicht, wie nahe der Häftling Max Riccabona bei den medizinischen Versuchen und den damit verbundenen Verbrechen war und wie lange. Schon gar nicht wissen wir, was er tat oder nicht tat. Wir wissen allerdings, unter welch schrecklichen Umständen er im KZ Dachau existierte und mit wem er zusammen war. Das lässt darauf schließen, dass er in Dachau furchtbare Dinge sah und geschehen lassen musste, dass er dabei war oder davon wusste - und dass er immer am eigenen Leben bedroht war. Fest steht, dass er nach 1945 im Gegensatz zu anderen Funktionshäftlingen nicht wegen Mittäterschaft belangt wurde.[5]

Eindeutig widerlegt ist inzwischen Riccabonas legendäre Begegnung mit dem irischen Schriftsteller James Joyce, die 1932 in Feldkirch stattgefunden und Riccabonas Leben und Werk besonders geprägt haben soll. Der Germanist Andreas Weigel konnte nachweisen, dass der damals 17-jährige Max Riccabona während jener drei Wochen, die Joyce im Sommer 1932 in Feldkirch verbrachte, selbst in der „Deutschen Heilstätte“ in Davos in stationärer Behandlung war, was durch Briefe und Postkarten verbürgt ist, die Riccabona damals seiner Mutter geschrieben hat, „weshalb die ihn nachhaltig prägende Begegnung mit Joyce getrost als Münchhausiade zu Grabe getragen werden kann“.[12] Auch Riccabonas Augenzeugenbericht, dass der Schriftsteller Stefan Zweig seinen Freund Joseph Roth noch ein paar Wochen vor dessen Tod in Riccabonas Beisein in Paris getroffen habe,[13] ist eine Erfindung, die von Andreas Weigel durch Dokumente (Briefwechsel zwischen Roth und Zweig sowie Zweigs damaligen Aufenthalt in England) zweifelsfrei widerlegt wurde.[14]

Begründete Zweifel bestehen auch bezüglich Riccabonas Tätigkeit im aktiven Widerstand gegen das NS-Regime: „Wenn es sich aber bei Riccabonas Widerstandstätigkeit um ein ähnliches Konstrukt wie seine Begegnung mit Joyce und seine Nottaufe für Roth handeln sollte, enthielte die Verleihung des Ehrenzeichens für Verdienste um die Befreiung Österreichs von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1979 an Max Riccabona schon eine gewisse Ironie“,[15] schließt Kurt Bracharz seinen Beitrag im Katalog zur Ausstellung des vorarlberg museums „Der Fall Riccabona“. Zwei Jahre zuvor hatte Bracharz anlässlich Riccabonas 100. Geburtstag eigens bei der Riccabona-Forschung nachgefragt, ob „es irgendeinen [...] Hinweis außerhalb von Riccabonas eigenen Erzählungen“ gebe, der Riccabonas aktive Widerstandstätigkeit belege.[16] Zudem erwähnt die Historikerin Brigitte Behal in Wolfgang Proskes Dokumentation über „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer“ „NS-Belastete im Bodenseeraum“[17] [18], dass Riccabona schon unmittelbar nach Ende der Nazi-Diktatur dem Feldkircher Juristen und Journalisten Theodor Veiter geholfen hat, seine braune Mitvergangenheit durch erfundene Widerstandshandlungen reinzuwaschen: Am 2. Oktober 1945 hat Riccabona in seiner Funktion als Landesobmann der Demokratischen Widerstandsbewegung, Landesleitung Vorarlberg, Theodor Veiters frei erfundene Tätigkeit im Widerstand bestätigt, indem er versicherte, „dass Veiter schon kurz nach dem Anschluss Österreichs der Wiener Widerstandsgruppe „W-Astra“ beigetreten sei und sich 1945 der „bewaffneten österreichischen Widerstandsgruppe Alois Hoch (Stellagarten) für den Kampf gegen die SS zur Verfügung“ gestellt habe“. Dies wirft laut Bracharz „ein neues Licht auf Riccabona, für dessen von ihm selbst vehement behauptete Spionage- und Widerstandstätigkeit es keinen einzigen Beleg gibt, wohl aber für seine Zeit als Sonderführer im Leutnantsrang im STALAG XVII A. Während Riccabona in seinem Büchlein mit Dachau-Erinnerungen „Auf dem Nebengeleise“, Innsbruck 1995, und in Gesprächen in jenen Jahren immer wieder über die Nazis und besonders über Hitler selbst herzog, war er also 1945 auch unter dem noch frischen Eindruck seiner Zeit in Dachau durchaus bereit gewesen, dem Ex-Nazi Veiter einen Persilschein auszustellen.“ [19]

Aufklärungsbedarf über Riccabonas (vermeintliche Widerstandstätigkeit sowie) seine Tätigkeit als Funktionshäftling des berüchtigten SS-Arztes Rascher stellte im März 2017 auch der Literaturwissenschaftler Thomas Rothschild in seiner Besprechung des Kataloges der Bregenzer Riccabona-Ausstellung fest:

„Kurt Bracharz [...] erwähnt [...] nicht nur, dass es keinen einzigen Beleg für Riccabonas aktiven Widerstand gegen die Nationalsozialisten gebe, sondern auch - mit Verweis auf eine Publikation von Werner Dreier, was Alfons Dür und Nikolaus Hagen weiter vorn ausführlicher, aber vorsichtiger formuliert haben -, worüber Riccabona selbst aber stets geschwiegen hat, nämlich, "dass er Funktionshäftling bei dem berüchtigten SS-Arzt Dr. Rascher gewesen war, der Menschenversuche zu den Themen Unterdruck und Unterkühlung durchgeführt hatte". Da wäre, bei aller Sympathie für Riccabonas Vorliebe für Mystifikationen, Aufklärungsbedarf vorhanden - nicht, um einer wohlfeilen moralischen Beurteilung willen, sondern für die Deutung menschlicher Widersprüche und der Mechanismen, mit denen man sich und die Welt belügt. Es müsste doch an der Zeit sein, die Verwicklung in Schuld verstehen zu können, ohne sie zu relativieren..[20]

Riccabona lebte nach der im Mai 1967 erfolgten Entmündigung bis zu seinem Tod in einem Heim in Lochau.[1]

Anerkennungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Riccabona veröffentlichte auch unter den Pseudonymen „Spectator alpinus“[21] bzw. „Eduard von Hochpruck“[22].
  • Übersetzungen der Autoren Ezra Pound, Henry de Montherlant, Ives Becker.[1]
  • Bauelemente zur Tragikomödie des x-fachen Dr. von Halbgreyffer oder Protokolle einer progressivsten Halbbildungsinfektion (1980).
  • Poetatastrophen (Herausgegeben von Wilhelm Meusburger und Helmut Swozilek) (1993).
  • Max Riccabona: Auf dem Nebengeleise. Erinnerungen und Ausflüchte. Herausgegeben von Ulrike Längle (1995).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vorarlberger Landesmuseum: Max Riccabona. Katalog herausgegeben von Wilhelm Meusburger und Helmut Swozilek. Bregenz. 21. Juni bis 3. September 1989.
  • Johann Holzner und Barbara Hoiß (Hrsg.): Max Riccabona. Bohemien. Schriftsteller. Zeitzeuge (2006) (= Edition Brenner-Forum, Bd. 4).
  • Andreas Weigel: Max Riccabonas erfundene Begegnung mit James Joyce. Erforderliche Korrektur einer zweifelhaften Zeitzeugenschaft. In: „miromente“. Nr. 25. September 2011. S. 34–44.
  • Andreas Weigel: Max Riccabonas "James Joyce"-Münchhausiaden. Berichtigung seiner zweifelhaften Zeitzeugenschaft. In: Rheticus. Schriftenreihe der Rheticus-Gesellschaft. Nr.55 (2012). S. 92–107.
  • Kurt Bracharz: Max Riccabonas Geburtstag jährt sich zum hundertsten Mal – Eine Frage an die Riccabona-Forschung. In: Kultur. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft. Dezember 2014/Jänner 2015. S. 72–76.
  • Peter Melichar und Nikolaus Hagen (Hrsg.): Der Fall Riccabona. Eine Familiengeschichte zwischen Akzeptanz und Bedrohung (vorarlberg museum Schriften 22), Böhlau Verlag – Wien, Köln, Weimar, Bregenz 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o Kurzbiografie und Quellen, S. 259–260. In: Susanne Fink, Cornelia Rothmund: Bildende Kunst in Vorarlberg. 1945–2005. Biografisches Lexikon. Vorarlberger Landesmuseum, Kunsthaus Bregenz, Bucher-Verlag, Hohenems 2006, ISBN 978-3-902525-36-9. Der Beitrag enthält zahlreiche direkt von Max Riccabona stammende biografische Behauptungen, von denen die meisten bislang ungeprüft blieben sowie einige inzwischen zweifelsfrei widerlegt wurden.
  2. Peter Melichar und Nikolaus Hagen (Hrsg.): Der Fall Riccabona. Eine Familiengeschichte zwischen Akzeptanz und Bedrohung (vorarlberg museum Schriften 22), Böhlau Verlag – Wien, Köln, Weimar, Bregenz 2017
  3. Max Riccabona: Auf dem Nebengeleise. Erinnerungen und Ausflüchte. S. 108.
  4. Peter Melichar und Nikolaus Hagen (Hrsg.): Der Fall Riccabona. Eine Familiengeschichte zwischen Akzeptanz und Bedrohung (vorarlberg museum Schriften 22), Böhlau Verlag – Wien, Köln, Weimar, Bregenz 2017
  5. a b c d e Werner Dreier: Max Riccabona im KZ Dachau. Worüber er nicht schreiben konnte. Zuerst erschienen in: Johann Holzner und Barbara Hoiß (Hrsg.): Max Riccabona. Bohemien. Schriftsteller. Zeitzeuge (2006). S. 41–50.
  6. Meinrad Pichler: Vom angehenden Diplomaten zum ausschweifenden Literaten. In: Johann Holzner und Barbara Hoiß (Hrsg.): Max Riccabona. Bohemien. Schriftsteller. Zeitzeuge (2006), S. 31–40. In einer Anmerkung hält Meinrad Pichler fest, dass Riccabona ihm diese Anekdote in den 1970er Jahren erzählt habe. Ohne den Nachweis durch allfällige Gerichtsakten bzw. Zeitungsgerichtssaalberichte ist möglicherweise auch diese Geschichte bloß eine weitere Münchhausiade.
  7. „Tabellarischer Lebenslauf“. In: Johann Holzner und Barbara Hoiß (Hrsg.): Max Riccabona. Bohemien. Schriftsteller. Zeitzeuge (2006). S. 253–255.
  8. Kurt Bracharz: metasuperMAXimal. In: Kultur. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft. Nr. 7 (1989). S. 7.
  9. Kurt Bracharz: „… in seinem Kern nicht so gewaltig.“ In: „Miromente“. Nr. 7 (2007). S. 15ff. S. 16.
  10. Soma Morgenstern: Brief an Max Riccabona. 30. Dezember 1963.
  11. a b c Petra Nachbaur: Tischgespräch übern Atlantik? Soma Morgenstern und Max Riccabona – zwei Briefe. In: Exil. Forschung. Erkenntnisse. Ergebnisse. Nr. 2 (2001). S. 74–81.
  12. Andreas Weigel: Max Riccabonas erfundene Begegnung mit James Joyce. Erforderliche Korrektur einer zweifelhaften Zeitzeugenschaft In: „miromente“. Nr. 25. September 2011. S. 34–44.
  13. „Ich erinnere mich an einen kurzen Besuch Stefan Zweigs, welcher sagte: ‚Ja, wenn ich so gut schreiben könnte wie Du.‘ Er gab die dichterische Überlegenheit Roths vor allen am Tisch Anwesenden zu.“ (Max Riccabona: „Alphonse, un Pernod sʼil vous plaît ...“. Aus den letzten Tagen von Josef [sic!] Roth. In: „St. Galler Tagblatt“. Sonntag, 10. August 1969. Feuilleton. Sonntagsbeilage. Nr. 370. S. 7.) Riccabonas Beitrag wurde wenig später leicht geändert in der „FAZ“ nachgedruckt: „Ich erinnere mich an einen kurzen Besuch Stefan Zweigs und an den einen Satz Zweigs ‚Ja, wenn ich so gut wie du schreiben könnte ....‘ Er gab die dichterische Überlegenheit Roths vor allen am Tisch Anwesenden zu.“ (Max Riccabona: Herr Roth im Café Tournon. Erinnerungen aus den letzten Tagen Joseph Roths. In: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom 10. September 1969. Feuilleton. S. 32.)
  14. Andreas Weigel: Max Riccabonas "James Joyce"-Münchhausiaden. Berichtigung seiner zweifelhaften Zeitzeugenschaft. In: Rheticus. Schriftenreihe der Rheticus-Gesellschaft. Nr.55 (2012). S.92-107. S.105.
  15. Kurt Bracharz: Max Riccabona. L’homme 100 têtes. In: Peter Melichar und Nikolaus Hagen (Hrsg.): Der Fall Riccabona. Eine Familiengeschichte zwischen Akzeptanz und Bedrohung (Wien, Köln, Weimar, Bregenz 2017). S. 470-484. S. 484.
  16. Kurt Bracharz: Max Riccabonas Geburtstag jährt sich zum hundertsten Mal – Eine Frage an die Riccabona-Forschung. In: Kultur. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft. Nr. 10. Dezember 2014/Jänner 2015. S. 72–76. S. 74.
  17. Wolfgang Proske: NS-Belastete aus dem Bodenseeraum.
  18. Siehe Brigitte Behal: Der Feldkircher Jurist Theodor Veiter – katholisch und deutsch-national. Hintergründe einer österreichischen Karriere 1929-1994 sowie Brigitte Behal: „Kontinuitäten und Diskontinuitäten deutschnationaler katholischer Eliten im Zeitraum 1930 -1965“ Ihr Weg und Wandel in diesen Jahren am Beispiel Dr. Anton Böhms, Dr. Theodor Veiters und ihrer katholischen und politischen Netzwerke.
  19. Kurt Bracharz: Spricker. In: Kultur. Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft. Oktober 2016. S. 72ff. S.72.
  20. Thomas Rothschild: Der Jurist als Schelm. In: Die Presse, Spectrum. 4. März 2017, S. 41.
  21. Armin Eidherr: Riccabona, Max. Lexikoneintrag.
  22. Petra Nachbaur: Max Riccabona. Biografischer Abriss.