Mijoux

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Mijoux
Wappen von Mijoux
Mijoux (Frankreich)
Mijoux
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Ain
Arrondissement Gex
Kanton Thoiry
Gemeindeverband Pays de Gex
Koordinaten 46° 22′ N, 6° 0′ OKoordinaten: 46° 22′ N, 6° 0′ O
Höhe 866–1.614 m
Fläche 22,00 km2
Einwohner 336 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 15 Einw./km2
Postleitzahl 01410
INSEE-Code
Website www.mijoux.fr

Dorfzentrum

Mijoux ist eine Gemeinde im französischen Département Ain in der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mijoux liegt auf 992 m, sechs Kilometer nordwestlich von Gex und etwa 22 km nordnordwestlich der Stadt Genf (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im französischen Jura im Längstal Combe de Mijoux, das von der Valserine entwässert wird, am Nordfuß des Passübergangs Col de la Faucille. Es bildet zusammen mit der Nachbargemeinde Lélex das Wintersportgebiet Monts Jura.

Die Fläche des 22 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Hochjuras. Als schmaler Streifen gehört ein großer Teil des linken (südöstlichen) Talhangs der Combe de Mijoux zur Gemeindefläche. Dieser Hang ist überwiegend bewaldet, weist eine starke Neigung auf und wird teilweise von Felsbändern durchzogen. Im Bereich des Col de la Faucille (1320 m) und den südwestlich angrenzenden Petit Montrond (1534 m) und Mont Rond (mit 1596 m die höchste Erhebung von Mijoux) verläuft die Grenze entlang der Wasserscheide auf dem Kamm. Ansonsten ist sie gegen Mijoux hin verschoben und liegt oberhalb des Steilhanges. Oberhalb von rund 1400 m befinden sich ausgedehnte Bergweiden, die von typischen Karsterscheinungen wie Dolinen und Karrenfeldern durchsetzt sind. Das Gemeindegebiet ist Teil des Regionalen Naturparks Haut-Jura (frz: Parc naturel régional du Haut-Jura). Im Nordwesten kennzeichnet stets der Bachlauf der Valserine die Gemeindegrenze. Diese fließt durch ein Juralängstal mit verhältnismäßig breitem Talboden, jedoch steilen Hängen nach Südwesten zur Rhone.

Zu Mijoux gehören neben dem ursprünglichen Ort auch verschiedene Weiler und Gehöfte, darunter:

  • Les Mars (900 m) in der Combe de Mijoux am nördlichen Ortsrand von Lélex
  • Septfontaines (904 m) in der Combe de Mijoux am Westfuß des Colomby de Gex

Nachbargemeinden von Mijoux sind Lajoux im Norden, Divonne-les-Bains, Vesancy, Gex, Échenevex und Crozet im Osten, Lélex im Süden sowie Septmoncel les Molunes mit Les Molunes im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 8. Jahrhundert wurde das Gebiet um Mijoux von Mönchen aus dem Kloster Saint-Claude gerodet und urbar gemacht. Seit dem Mittelalter gehörte Mijoux den Herren von Gex. Zusammen mit dieser Herrschaft kam das Dorf im 14. Jahrhundert unter die Oberhoheit der Grafen von Savoyen. Danach teilte Mijoux die wechselvolle Geschichte des Pays de Gex, mit dem es nach Abschluss des Vertrages von Lyon 1601 endgültig an Frankreich gelangte. Erst im Jahre 1910 wurde Mijoux von Gex abgetrennt und zu einer eigenständigen Gemeinde erhoben.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1962 288
1968 227
1975 191
1982 200
1990 258
1999 312
2007 384
2008 380
2009 380
2010 379

Mit 336 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) gehört Mijoux zu den kleinen Gemeinden des Département Ain. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte, wurde besonders zu Beginn der 1980er Jahre wieder ein starkes Bevölkerungswachstum verzeichnet. Seither hat sich die Einwohnerzahl nahezu verdoppelt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mijoux war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Heute gibt es einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes, unter anderem auch Holzverarbeitung. Mittlerweile hat sich das Dorf zu einem wichtigen Wintersportort im Jura gewandelt. Im Bereich des Col de la Faucille sind die Hänge durch zwei Seilbahnen und mehrere Skilifte erschlossen. Der Ort ist auch im Sommer Ausgangspunkt für ausgedehnte Jurawanderungen. In der Combe de Mijoux wurde ein Golfplatz eingerichtet.

Die Ortschaft ist verkehrsmäßig recht gut erschlossen. Sie liegt an der Departementsstraße D936, die vom Col de la Faucille nach Saint-Claude führt und damit einen wichtigen Juraübergang darstellt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Les Rousses und via Lélex mit Bellegarde-sur-Valserine.

Dorfkirche von Mijoux

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche stammt aus dem 19. Jahrhundert, befindet sich jedoch wenige Schritte außerhalb von Mijoux jenseits der Valserine und liegt damit bereits im Gemeindegebiet von Lajoux.

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Mijoux

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mijoux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien