Maxingvest

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maxingvest ag
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz Hamburg, Deutschland

Leitung

Mitarbeiter 29.712 (2014)[1]
Umsatz 9.663 Mio. Euro (2014)[1]
Website www.maxingvest.de

Die Maxingvest AG (Eigenschreibung maxingvest ag; ehemals Tchibo Holding AG) mit Sitz in Hamburg ist die Dachgesellschaft der operativ tätigen Teilkonzerne Tchibo GmbH und Beiersdorf AG.

Als Managementholding überwacht und lenkt die Maxingvest ihre Tochterunternehmen. An der Tchibo GmbH hält die Maxingvest 100 Prozent des Kapitals, an der Beiersdorf AG kontrolliert sie mittel- und unmittelbar über 50 Prozent der Stimmrechte (Stand: 31. Dezember 2014). Daneben hält Maxingvest überwiegend vermögensverwaltende Tochtergesellschaften.

Der Unternehmensname verweist auf das Gründerpaar Max und Ingeburg Herz. Das Unternehmen befindet sich vollständig im Eigentum der Familie Herz.

Geschichte[Bearbeiten]

In den ersten Jahren deckt sich die Geschichte mit der des Tchibo-Konzerns: Max Herz und Carl Tchilling-Hiryan gründeten 1949 die Tchibo GmbH. Der Markenname Tchibo entstand aus dem Namen Tchilling und dem Wort Bohne.[2] Die beiden Gründer hatten die Idee, Kaffee per Post zu versenden. Max Herz leitete das Unternehmen bis zu seinem Tod im Jahr 1965. Nach dem Tod seines Vaters führte ab 1965 Günter Herz das Unternehmen weiter.

Tchibo erwarb 1974 eine Minderheitsbeteiligung an der Beiersdorf AG und 1980 die Mehrheitsbeteiligung an der Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH. Durch diese Beteiligungsgeschäfte erreichte Tchibo eine höhere Diversifikation, handelte sich mit Reemtsmas Brauereibeteiligungen allerdings auch unrentable Geschäftsfelder ein.[3]

1988 wandelte sich die Tchibo Frisch-Röst-Kaffee AG in die Tchibo Holding AG (heute Maxingvest) um und gliederte das Kaffee-Geschäft in die neu gegründete hundertprozentige Tochter Tchibo Frisch-Röst-Kaffee GmbH aus.

2001 übernahm Ludger Staby den Vorstandsvorsitz der Tchibo Holding von Günter Herz und erhöhte die Beteiligung an der Beiersdorf AG[4]; die Geschwister Günter und Daniela Herz schieden in der Folge aus und verkauften ihre Anteile an ihre Geschwister Michael und Wolfgang.

2003 verkaufte Tchibo seine Beteiligung an der Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH an die Imperial Tobacco. In der Folge kaufte Tchibo von der Allianz deren 44-Prozent-Anteil an Beiersdorf. Der Kaffee-Konzern überbot damit den Beiersdorf-Konkurrenten Procter & Gamble, der ebenfalls auf die Allianz-Anteile geboten hatte. Dies wurde von Hamburger Politikern begrüßt, die den Verkauf des erfolgreichen Hamburger Unternehmens Beiersdorf befürchtet hatten und Tchibo beim Kauf unterstützten.

Am 5. Juli 2007 benannte sich die Tchibo Holding durch Mehrheitsbeschluss der Hauptversammlung in Maxingvest um.[5] Dies geschah vorrangig, um durch den Namenswechsel die Funktion der Dachgesellschaft mehr zu betonen.

Im Januar 2013 nahm die Gruppe im Ranking der 500 größten Familienunternehmen Deutschlands der Zeitschrift Wirtschaftsblatt den 16. Platz ein.[6]

Aktionäre[Bearbeiten]

Die Anteile an Maxingvest verteilen sich wie folgt auf die Familie Herz:[7]

Beteiligungen[Bearbeiten]

Als „wesentliche Gesellschaften“ des Maxingvest-Konzerns weist Maxingvest folgende per 31. Dezember 2014 aus:[1]

  • Tchibo (2014: 3.377 Mio. Euro Umsatz, 12.500 Mitarbeiter)
    • Tchibo GmbH, Hamburg (100 %)
    • Eduscho (Austria) GmbH, Wien, Österreich (100 %)
    • Tchibo Schweiz AG, Winterthur, Schweiz (100 %)
    • Tchibo Coffee Service GmbH, Hamburg (100 %)
  • Beiersdorf (2014: 6.285 Mio. Euro Umsatz, 17.157 Mitarbeiter)
    • Beiersdorf AG, Hamburg (50,69 % der Stimmrechte, davon 50,46 % mittelbar über eine zu 82,5 % besessene Beteiligungsgesellschaft und 0,23 % unmittelbar = 41,86 % am Kapital)
    • Beiersdorf Ges GmbH, Wien (Tochtergesellschaft von Beiersdorf)
    • La Prairie Group Deutschland GmbH, Baden-Baden (Tochterunternehmen von Beiersdorf)
    • Tesa SE, Hamburg (Tochtergesellschaft von Beiersdorf, bildet dort einen unabhängig geführten Teilkonzern)

Darüber hinaus hält Maxingvest zahlreiche weitere Beteiligungen, unmittel- und mittelbar.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Geschäftsbericht 2014 der Maxingvest AG, abgerufen am 23. September 2015 (PDF; 2,1 MB).
  2. Kaffee-Historie: die Geschichte des Kaffees bei Tchibo
  3. Besonders bitter -DER SPIEGEL 49/1984
  4. Gunhild Freese: Wenn Geschwister mit Milliarden spielen. In: Die Zeit, Nr. 12/2002, 14. März 2002, S. 29.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Formatmaxingvest AG: maxingvest ag: Der neue Name der Tchibo Holding AG. 6. Juli 2007, abgerufen am 20. Juli 2010.
  6. Die größten Familienunternehmen in Deutschland. In: Wirtschaftsblatt. Abgerufen am 29. Oktober 2013 (PDF; 307 kB).
  7. Tchibo-Familie Herz organisiert ihre Unternehmen neu. In: Handelsblatt, 11. Februar 2009. Abgerufen am 24. September 2015.