Michaela Noll

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Michaela Noll (2012)

Michaela Noll (geborene Tadjadod; * 24. Dezember 1959 in Düsseldorf) ist eine deutsche Politikerin (CDU) und Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit dem 19. Januar 2017 ist sie eine der sechs Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noll ist Tochter einer deutschen Mutter und des später aus dem Iran geflohenen Bankiers und ehemaligen Wirtschaftsministers Mostafa Tadjadod in der Regierung Mohammad Reza Pahlavis[2]. Aufgewachsen ist Michaela Tadjadod bei ihren Großeltern in einem Soldatenhaushalt im Rheinland. [3] 1991 bekam sie einen Sohn mit einem Rechtsanwalt, ihrem ersten Ehemann. 2002 heiratete sie ein zweites Mal und nahm kurz nach ihrer Wahl zur Bundestagsabgeordneten den Namen Noll an [2].

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrem Abitur 1980 am Mataré-Gymnasium in Meerbusch absolvierte sie von 1981 bis 1982 eine Ausbildung zur Dolmetscherin für die Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch. 1982 begann sie ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität zu Köln und an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Im Jahr 1987 legte sie ihr erstes und im Dezember 1991 ihr zweites juristisches Staatsexamen ab. Von 1994 bis 2002 war sie Referentin der Frauen-Union der CDU-NRW in Düsseldorf, seit 2001 ist sie als Rechtsanwältin zugelassen. Sie ist römisch-katholisch.

Parteilaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noll gehört dem Vorstand des CDU-Kreisverbandes Mettmann und von 2010 bis 2012 dem Landesvorstand der CDU Nordrhein-Westfalen an. Von 1994 bis 2002 war sie als Referentin für die Frauen-Union tätig.

Abgeordnetentätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noll zog nach der Bundestagswahl 2002 über die Landesliste der CDU NRW und 2005 als direkt gewählte Abgeordnete in den Bundestag ein. Bei der Bundestagswahl 2005 erhielt sie in ihrem Wahlkreis Mettmann I 47,3 % (+5 Prozentpunkte) der Erststimmen. Diesen Erfolg wiederholte sie 2009, indem sie sich mit 44,4 % (–2,9 %p) gegenüber Peer Steinbrück (33,8 %) durchsetzte.[3] Auch 2013 zog Michaela Noll als direkt gewählte Abgeordnete in den Deutschen Bundestag ein. Sie erhielt 49,5 % der Erststimmen; die CDU erhielt 43 % der Zweitstimmen.

Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion war Michaela Noll von 2002 bis 2013 Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, im Ältestenrat sowie im Richterwahlausschuss. Bis 2009 war sie zudem in der Kinderkommission des Deutschen Bundestages aktiv. Zu Beginn der 17. Legislaturperiode wurde sie von ihren Fraktionskollegen als ihre Justiziarin gewählt. Am 1. April 2010 wurde ihr das Amt der Parlamentarischen Geschäftsführerin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion anvertraut. Bestätigt wurde sie in diesem Amt am 13. Januar 2014. Als Parlamentarische Geschäftsführerin war sie Mitglied im Fraktionsvorstand und im Ältestenrat des Deutschen Bundestages. Seit dem 4. November 2010 ist sie stellvertretende Vorsitzende der CDU im Kreis Mettmann.[4]. Von 2014 bis Januar 2017 war sie ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss. Aktuell ist sie ordentliches Mitglied im Wahlausschuss und im Ältestenrat[5] und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie im Rechtsausschuss. Zudem ist sie seit dem 19. Januar 2017 Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages [1].

Im Bundestag stimmte sie gegen die Gleichgeschlechtliche Ehe. [4]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noll ist ordentliches Mitglied im Wahlausschuss sowie im gemeinsamen Ausschuss von Bundesrat und Bundestag. Auch gehört sie als stellvertretendes Mitglied der Parlamentarische Versammlung der NATO (North Atlantic Treaty Organisation) und der CDU-Arbeitsgruppe Kommunalpolitik an. Zudem ist sie Mitglied in verschiedenen Parlamentariergruppen: Mitglied der Deutsch-Schweizerischen Parlamentariergruppe, Mitglied der Deutsch-Slowenische, Parlamentariergruppe, Mitglied der Deutsch-Australisch-Neuseeländischen Parlamentariergruppe und Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag

Sonstiges Engagement, Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michaela Noll ist Präsidentin des Förderkreises ZNS Langenfeld e. V., der durch das ZNS Sommerfest in Langenfeld die ZNS – Hannelore Kohl Stiftung finanziell unterstützt,[6]. Sie ist weiterhin Schirmherrin des Franziskus-Hospiz Hochdahl, Erkrath[7][8], des Zündstoff/2. Chance, Erkrath,[9][10][11] und von Kipkel Haan.

Am 14. Dezember 2016 händigte Bundestagspräsident Norbert Lammert Michaela Noll in Berlin das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus, das Bundespräsident Gauck ihr in Anerkennung ihrer parlamentarischen Tätigkeit im Deutschen Bundestag und ihres weitgehenden gesellschaftspolitischen Engagements verliehen hat [2].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Michaela Noll – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. bundestag.de 19. Januar 2017
  2. a b http://www.das-parlament.de/2010/49/MenschenMeinungen/32611780/311294
  3. Hoffnungsträger vor, Nervensägen zurück, cicero.de, abgerufen am 1. Juli 2017
  4. http://www.bundestag.de/parlament/plenum/abstimmung/abstimmung?id=486#url=L2FiZ2VvcmRuZXRlMTgvYmlvZ3JhZmllbi9OL25vbGxfbWljaGFlbGEvMjU4ODA2P3N1YnZpZXc9bmE=&mod=bt-namentliche-abstimmungen