Mitri Sirin

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Mitri Sirin beim Deutschen Radiopreis 2016

Mitri Sirin (* 13. März 1971 in Rheine)[1] ist ein deutscher Fernsehmoderator und Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sirin ist türkisch-syrischer Abstammung. Seine Familie gehört zur syrischstämmigen und christlichen Minderheit in der Türkei. Seine Eltern kamen Ende der 1960er Jahre von dort ins Münsterland. Mitri Sirin sammelte seine ersten Fernseherfahrungen 1994 beim Sender VOX als Moderator des Magazins Saturday, das als Nachfolge-Format von Elf 99 geplant, aber nur ein einziges Mal ausgestrahlt wurde. Anschließend war er für verschiedene Radiosender als Moderator tätig, unter anderem für den Berliner Jugendsender Kiss FM, 104.6 RTL und von 1999 bis 2004 bei MDR Jump. Zudem war er beim Berliner Stadtsender TV.Berlin als Co-Moderator von Ruth Moschner zu sehen.

Im Jahr 2005 wechselte Sirin zum Rundfunk Berlin-Brandenburg und moderierte bis zum Jahr 2014 im Wechsel mit anderen Moderatoren die 21:45-Uhr-Ausgabe des Nachrichten-Magazins RBB Aktuell. Der RBB setzte ihn auch als Reporter ein, zum Beispiel bei der Übertragung des Karnevals der Kulturen und der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Im RBB-Hörfunk moderierte Sirin die Sendung Süpermercado auf Radio Multikulti, die neben Berlin und Brandenburg auch in Nordrhein-Westfalen und Bremen zu hören war. Er war Mitglied der HipHop-Fun-Combo Nepper, Schlepper, schlechte Rapper (Sommer in Berlin), die unter anderem von Patrik Majer produziert wurde.

Von 2007 bis Mai 2009 präsentierte Sirin im Wechsel mit anderen Moderatoren die Lokalzeit aus Duisburg für den Westdeutschen Rundfunk.

Im Mai 2009 begann Sirin sein Engagement beim ZDF. Dort löste er am 7. Mai 2009 Kay-Sölve Richter als Nachrichtensprecherin bei den heute-Nachrichten im ZDF-Morgenmagazin und als Moderator beim ZDFwochen-journal ab.[2] Seit Februar 2011 war Sirin an der Seite von Anja Heyde Hauptmoderator der Frühschicht (von 5:30 bis 7 Uhr) des ZDF-Morgenmagazins. Im Januar 2013 übernahm er von Cherno Jobatey die komplette Moderation des ZDF-Morgenmagazins.[3]

Gelegentlich moderiert Sirin das politische Talk-Format log in auf ZDFinfo. Sirin moderierte vor der Bundestagswahl im September 2013 zusammen mit Marietta Slomka die zweiteilige Sendung Wie geht’s Deutschland? Vor der Europawahl im Mai 2014 zeigte das ZDF die Reisereportage von Mitri Sirin Wie geht’s, Europa? Direkt im Anschluss moderierte er zusammen mit seiner ZDF-Kollegin Maybrit Illner das Live-Forum zur Europawahl 2014 aus Berlin. Seit August 2014 ist Mitri Sirin neuer Hauptmoderator der Spätschicht (von 7 bis 9 Uhr) des ZDF-Morgenmagazins und folgte dort auf Wulf Schmiese.[4] Im Juli 2021 moderierte er erstmals das ZDF-Mittagsmagazin, für das er seitdem als Vertretungsmoderator aktiv ist. Seit Oktober 2021 ist Sirin Hauptmoderator der 19-Uhr-heute-Nachrichten im ZDF.[5]

Sirin ist seit 1997 mit der ehemaligen ZDF-Redakteurin und Moderatorin Friederike Sirin (unter anderem ZDF-Morgenmagazin) verheiratet. Das Paar hat drei gemeinsame Kinder. Mitri Sirin engagiert sich ehrenamtlich für Bildung und Kinderrechte.[6] Er ist Botschafter des Kinderhilfswerks Childaid Network.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mitri Sirin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tim Dilger: Mitri Sirins Steckbrief. In: Childaid Network. Abgerufen am 20. August 2019 (deutsch).
  2. rbb-Moderator wechselt zum ZDF wunschliste.de. Abruf am 16. März 2017
  3. Abschied - Cherno Jobatey hört beim „Moma“ auf
  4. „ZDF-Morgenmagazin“: Mitri Sirin übernimmt Wulf Schmieses Part
  5. Matthias Schrief: Mitri Sirin präsentiert künftig die 19 Uhr Heute-Nachrichten, mv-online.de, 23. September 2021
  6. a b Childaid Network: Mitri Sirin. In: childaid.net. Childaid Network, abgerufen am 30. September 2021.