Osternienburger Land

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Osternienburger Land
Osternienburger Land
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Osternienburger Land hervorgehoben
Koordinaten: 51° 48′ N, 12° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Anhalt-Bitterfeld
Höhe: 71 m ü. NHN
Fläche: 138,73 km2
Einwohner: 8806 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km2
Postleitzahl: 06386
Vorwahlen: 034909, 03496, 034973, 034977, 034979
Kfz-Kennzeichen: ABI, AZE, BTF, KÖT, ZE
Gemeindeschlüssel: 15 0 82 256
Adresse der Verbandsverwaltung: Rudolf-Breitscheid-Straße 32e
06386 Osternienburger Land
Webpräsenz: www.osternienburgerland.de
Bürgermeister: Stefan Hemmerling (CDU)
Lage der Gemeinde Osternienburger Land im Landkreis Anhalt-Bitterfeld
AkenBitterfeld-WolfenSüdliches AnhaltSüdliches AnhaltKöthenMuldestausee (Gemeinde)Osternienburger LandSüdliches AnhaltRaguhn-JeßnitzSandersdorf-BrehnaSüdliches AnhaltSüdliches AnhaltZerbst/AnhaltZörbigSachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Osternienburger Land ist eine Einheitsgemeinde im Landkreis Anhalt-Bitterfeld (Sachsen-Anhalt).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Osternienburger Land umfasst das Gebiet zwischen den vier Städten Aken (Elbe), Dessau-Roßlau, Köthen (Anhalt) und Bernburg (Saale).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einheitsgemeinde entstand am 1. Januar 2010 durch eine Gebietsänderungsvereinbarung der folgenden Gemeinden, die vormals zur Verwaltungsgemeinschaft Osternienburg gehörten:[2]

Zum 1. Juli 2014 wurden mehrfach vorhandene Straßennamen umbenannt und Anpassungen bei Hausnummern vorgenommen. Zeitgleich wurde für die Gemeinde Osternienburger Land die einheitliche Postleitzahl 06386 vergeben.[3] Bis dahin hatten die Ortsteile Diebzig, Dornbock, Drosa, Großpaschleben, Kleinpaschleben, Trinum, Wulfen und Zabitz die Postleitzahl 06369.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

17 % der Einwohner sind evangelisch, 4 % katholisch.[4]

Die evangelischen Kirchengemeinden Diebzig, Drosa (mit Bobbe und Dornbock), Frenz, Kleinpaschleben (mit Mölz), Trinum (mit Thurau und Zabitz) und Wulfen (mit Maxdorf) gehören zum Pfarramt Drosa. Die evangelischen Kirchengemeinden Elsnigk, Osternienburg (mit Sibbesdorf und Würflau), Pißdorf, Reppichau und Trebbichau gehören zum Pfarramt Osternienburg. Die Kirchengemeinde Großpaschleben gehört zum Pfarramt Köthen St. Agnus. Die Evangelischen in Dornbock gehören zur Kirchengemeinde Gramsdorf, Pfarramt Bernburg Martinskirche. Die Protestanten in Libbesdorf und Rosefeld gehören zur Landgemeinde St. Christophorus Quellendorf im Kirchenkreis Dessau. Alle vorgenannten Gemeinden gehören zur Evangelischen Landeskirche Anhalts.

Die evangelische Kirchengemeinden Chörau und Micheln gehören zum Kirchengemeindeverband Aken im Pfarrbereich Aken-Groß Rosenburg, im Kirchenkreis Egeln der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Die Katholiken in Chörau, Diebzig, Libbesdorf und Reppichau gehören zur Pfarrei St. Peter und Paul mit Sitz in Dessau; deren nächste Filialkirchen sind St. Joseph in Dessau-Alten und St. Konrad in Aken. Die Katholiken in Dornbock gehören zur Pfarrei St. Marien und St. Norbert mit Sitz in Schönebeck (Elbe); die nächste Filialkirche ist St. Norbert in Calbe (Saale). Die Katholiken in Drosa, Elsnigk, Großpaschleben, Kleinpaschleben, Micheln, Osternienburg, Trinum, Wulfen und Zabitz gehören zur Pfarrei St. Maria mit Sitz in Köthen; zu dieser Gemeinde gehört die Filialkirche Herz Jesu in Osternienburg. Alle diese Gemeinden sind dem Dekanat Dessau des Bistums Magdeburg zugeordnet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Osternienburger Land besteht aus 20 Mitgliedern. Nach der Kommunalwahl am 27. September 2009 ergab sich folgende Verteilung der Sitze:

Partei / Liste Sitze
Kommunalwahl 2009[5]
Wahlbeteiligung: 63,4 %
 %
40
30
20
10
0
32,8 %
26,9 %
22,5 %
11,5 %
6,3 %
CDU 7
Freie Wähler 5
LINKE 5
SPD 2
Einzelbewerber (fraktionslos) 1
Gesamt 20

CDU und Freie Wähler haben eine Fraktion mit 12 Sitzen gebildet.

Zusätzliches Mitglied ist der Bürgermeister der Gemeinde, Stefan Hemmerling (CDU).

Die Wahl am 25. Mai 2014 ergab diese Sitzverteilung: [6]

Partei / Liste Sitze
Kommunalwahl 2014[7]
Wahlbeteiligung: 43,5 %
 %
40
30
20
10
0
38,4 %
17,8 %
11,2 %
1,1 %
3,0 %
25,7 %
2,7 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
f Wählergruppen: Die Alternative, Freie Wähler
CDU 8
LINKE/FWR 4
SPD 2
AfD 1
Die Alternative 4
Freie Wähler 1
Gesamt 20

2018 gibt die Gemeinde folgende Sitzverteilung an:[8]

  • CDU: 9 Sitze
  • Die LINKE/FWR: 5 Sitze
  • SPD: 2 Sitze:
  • Die Alternative: 4 Sitze

Der Sitz der Verwaltung befindet sich im Ortsteil Osternienburg.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 28. Juni 2013 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Grün; vorn über einer schwarzgefugten roten Zinnmauer schwebend ein gesenktes rotes Schwert, das zwei gekreuzte rot-silberne Federköcher überdeckt, aus denen grüne Pfauenfedern mit rot-goldschwarzen Pfauenaugen ragen; hinten ein silberner Lindenzweig mit vierzehn Blättern.“[9]

Die Zinnenmauer bezieht sich auf die etymologische Bedeutung des Namens Osternienburg: oster = östlich, niew = neu, burg = Burg, als in sich geschlossener, bewohnbarer Wehrbau. Im o. g. Sinne pars pro toto wurde anstelle der Burg eine Zinnenmauer gewählt. Im Wappen ist sie als Schildfuß auf 14 Steine inkl. Zinnen beschränkt - eine Zahl, die wie bei den Blättern des Lindenzweiges auf die 14 Orte der Gemeinde verweist.

Schwert und Federköcher bilden den Bezug zum ersten anhaltischen Fürsten, Heinrich I. Das Osternienburger Land war unmittelbarer Teil des mittelalterlichen Gaus Serimunt, der ein Vorläufer des späteren Anhalt war. In ihm residierte Heinrich I. als Fürst - vormals als Graf, d. h. königlicher Rechtsvertreter, dessen erste Münzen ihn mit dem Schwert als Symbol seiner richterlichen Gewalt zeigen. Auch im Codex Manesse ist Heinrich I. mit der ins Gemeindewappen übernommenen Helmzier mit Federgestell als sein Oberwappen abgebildet.

Die 14 Ortsteile der Gemeinde werden, wie gesagt, auf der heraldisch linken (optisch rechten) Schildhälfte durch 14 Blätter eines Lindenzweiges vertreten - ebenso wie die 14 Ziegel der Zinnenmauer. Somit ist jeder Ort repräsentiert, wobei mit der Linde auf eine in der Gemarkung häufig vorkommende Baumart hingewiesen wird wie auch auf den Umstand, dass sie für die slawischen Ethnien, die einst das Land urbanisierten, ein kultischer Baum war.[10]

Gestaltet wurde das Wappen vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch.

Die Farben der Gemeinde sind Grün - Weiß.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist grün - weiß - grün gestreift (Querform: Streifen 1:4:1 waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen 1:3:1 senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.[9]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gebiet von Osternienburger Land führen die Bahnstrecke Dessau–Köthen (Haltepunkt Osternienburg), die Bahnstrecke Köthen–Aken (kein SPNV) und die Bahnstrecke Köthen–Aschersleben (Haltepunkt Frenz).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Osternienburger Land – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2016 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  3. Amts- und Mitteilungsblatt der Gemeinde Osternienburger Land. 5. Jahrgang, Nr. 6, 6. Juni 2014, S. 4 (online).
    Straßenumbenennung in der Einheitsgemeinde Osternienburger Land ab 01.07.2014 (Postanschrift und Postleitzahl). Einheitsgemeinde Osternienburger Land, 2. Juni 2014, abgerufen am 24. November 2014.
  4. Zensusdatenbank
  5. http://www.stala.sachsen-anhalt.de/wahlen/gw09/erg/gem_0909/gw_090927.html#23
  6. https://www.osternienburgerland.de/politik/mitglieder.php?gremium=495 Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt – Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt 2014 Gemeinderatswahlen in Osternienburger Land
  7. http://www.stala.sachsen-anhalt.de/wahlen/gw14/index.html
  8. Website Osternienburger Land – Gemeinderat, abgerufen am 7. Januar 2018
  9. a b Urkunde der Wappen- und Flaggengenehmigung
  10. Jörg Mantzsch: Das Wappen der Gemeinde Osternienburger Land, Dokumentation zum Genehmigungsverfahren, Hinterlegt beim Landkreis Anhalt-Bitterfeld 2011 (Gutachten: Landeshauptarchiv Magdeburg)