Muldestausee (Gemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Muldestausee führt kein Wappen
Muldestausee (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Muldestausee hervorgehoben

Koordinaten: 51° 39′ N, 12° 26′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Anhalt-Bitterfeld
Fläche: 137,52 km2
Einwohner: 11.558 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km2
Postleitzahl: 06774
Vorwahlen: 03493, 034955, 034208, 034243
Kfz-Kennzeichen: ABI, AZE, BTF, KÖT, ZE
Gemeindeschlüssel: 15 0 82 241
Gemeindegliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Neuwerk 3
06774 Muldestausee OT Pouch
Website: www.gemeinde-muldestausee.de
Bürgermeister: Ferid Giebler (parteilos)
Lage der Gemeinde Muldestausee im Landkreis Anhalt-Bitterfeld
AkenBitterfeld-WolfenSüdliches AnhaltSüdliches AnhaltKöthenMuldestausee (Gemeinde)Osternienburger LandSüdliches AnhaltRaguhn-JeßnitzSandersdorf-BrehnaSüdliches AnhaltSüdliches AnhaltZerbst/AnhaltZörbigSachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Muldestausee ist eine kreisangehörige Gemeinde, die am 1. Januar 2010 im östlichen Landkreis Anhalt-Bitterfeld Sachsen-Anhalts entstanden ist. Namengebend ist der in der Gemeinde liegende Muldestausee.

Herrenhaus, Schloss und Kirche in Muldenstein

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Muldestausee umfasst eine Fläche von 136,99 km² und hat 12.602 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2008).

Muldestausee liegt zwischen Bitterfeld-Wolfen und Gräfenhainichen im äußersten Südosten des Landkreises Anhalt-Bitterfeld größtenteils östlich des namensgebenden Muldestausees. Mit dem Muldestausee, dem Großen Goitzschesee und Teilen des Seelhauser Sees hat die Gemeinde Anteil am Sächsischen Seenland. Der Osten der Gemeinde liegt in der Dübener Heide. Größtes Fließgewässer im Gemeindegebiet ist die Mulde.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde entstand am 1. Januar 2010 im Rahmen der Gemeindegebietsreform aus der Umwandlung der Verwaltungsgemeinschaft Muldestausee-Schmerzbach in eine Einheitsgemeinde.[2] Neben den zehn Mitgliedsgemeinden der bisherigen Verwaltungsgemeinschaft sind auch die Gemeinden Mühlbeck und Friedersdorf (zuvor Verwaltungsgemeinschaft Bitterfeld-Wolfen) Ortsteile der neuen Gemeinde. Die Gemeindeverwaltung befindet sich im Ortsteil Pouch.

Die Ortsteile Friedersdorf und Mühlbeck bilden gemeinsam das erste Bücherdorf in Deutschland.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Muldestausee besteht aus 28 Mitgliedern. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führten zu folgendem Ergebnis:[3]

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze Sitze 2014
CDU 14,8 %0 4 7
AfD 18,9 %0 5 2
FDP 9,0 % 3 2
SPD 8,6 % 2 2
WG Kinder, Jugend und Familie (WKJF) 11,1 %0 4 1
BI Pouch für soziale Kommunalabgaben (BIPsK) 3,8 % 2
Wählergruppe Feuerwehr Muldestausee 6,3 % 2 3
BI Friedersdorf 4,7 % 1 2
Feuerwehrverein Schwemsal 4,9 % 1 1
Burgkemnitzer Heimat- und Naturverein (BHNV) 4,4 % 1 1
Bürgerliste Muldestausee (BLM) 3,1 % 1
Die Jungen Bürger (DJB) 3,0 % 1
Wählerliste Gossa 2,1 % 1 1
zwei Einzelbewerber zus. 3,1 % 2 4
zwei weitere Einzelbewerber 2,1 % 0
Gesamt 100 % 28 28
Wahlbeteiligung: 58,8 %

Für die Wahlperiode 2019–2024 haben sich folgende Fraktionen gebildet:

  • Fraktion „Die Mitte“ (11 Sitze): CDU (3), SPD (1), FDP (3), DJB (1), BI Friedersdorf (1), BHNV (1), Wählerliste Gossa (1)
  • Fraktion „Pro Muldestausee“ (9 Sitze): WKJF+BIPsK (4), Wählergruppe Feuerwehr Muldestausee (2), Einzelbewerber (2), CDU (1)
  • Fraktion „AfD“ (6 Sitze): AfD (5), BLM (1)

Fraktionslos sind der Gemeinderat des Feuerwehrvereins Schwemsal und ein Gemeinderat der SPD.

Zusätzliches Mitglied des Gemeinderates ist der Bürgermeister Ferid Giebler (parteilos). Er wurde in einer Stichwahl am 6. November 2016 mit 75,8 Prozent der gültigen Stimmen für eine Amtsperiode von sieben Jahren gewählt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich August Köttig (1794–1864), Erfinder, Arkanist an der Königlichen Porzellanmanufaktur Meißen, geboren in Schwemsal
  • Ernst Lausch (1836–1888), Pädagoge, Kinder- und Jugendschriftsteller, war auch langjähriger Herausgeber des Schulblatts der Provinz Sachsen, geboren in Friedersdorf
  • Otto Kieser (1893–1985), Pädagoge, Sprachforscher und Schriftsteller, geboren in Mühlbeck
  • Peter Hoffmann (* 1956), Redakteur, Publizist vieler regionaler Werke und Schriftsteller, geboren in Friedersdorf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Muldestausee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2019 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  3. Website Muldestausee: Endgültiges Wahlergebnis der Gemeinderatswahl 2019abgerufen am 20. Oktober 2020