Mitri Sirin

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Mitri Sirin (2022)

Mitri Sirin (* 13. März 1971 in Rheine)[1] ist ein deutscher Fernsehmoderator und Journalist.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitri Sirins Eltern kamen Ende der 1960er Jahre als Gastarbeiter aus der Türkei ins Münsterland.[2] Sirin ist türkisch-syrischer Abstammung.[2] Seine Familie gehört zur syrischstämmigen und christlichen Minderheit in der Türkei.[3] Mitri Sirin beherrscht Arabisch mündlich, kann es jedoch nicht schreiben.[2] Sirin war zuerst Anfang der 1990er Jahre beim Berliner Jugendsender Kiss FM als Moderator tätig.[3] Er sammelte seine ersten Fernseherfahrungen 1994 beim Sender VOX als Moderator des Magazins Saturday, das als Nachfolge-Format von Elf 99 geplant, aber nur ein einziges Mal ausgestrahlt wurde.[3] Anschließend war er für verschiedene Radiosender tätig, unter anderen für 104.6 RTL sowie von 1999 bis 2004 bei MDR Jump. Er war Mitglied der HipHop-Fun-Combo Nepper, Schlepper, schlechte Rapper (Sommer in Berlin, 1996), die unter anderem von Patrik Majer produziert wurde.[4][5] Zudem war er 1998 beim Berliner Stadtsender TV.Berlin als Co-Moderator von Ruth Moschner zu sehen.[6] Im Jahr 2005 wechselte Sirin zum Rundfunk Berlin-Brandenburg[3] und moderierte bis zum Jahr 2014 im Wechsel mit anderen Moderatoren die 21:45-Uhr-Ausgabe des Nachrichten-Magazins RBB Aktuell.[7] Der RBB setzte ihn auch als Reporter ein, zum Beispiel bei der Übertragung des Karnevals der Kulturen[8] und der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Im RBB-Hörfunk moderierte Sirin die Sendung Süpermercado auf Radio Multikulti, die neben Berlin und Brandenburg auch in Nordrhein-Westfalen und Bremen zu hören war.

Von 2007 bis Mai 2009 präsentierte Sirin im Wechsel mit anderen Moderatoren die Lokalzeit aus Duisburg für den Westdeutschen Rundfunk.[2]

Im Mai 2009 begann Sirin sein Engagement beim ZDF. Dort löste er am 7. Mai 2009 Kay-Sölve Richter als Nachrichtensprecher bei den heute-Nachrichten im ZDF-Morgenmagazin und als Moderator beim ZDFwochen-journal ab.[9] Seit Februar 2011 war Sirin an der Seite von Anja Heyde Hauptmoderator der Frühschicht (von 5:30 bis 7 Uhr) des ZDF-Morgenmagazins.[10] Im Januar 2013 übernahm er von Cherno Jobatey die komplette Moderation des ZDF-Morgenmagazins.[11]

Gelegentlich moderiert Sirin das politische Talk-Format log in auf ZDFinfo. Sirin moderierte vor der Bundestagswahl im September 2013 zusammen mit Marietta Slomka die zweiteilige Sendung Wie geht’s Deutschland? Vor der Europawahl im Mai 2014 zeigte das ZDF die Reisereportage Wie geht’s, Europa? von Mitri Sirin, Almut Faass und Tom Ockers.[12] Direkt im Anschluss moderierte er zusammen mit seiner ZDF-Kollegin Maybrit Illner das Live-Forum zur Europawahl 2014 aus Berlin.[13][7] Seit August 2014 ist Mitri Sirin neuer Hauptmoderator der Spätschicht (von 7 bis 9 Uhr) des ZDF-Morgenmagazins und folgte dort auf Wulf Schmiese.[14] Im Juli 2021 moderierte er erstmals das ZDF-Mittagsmagazin, für das er seitdem als Vertretungsmoderator aktiv ist. Seit Oktober 2021 ist Sirin Hauptmoderator der 19-Uhr-heute-Nachrichten im ZDF.[15] Am 30. April 2022 moderierte Sirin das erste Mal vertretungsweise das heute-journal.[16][17] Weitere Einsätze folgten Ende Juli 2022.[18][19][20]

Sirin ist seit 1997 mit der ehemaligen ZDF-Redakteurin und Moderatorin Friederike Sirin (unter anderem ZDF-Morgenmagazin) verheiratet. Das Ehepaar hat drei gemeinsame Kinder. Mitri Sirin engagiert sich ehrenamtlich für Bildung und Kinderrechte.[21] Er ist Botschafter des Kinderhilfswerks Childaid Network.[21]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mitri Sirin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tim Dilger: Mitri Sirins Steckbrief. In: Childaid Network. Abgerufen am 20. August 2019 (deutsch).
  2. a b c d Barbara Heßmann:Fernsehen: Kollege mit Migrationshintergrund , WAZ.de, 24. April 2009
  3. a b c d Migranten und Medien: "Moderieren Sie einfach weiter", tagesspiegel.de, 4. August 2007
  4. Nepper Schlepper schlechte Rapper - Sommer in Berlin auf YouTube
  5. Nepper Schlepper Schlechte Rapper – Sommer In Berlin, 1996, Discogs
  6. Foto von 1998: Ruth Moschner: "Manchmal tut so ein Throwback richtig weh", t-online.de, 10. Juli 2020:„Ruth Moschner habe ihr eigenes Pressearchiv durchforstet und ihre erste Titelseite wiedergefunden. Das war das Cover der "Berlin Extra" vom 27. November 1998 –also fast 22 Jahre her.“
  7. a b Zu meinem ÄRGER: Durchblick schaffen, tagesspiegel.de, 19. April 2014: „Mitri Sirin moderiert am 22. Mai um 20 Uhr 15 im ZDF das Wahlforum „Wie geht Europa?“ und sonst regelmäßig das „Morgenmagazin“ des ZDF und „RBB Aktuell“.“
  8. Presseinformation 085/2006 vom 24.05.2006, Der RBB mit Radio und Fernsehen beim Karneval der Kulturen, rbb-online.de
  9. Mario Müller: rbb-Moderator wechselt zum ZDF, wunschliste.de, 15. April 2009. Abruf am 16. März 2017
  10. Michael Brandes: „ZDF-Morgenmagazin“ mit neuem Moderatorenpaar: Moderatorinnentausch bei den „heute“-Sendungen, fernsehserien.de, 21. Januar 2011
  11. Sonja Álvarez: Abschied - Cherno Jobatey hört beim „Moma“ auf, tagesspiegel.de, 7. Januar 2013
  12. Europawahl 2014: Wie geht's Europa? - Die Dokumentation, spiegel.de, 15. Mai 2014
  13. Wie geht’s, Europa?, wunschliste.de, abgerufen am 21. September 2022
  14. Melanie Melzer: „ZDF-Morgenmagazin“: Mitri Sirin übernimmt Wulf Schmieses Part, kress.de, 7. August 2014
  15. Matthias Schrief: Mitri Sirin präsentiert künftig die 19 Uhr Heute-Nachrichten, mv-online.de, 23. September 2021
  16. ZDF-Programmänderung ab Woche 18/22, presseportal.de: „Sa., 30.4.; 22.45 heute journal, Bite nochmalige Änderung beachten: Moderation: Mitri Sirin“, abgerufen am 1. Mai 2022
  17. "Mancher reibt sich verwundert die Augen", zdf.de, 1. Mai 2022
  18. ZDF-Programmänderung ab Woche 30/22, presseportal.de: „29. Juli 2022 gegen 21.30 heute journal (HD/UT) (VPS 22.00), Wetter, Moderation: Mitri Sirin“
  19. "Warten auf grünes Licht", zdf.de, 30. Juli 2022
  20. Zur EM: "Finale auf Augenhöhe", zdf.de, 31. Juli 2022
  21. a b Childaid Network: Mitri Sirin. In: childaid.net. Childaid Network, abgerufen am 30. September 2021.