Aken (Elbe)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Stadt Aken (Elbe) führt kein Wappen
Aken (Elbe)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Aken (Elbe) hervorgehoben
Koordinaten: 51° 51′ N, 12° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Anhalt-Bitterfeld
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 59,91 km2
Einwohner: 7799 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 06385,
06386 (Kleinzerbst)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 034909
Kfz-Kennzeichen: ABI, AZE, BTF, KÖT, ZE
Gemeindeschlüssel: 15 0 82 005
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 11
06385 Aken (Elbe)
Webpräsenz: www.aken.de
Bürgermeister: Jan-Hendrik Bahn (parteilos)
Lage der Stadt Aken (Elbe) im Landkreis Anhalt-Bitterfeld
Aken Bitterfeld-Wolfen Südliches Anhalt Südliches Anhalt Köthen Muldestausee (Gemeinde) Osternienburger Land Südliches Anhalt Raguhn-Jeßnitz Sandersdorf-Brehna Südliches Anhalt Südliches Anhalt Zerbst/Anhalt Zörbig Sachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Aken (Elbe) (Audio-Datei / Hörbeispiel Aussprache?/i) liegt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Rathaus

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aken am Südufer der mittleren Elbe liegt ca. acht Kilometer westlich von Dessau-Roßlau in einem ausgedehnten Tieflandsgebiet innerhalb des Biosphärenreservates Mittelelbe. Etwa 15 km westlich von Aken mündet die Saale in die in diesem Abschnitt nur wenig Gefälle aufweisende Elbe. Östlich der Hafeneinfahrt ändert sich der Flussverlauf (Ost-West-Richtung) in Richtung Nordwesten.

Gliederung der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt Aken gehören folgende Ortschaften:

  • Kleinzerbst
  • Kühren
  • Mennewitz
  • Susigke mit den Wohnplätzen Forsthaus Olberg, Heidehof und Obselau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im heutigen Ortsteil Kleinzerbst wurde in der Zeit zwischen den Weltkriegen und in den Jahren 1964 bis 1969 und 1979 bis 1981 ein germanisches Gräberfeld aus der frühen römischen Kaiserzeit ausgegraben.[2] Die Akener Burg Gloworp wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt 1162 erfolgte in einem Schriftstück des Magdeburger Erzbischofs Wichmann. Als Stadtgründer wird Albrecht der Bär angesehen, der um 1150 flämische Siedler in die Gegend holte. In der Zeit des französisch beherrschten Königreichs Westphalen wurde die Stadt in Acken umbenannt und war Verwaltungssitz des gleichnamigen Kantons. Vom 19. Jahrhundert an entwickelte sich Aken zu einem wichtigen Industriestandort der Region.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner[3] Jahr Einwohner[4]
1875 5.092 1970 12.154
1880 5.284 1990 10.223
1890 6.109 1995 10.186
1933 10.151 2000 9.777
1939 11.490 2005 9.017
2011 8.197

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 44.15
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,4 %
25,3 %
18,4 %
5,9 %

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 haben sich in Aken folgende Fraktionen im Stadtrat gebildet:

Liste: SPD CDU DIE LINKE FDP Gesamt
Sitze: 11 5 3 1 20 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Aken war seit 1990 der Sozialdemokrat Hansjochen Müller. Er wurde in den Jahren 1994, 2001 und zuletzt am 9. März 2008 im Amt bestätigt. Bei der Wahl 2015 trat er nicht mehr an.

Bei der Bürgermeisterwahl am 22. März 2015 erreichten die beiden Parteilosen Jan-Hendrik Bahn und Michael Kiel 49,3 % bzw. 22,7 % der abgegebenen Stimmen und traten in der Stichwahl am 12. April 2015 an. Die übrigen Kandidaten erreichten jeweils weniger als 12,5 % der Stimmen.[5]

Ortschaftsräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Ortschaften Kleinzerbst, Kühren, Mennewitz und Susigke wird die Ortschaftsverfassung gemäß §§ 86 ff. der Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die Zahl der Mitglieder in den Ortschaftsräten wird mit fünf festgelegt.

Dienstsiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegel der Stadt Aken (Elbe)

Die Stadt Aken (Elbe) führt ein farbiges Dienstsiegel. Im Dienstsiegel ist folgendes Bildsiegel dargestellt: „Unter einem hohen gotischen Bogen, zwischen zwei gezinnten Rundtürmen mit Spitzdach, auf gequadertem Sockel stehend ein Bischof mit erhobener rechter Hand und zum Schwur ausgestreckten Fingern, der in der linken Hand den Bischofsstab hält. Die Türme sind von je einem kleinen schwebenden quergeteilten rot-weißen Wappenschild mit dem Kopf des heiligen Mauritius beseitet.“

Das Siegel ist mit der Umschrift Signetum Burgensium Urbis Aquensis Fidelis Filiae Ecclesiae Magdeburgensis (Siegel der Bürger der Stadt Aken, der treuen Tochter der Magdeburger Kirche) auf gelbem Untergrund versehen.

Stadtflagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge der Stadt zeigt die Farben rot/weiß. Auf der Flagge befindet sich das farbliche Bildsiegel der Stadt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Nikolai
Kirche St. Marien
Geschichtsdenkmal
  • Gedenkstein aus dem Jahre 1948 am Thälmannpark - heute Bismarckplatz - für die örtlichen Opfer des Faschismus, mit acht namentlich genannten NS-Gegnern sowie neun namentlich genannten jüdischen Opfern der Shoa

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bedingt durch die von Weißstörchen gewählte Westroute über Spanien (vgl. Ostroute über die Türkei) nach Afrika, fliegt diese Vogelart die Stadt besonders früh an.[8] Ein weiterer Grund ist die Lage im UNESCO Biosphärenreservat »Mittlere Elbe«, welche zu einem reichhaltigen Nahrungsangebot beiträgt. [9]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof
Gierseilfähre
Einfahrt in den Hafen

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Bahnhof Aken existierte eine Verbindung zur Kreisstadt Köthen (Anhalt). Aken war Endhaltebahnhof. Der ÖPNV wurde zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 auf dieser Strecke eingestellt.

Aken liegt an der B 187a von Zerbst/Anhalt nach Köthen, der einzigen direkten Straßenverbindung zwischen diesen beiden Städten, die zwischen Aken und Steutz durch eine Gierseilfähre unterbrochen wird. Außerdem bestehen Straßenverbindungen nach Calbe (Saale) und Dessau-Roßlau durch die L 63. Vom südöstlichen Stadtrand gelangt man zu den Ortsteilen Susigke und Kleinzerbst und weiter nach Elsnigk zur B 185.

Aken verfügt seit 1891 (Baubeginn: 1889) über einen Binnenhafen. Nach der politischen Wende 1989 war der Betrieb zunächst von der Treuhandanstalt verwaltet, bis 1993 die Stadt Aken das Unternehmen übernahm. Sie gründete die Hafenbetrieb Aken GmbH, und bis 2008 wurden etwa 15,5 Millionen Euro unter anderem in einen trimodalen Container-Terminal sowie einen Schwergut-Terminal investiert.[10]

Ortsansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1839: Leopold Olberg (1770–1854), Königl. Regierungs- und Forstrat anlässlich des 50. Dienstjubiläum im Dezember 1839
  • 1848: Franz Gustav Geiss, Apothekenbesitzer, in Anerkennung seines Wirkens bei der Erwerbung der „königl. Domaine“ (heutige Sekundarschule)
  • 1863: Friedrich Wilhelm Steinbrecht (1796–1881), Leutnant im Freikorps Lützows, Lehrer und Küster; anlässlich des 50. Dienstjubiläum im November 1863
  • 1873: Daniel Heinrich Gottfried Cuhrt, Lehrer und Kantor; anlässlich des 50. Dienstjubiläum im November 1873
  • 1915: Georg Placke, Holzhändler, Schiffbauereibesitzer, Deichhauptmann, Major a. D. im März 1915
  • 2001: Otto Benecke (1926–2010), Lehrer und Leiter des Heimatmuseums[11]
  • 2009: Friedrich Dickmann, ev. Pfarrer i.R. und Stadtrat a.D.
  • 2015: Hansjochen Müller, Ingenieur für Kraftmaschinenbau(1971-1990), Bürgermeister a.D. (1990-2015)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aken (Elbe) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2015 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Erika Schmidt-Thielbeer: Kleinzerbst: ein germanisches Gräberfeld der Spätlatènezeit und der frühen römischen Kaiserzeit aus dem Landkreis Köthen. Band 51 der Veröffentlichungen des Landesamtes für Archäologie, Landesmuseum für Vorgeschichte, Sachsen-Anhalt, 1998
  3. Quellen 1875–1939: Statistik des Deutschen Reichs, Alte Folge Band 57; (neu) Bände 150, 240, 401, 450, 451, 552 (Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik Berlin)
  4. Quellen ab 1970: Stadt Aken (Elbe)
  5. Öffentliche Bekanntmachung des Wahlergebnisses der Bürgermeisterwahl am 22.03.2015, abgerufen am 6. April 2015
  6. http://www.aken.de/de/altstadt/historisches-rathaus.html
  7. http://www.aken.de/de/altstadt/tuerme.html
  8. mdr.de: Erste Störche in Sachsen-Anhalt gesichtet | MDR.DE. In: www.mdr.de. Abgerufen am 6. Juni 2016.
  9. European White Stork Fact Sheet - National Zoo. In: nationalzoo.si.edu. Abgerufen am 6. Juni 2016.
  10. Mitteldeutsche Zeitung - Köthener Zeitung, Positive Bilanz vom Elbufer - 15,5 Millionen Euro wurden hier in 15 Jahren investiert, 19. Sept. 2008
  11. Nachruf (PDF; 1,2 MB) im Akener Nachrichtenblatt vom 27. August 2010
  12. Siehe Rainer Hering: Witte, Otto Karl Emil. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 13, Bautz, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7, Sp. 1427–1439.