Mediengruppe Klambt

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Mediengruppe Klambt
Logo der Mediengruppe Klambt
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1843
Sitz Speyer, Deutschland

Leitung

  • Lars Joachim Rose: Verleger
  • Kai Rose: Geschäftsführender Gesellschafter
  • Kay Labinsky: Geschäftsführer
Mitarbeiter Ca. 650 (2009)
Umsatz > 100 Mio. EUR (2009)
Branche Medien
Produkte Zeitschriften, Beteiligungen, Versicherungsgeschäft, Corporate Publishing, IT ServicesVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.klambt.de

Die Mediengruppe Klambt (bis 2009: Verlagsgruppe Klambt) ist ein deutscher Medienkonzern. Neben dem Mediengeschäft gehört auch die Versicherungsgeneralagentur Klambt & Endres zum Unternehmen.

Der Konzern erwirtschaftete 2004 einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro und beschäftigte rund 450 Menschen. Die Mediengruppe ist zu 80 Prozent in Besitz der Verlegerfamilie Rose, welche diese auch als Geschäftsführende Gesellschafter zusammen mit Kay Labinsky leitet. Die restlichen Anteile der Mediengruppe Klambt hält die Familie Muscate.

Im März 2009 änderte sich die Firmierung von Verlags- in Mediengruppe Klambt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ursprung des Konzerns geht auf die Zeitschrift Der Hausfreund zurück, die 1843 im schlesischen Neurode vom Buchhändler Wilhelm Wenzel Klambt gegründet wurde. Die Verlagsgruppe bezeichnet sich daher selbst als „einer der ältesten deutschen Publikumsverlage[1].

Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ sich der Verlag in Speyer nieder, wo er noch heute seinen Verwaltungs- und Hauptsitz hat. Die Redaktionen haben ihren Sitz in Baden-Baden, ebenso der Sonnenverlag, der zu 95 Prozent in Besitz der Verlagsgruppe Klambt ist. Der Verlag hat sich im Printmediengeschäft vor allem auf das Marktsegment der „unterhaltenden Frauenzeitschriften“ spezialisiert, wo seine Titel insgesamt einen Marktanteil von 9 Prozent erreichen.

Der Hausfreund für alle Stände[Bearbeiten]

Das Erscheinen von Der Hausfreund im Jahr 1843 war für die Bürgerschaft Neurodes eine kleine Sensation und lieferte über Tage und Wochen ausgiebigen Gesprächsstoff. Hier fanden sich kirchliche Nachrichten sowie Kleinanzeigen ortsansässiger Kaufleute. Auch Wilhelm Wenzel Klambt wies auf seine von ihm verfasste Stadtchronik hin. Die anderen Seiten waren gefüllt mit Lesestoff. Derb und packend geschrieben, entsprach er dem Geschmack der Zeit.

Im Verlauf der 40 Jahre wuchs das Interesse an politischen Vorgängen. Auch W. W. Klambt bezog mutig Stellung zu aktuellen politischen Fragen. Seine Ausführungen wurden von Feind wie Freund gleichermaßen aufmerksam gelesen. Die Stimme Klambts und damit die des Hausfreunds bekam Gewicht.

1848 erscheint der Hausfreund in einer modernen Aufmachung. Herausgegeben wurde diese nun von "W. W. Klambt Druck und Verlag der Redaktion". Von nun an war der Weg zur Mediengruppe Klambt geebnet. Die Mediengruppe Klambt ist heute nicht nur ein Verlag, sie ist vielmehr ein weit verzweigtes Medienunternehmen mit Geschäftsverbindungen bis ins Ausland.

Geschäftsfelder[Bearbeiten]

Die Mediengruppe Klambt gibt etwa 50 verschiedene Zeitschriftentitel im In- und Ausland heraus. Zum Angebot zählen sieben wöchentliche Frauenzeitschriften, das People Magazin OK!, Rätselzeitschriften sowie Koch- und Backzeitschriften.

Neben mehreren Publikumsverlagen gehören auch der Bereich Druckvorstufe sowie eine bundesweit tätige Versicherungsgeneralagentur zur Unternehmensgruppe. Zudem hält die Mediengruppe Beteiligungen an Pressevertrieben, privaten Rundfunksendern, in Verlag GmbH & Co. KG und der Freizeit Woche GmbH & Co. KG.

Seit 24. August betreibt die Mediengruppe Klambt ein eigenes soziales Netzwerk nur für Tiere: My Social Petwork[2].

Zeitschriftentitel[Bearbeiten]

Frauenzeitschriften
Frisuren
  • Die Neue Frau-Frisuren
  • Lea – Coiffure nouvelle
  • Lea Frisuren
  • Lea New Look
  • Lea Nuevo Look
  • Lea Nuovo Look
  • Welt der Frau-Frisuren
Küche
  • Backen für Weihnachten
  • Backen im Frühling
  • Backen nach Großmutters Art
  • Cuisine sympa
  • Die besten Obstkuchen
  • Die schönsten Backrezepte
  • Frühlings-Feste
  • Grillen & Party
  • Herbst-Feste
  • Lea – Schnelle Küche
  • Lea – AsiaKüche
  • Lea – Urlaubs-Küche
  • Nostalgie Backen
  • Omas Lieblingsrezepte
  • Pâtisserie façon grand-mère
  • Rezepte mit Pfiff
Astrologie
  • Astro
  • Astrogramm
  • Mein Horoskop
  • Meine Sternstunden
Rätsel
  • Extra
  • Freizeit & Rätselmagazin
  • Frühlings-Rätsel
  • Gewinn-Rätsel Spaß
  • Gewinnen Sie
  • Gewinnrätsel
  • Glücks-BOX
  • Glückspilz
  • Herbst-Rätsel
  • Rätsel & Freizeit
  • Rätsel & Gesundheit
  • Rätsel 2008
  • Rätsel König
  • Rätsel mit Pfiff
  • Rätsel Prinz
  • Sommer-Rätsel
  • Weihnachtsglück
  • Winter-Rätsel
  • Volks-Rätsel
Sonstige
  • Adel aktuell
  • Die Neue Frau
  • Ingrid – Maschen für die Familie
  • Ingrid – Stricken für Kinder
  • Ingrid – Unser Baby
  • Mein Glück
  • neue Gesundheit
  • Stars und Melodien
  • Liebes Land
Ausland
  • Lea Coiffure – nouvelle (Frankreich)
  • Lea – Nuevo Look (Spanien)
  • Lea – Nuovo Look (Italien)

Beteiligungen[Bearbeiten]

Der Konzern hält Anteile an verschiedenen deutschen Medienunternehmen:

Gerichtsprozesse[Bearbeiten]

Im September 2003 titelte das Blatt Die neue Frau mit der Behauptung, Victoria von Schweden habe von ihrem Vater eine Insel als „Liebesnest“ geschenkt bekommen. Nach einer Klage der Prinzessin vor dem Landgerichts Frankenthal einigte sich der Verlag mit dem Klägeranwalt auf den Abdruck einer Gegendarstellung auf der Titelseite. Das ebenfalls zur Verlagsgruppe Klambt gehörende Blatt Woche der Frau hatte drei Wochen darauf von einer angeblich bevorstehenden Liebeshochzeit der Prinzessin mit Prinz Nikolaus von Griechenland berichtet. Auch die Woche der Frau dementierte nach dem Vergleich auf der Titelseite.

Am 24. November des Jahres 2004 kündigte das schwedische Königshaus eine weitere Klage gegen die Verlagsgruppe Klambt an. Es geht um 500 Titelbilder und 1.558 Einzelforderungen; ein Gutteil der inkriminierten Berichterstattung erschien bei Die neue Frau. Schwedische Medien berichteten, insgesamt fordere das Königshaus eine Schadensersatzsumme von 4,4 Millionen Euro.

Im März 2005 kündigte das schwedische Königshaus eine weitere Klage gegen die Verlagsgruppe Klambt an. Im Juli 2009 sprach das Hamburger Oberlandesgericht der Schwedischen Krone in dieser Sache schließlich einen Schadenersatz in Höhe von 400.000 Euro zu. Begründet wurde dieser mit einer über Jahre hinweg erfundenen Berichterstattung und damit einhergehenden, laut Gericht "rücksichtslosen" Verletzungen des Persönlichkeitsrechts der Prinzessin Madeleine.[3][4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berliner Zeitung
  2. FAZ - Klambt startet Digitales Netzwerk für Tiere
  3. Die Zeit
  4. FTD (Version vom 3. September 2012 im Webarchiv Archive.today)