Míriam Colón

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Míriam Colón Valle (* 20. August 1936 in Ponce, Puerto Rico; † 3. März 2017 in New York City, New York)[1] war eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie war die Gründerin und Direktorin des Puerto Rican Traveling Theatre in New York City.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Míriam Colón debütierte im Jahr 1953 als Schauspielerin in dem Film Los peloteros neben Ramón Rivero, einem Film, der in Puerto Rico produziert wurde und in dem sie einen Charakter namens Lolita spielte. In den 1950er Jahren kam sie nach New York City, um in den Actors Studios Schauspiel zu studieren. Später zog sie nach Los Angeles, wo sie kleinere Rollen in verschiedenen Fernsehsendungen und Filmen bekam. 1955 fing Colón als Seriendarstellerin an, die sie zu der beachtlichen Summe vom mehr als 250 Gastauftritten in unterschiedlichen Fernsehserien führte, wie beispielsweise in Bonanza, Rauchende Colts oder NYPD.[1] Ihre Rollen beinhalteten 1961 Auftritte in Der Besessene neben Marlon Brando, in Der Außenseiter neben Tony Curtis und in Schlacht an der Blutküste neben Audie Murphy. Darauf folgten dann in den 1970er Jahren Filmangebote, vor allem in Western. 1983 stand sie als Mutter von Tony Montana, gespielt von Al Pacino, in dem Actiondrama Scarface des Regisseurs Brian De Palma vor der Kamera. Im Jahr 2013 spielte Colón die Rolle der Ultima in dem Filmdrama Bless Me, Ultima, das auf dem gleichnamigen Roman von Rudolfo Anaya basiert.

Míriam Colón lebte die letzten Jahre ihres Lebens mit ihrem Ehemann Fred Valle in Albuquerque, New Mexico. Sie starb am 3. März 2017 im Alter von 80 Jahren an Komplikationen einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in New York.[1]

Puerto Rican Traveling Theatre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Puerto Rican Traveling Theatre

In den späten 1960er Jahren gründete Colón zusammen mit Roberto Rodríguez das Puerto Rican Traveling Theatre in der West 47th Street in Manhattan, New York. Das Unternehmen präsentiert Off-Broadway-Produktionen vor Ort und geht auf Tournee. Sie war die Direktorin des Theaters und stand selbst in folgenden Produktionen auf der Bühne:

  • The Ox Cart (1966–1967)[2]
  • The Boiler Room (1993)[3]
  • Simpson Street
  • Señora Carrar’s Rifles

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993 erhielt Colón einen Obie Award in der Sparte Lifetime Achievement in the Theater für ihr Lebenswerk. Ihre Biografie mit dem Titel Miriam Colón – Actor and Theatre Founder wurde von Mayra Fernandez geschrieben.
  • 2000 erhielt sie den HOLA Raúl Juliá Founders Award, der ihr von der Hispanic Organization of Latin Actors (HOLA) überreicht wurde.
  • 2007 wurde sie für den Imagen Award nominiert.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mayra Fernandez: Miriam Colón – Actor and Theatre Founder. 1. Auflage. Modern Curriculum Press, Cleveland, Ohio 1994, ISBN 978-0-8136-5265-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Míriam Colón – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Russell Contreras: Miriam Colon, Iconic US Latina Movie, Theater Actress, Dies. In: usnews.com. U.S. News & World Report, 3. März 2017, abgerufen am 5. März 2017 (englisch).
  2. The Ox Cart. In: Internet Off-Broadway Database (IOBDb). Abgerufen am 5. März 2017 (englisch).
  3. The Boiler Room. In: Internet Off-Broadway Database (IOBDb). Abgerufen am 5. März 2017 (englisch).