Men in Black (Verschwörungstheorie)

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Traditionelle Darstellung eines "Man in Black"

Als Men in Black (meist abgekürzt mit MIB oder M.I.B.) bezeichnet vor allem die Ufologie eine moderne Sage von hochgewachsenen Männern (seltener Frauen) in schwarzen Anzügen. Sie sollen Zeugen angeblicher Ufo-Sichtungen zu Hause aufsuchen und zum Stillschweigen verpflichten. Im deutschen Sprachraum ist die eingedeutschte Bezeichnung „Männer in Schwarz“ geläufig.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast alle Berichte angeblicher Zeugen beschreiben die „Männer in Schwarz“ gleich: hochgewachsen, schlank, mit dunkel getönter Haut und in pechschwarze Anzüge gekleidet. Sie tragen weiße Hemden, weiße (seltener schwarze) Handschuhe, schwarze, breit gekrempte Hüte und schwarze Schuhe. In manchen Fällen tragen sie schwarze Sonnenbrillen. Oft wird berichtet, dass die „Männer in Schwarz“ einander verblüffend gleichen, wenn sie zu mehreren erscheinen.

Auftreten und Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den meisten Fällen wird das Auftreten der „Männer in Schwarz“ als kalt, arrogant und bedrohlich beschrieben. Die Männer suchen ihre Opfer zu Hause auf, geben sich bevorzugt als Agenten der CIA oder einer anderen staatlichen Behörde aus und schüchtern ihr Opfer gekonnt ein. Der Ufo-Zeuge wird, meist recht eindringlich, dazu ermahnt, nichts von dem zu erzählen, was er bei der Ufo-Sichtung gesehen und gehört hat. Danach verlassen sie das Haus und fahren in ihrem (ebenfalls pechschwarzen) Auto davon.[1]

Ursprung des Mythos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung des Mythos ist am ehesten in der Zeit zu suchen, in der die ersten Berichte über „Männer in Schwarz“ veröffentlicht wurden. Während des kalten Krieges wurden in den USA in der Tat in Schwarz gekleidete Regierungsbeamte unterschiedlicher Behörden dazu angehalten, Zeugen angeblicher Ufo-Sichtungen aufzusuchen, um möglicherweise unerlaubt gesammeltes, für die Öffentlichkeit ungeeignetes Material zu beschlagnahmen.[2][3]

Der erste öffentliche Bericht über „Männer in Schwarz“ stammt von dem Ufologen Albert K. Bender aus dem Jahr 1953. Bender behauptet, in seinem Heim von drei schwebenden, in Schwarz gekleideten Humanoiden besucht worden zu sein. Diese hätten ihn davor gewarnt, mit seinem Wissen über Ufos an die Öffentlichkeit zu gehen.[4]

Skeptiker betrachten die Berichte über „Männer in Schwarz“ als ein Phantasieprodukt der vorgeblichen Ufo-Zeugen, die damit angeblich verschwundenes Beweismaterial zu erklären versuchen. Die Skeptiker verweisen dabei auf die Ähnlichkeit der „Männer in Schwarz“-Berichte mit denen über angebliche engelsgleiche Ufonauten, nur dass die „Männer in Schwarz“ die Rolle der Bösewichte übernehmen.[2]

Rezeptionen und Parodien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Judit Laczkó: UFOs und Außerirdische: Eine religionssoziologische Untersuchung des Milieus um das Phänomen der fliegenden Untertassen. diplom.de-Verlag, ISBN 3-8324-2327-3. books.google
  • Arthur Goldwag: Cults, Conspiracies, and Secret Societies: The Straight Scoop on Freemasons, the Illmuniati, Skull & Bones, Black Helicopters, the New World Order, and Many, Many More. Vintage Books, New York 2009, ISBN 0-307-45666-8. books.google S. 154 ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jerome Clark: The UFO Encyclopedia, Bd. 3. Seite 317–318.
  2. a b Walter Hain: SAETI. Seite 243.
  3. Judit Laczkó: UFOs und Außerirdische. Seite 70.
  4. Arthur Goldwag: Cults, Conspiracies, and Secret Societies. Seite 159 books.google.