Moritz Bürkner

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Moritz Bürkner (* 13. März 1983 in Bonn) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Moritz Bürkner ist der Großneffe des Schauspielers Robert Bürkner sowie der Urenkel des Dresdner Holzschnitzers und Kupferstechers Hugo Bürkner und der Urgroßenkel des Chemikers August W. von Hofmann.

Bürkner absolvierte nach dem Abitur von 2004 bis 2008 eine Schauspielausbildung an der Schauspielschule der Keller in Köln, außerdem erhielt er dort eine Ausbildung in Gesang und Tanz. Seine Ausbildung setzte er privat, unter anderem bei Folker Bohnet und Susanne Bredehöft, fort.

Nach seiner Ausbildung arbeitete er hauptsächlich als Theaterschauspieler. Er hatte Festengagements an den miteinander verbundenen Theatern Landesbühne Rheinland-Pfalz und Kleines Theater Bad Godesberg (2009–2011).

Zu seinen Bühnenrollen dort gehörte in der Spielzeit 2009/2010 unter anderem die Rolle des Kenneth Lawrence in dem Kriminalstück Cocktail für eine Leiche nach dem Film Cocktail für eine Leiche von Alfred Hitchcock; Hitchcocks Verfilmung lag ursprünglich das Theaterstück Party für eine Leiche von Patrick Hamilton zugrunde. In der Bühnenfassung verkörperte Bürkner, an der Seite von Petra Blossey und Claus Wilcke, den Ermordeten David sowie den besten Freund des ermordeten Studenten David, den Ex-Freund der Rolle Janet.[1] Weitere Rollen in der Spielzeit 2009/2010 waren die komische Rolle des Pagenmeisters Brighella in dem Märchenspiel Turandot von Friedrich Schiller und der Schauspieler Oxenby in dem Theaterstück Der Garderobier von Ronald Harwood.

In der Spielzeit 2010/2011 übernahm Bürkner die Rolle des Andrea Sarti (Galileis ehemaliger Schüler) in dem Theaterstück Leben des Galilei von Bertolt Brecht und die authentische Rolle des jugendlichen Flakhelfers Hermann Kesselheim in dem Stück Die Brücke.[2] Bürkner stellte den später in Neuwied ansässigen Malermeister Hermann Kesselheim dar, Sohn des Malermeisters Peter Kesselheim, und Zeitzeuge des Kampfes um die Brücke von Remagen; dieser hatte beratend an der Ausarbeitung der Bühnenfassung mitgewirkt.[3][4]

Bürkner war in der Spielzeit 2010/2011 außerdem als Schornsteinfeger in der Märchenproduktion Frau Holle zu sehen. Die Bühnenfassung von Walter Anders ergänzte die Märchenhandlung um die Rolle des „schwarzen Peter“, den Schornsteinfeger, der insgeheim die faule Marie liebt.[5] Bürkner verkörperte einen „trotteligen Schornsteinfeger, der vergeblich um Mariechens Hand anhält.“[6] Weitere Bühnenrollen waren König Achmad in dem Kinderstück Der Dieb von Bagdad (2012; Theater Bonn Bad Godesberg/Landesbühne Rheinland-Pfalz Schlosstheater Neuwied) und der Müllerssohn Hans in dem Kindermärchen Der gestiefelte Kater[7] (2013; Kleines Theater Bad Godesberg).

2012 und 2013 spielte Bürkner, unter der Regie von Benjamin Kernen, an der Ostsee an der Piraten-Openair-Bühne in Grevesmühlen den Master Tyler in den Stücken Ein Leben für die See und Der alte Freibeuter. 2015 spielt er bei den Karl-May Festspielen in Elspe die Rolle des Utah-Häuptlings „Grosser Wolf“.

Bürkner spielte auch mehrere kleinere Rollen in Film- und Fernsehproduktionen, unter anderem als Patient in A Dangerous Method, als Rekrut in Neue Vahr Süd sowie in den Fernsehserien Lena - Liebe meines Lebens, Alarm für Cobra 11 und Herzflimmern – Die Klinik am See. Zudem wirkte Bürkner in einigen Studenten- und Kurzfilmprojekten mit, wie zum Beispiel Ariadne 2050, Clyde in the Vault und Das kalte Gericht.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der perfekte Mord? (PDF; 3,4 MB) Aufführungskritik in: Hellerthaler Zeitung vom 11. November 2009
  2. Die Brücke Offizielle Webseite der Landesbühne Rheinland-Pfalz
  3. Intendant Walter Ullrich vom Stoff des Romans "Die Brücke" fasziniert Interview mit Walter Ullrich
  4. Erpeler Tunnel wird zur Theaterbühne in: Rhein-Zeitung vom 7. Oktober 2006
  5. Frau Holle verzaubert im Neuwieder Schlosstheater die ganze Familie Aufführungskritik in: Rhein-Zeitung vom 19. Dezember 2010
  6. "Frau Holle" macht Märchen wahr Aufführungskritik
  7. Kleines Theater fesselte das junge Publikum Aufführungskritik in: General-Anzeiger vom 16. Dezember 2013. Abgerufen am 18. März 2015.