Musikinstrumentenmuseum

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Cembalo von 1574, Victoria and Albert Museum, London

Ein Musikinstrumentenmuseum ist ein Museum, in dem Musikinstrumente gesammelt und aufbewahrt werden.

Musikinstrumentenmuseen haben häufig in ihren Sammlungen einen inhaltlichen Schwerpunkt, z. B. die Geschichte der klassisch-europäischen Instrumente, vorklassische Instrumente, bestimmte Instrumentenfamilien, außereuropäische Instrumente usw.

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bedeutendsten Sammlungen historischer Instrumente in Deutschland besitzen das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg, das Musikinstrumenten-Museum Berlin, das Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig sowie das Orgel Art Museum in Windesheim (Rheinland-Pfalz).

Häufig ist eine Instrumentensammlung Abteilung eines kunst-, kunstgewerbe-, technikgeschichtlichen oder historischen Museums, wie z. B. im Deutschen Museum in München, im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, im Stadtmuseum München, dem Augustinermuseum Freiburg, im Historischen Museum Basel oder im Landesmuseum Württemberg.

Einen umfassenden Ansatz verfolgt das Instrumentenmuseum der Pariser Cité de la musique, dessen Grundstock klassisch-europäischer Instrumente die Sammlung des alten Konservatoriums bildete. Über hochrangige Sammlungen verfügen ferner das Londoner Victoria and Albert Museum und das Gemeentemuseum Den Haag.

Zahlreiche Museen sammeln Objekte aus Spezialbereichen. Dazu gehören u. a. das Deutsche Musikautomaten-Museum in Bruchsal oder die Sammlung Rolf Irle in Wolfenbüttel. Eine weitere Gruppe von Museen entstand in bedeutenden Zentren der Musikindustrie wie das Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen und das Deutsche Harmonikamuseum in Trossingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge von Instrumentensammlungen lassen sich in der Zeit sehr weit zurückverfolgen. So bilden die Tempel- und Totenkulturen einen enormen Grundbaustein und sind die Anfänge einer bewussten Erhaltung von Musikinstrumenten. Religionen der alten Welt und des fernen Ostens spielen eine große Rolle, da durch den Glaube an den dauernden Wert gegenständiger Elemente die Vorstufe des rationalen Sammelns darstellt. Die Tempel Ostasiens, die Gräber des alten Orients stellen die Vorläufer der späteren musealen Einrichtungen dar. Kultinstrumente, welche für Begräbnisse gesammelt wurden stellen so die ersten erhaltenen Sammlungen dar. Ein besonders bemerkenswerter Fund ist eine 1972 ausgegrabene chinesische Grabstätte, welche 2100 Jahre alt ist. Bei den Adligen, welche in der Nähe von Changsha in der Provinz Hunan beigesetzt wurden, fand man sowohl Statuetten von Musikern, die Miniaturinstrumente spielten, als auch gut erhalte echte Instrumente. Auch in späteren Zeiten sind chinesische Grabmäler eine wichtige Quelle für historische Instrumente. So wurden in der Song-Dynastie (960-1126) enorm viele Zithern, Mundorgeln, Oboen und Schlaginstrumente in Heiligengräbern gesammelt.

Aus dem Christlichen und Islamischen Mittelalter sind sehr wenige Musikinstrumente überliefert, da deren Religionen eine kultische Verwendung dieser nicht zuließen. Größere Instrumentensammlungen scheint es nicht zu geben. Dies begründet sich durch die Religion und Soziologie. Instrumentalmusik spielt eine eher untergeordnete Rolle. Nur Instrumente aus wertvollem Material, welche an den Höfen der Adeligen gespielt wurden, wurden bewusst in Schatzkammern aufbewahrt. So erhöht sich der Wert von ikonographischen und schriftlichen Quellen für die Instrumentenkunde zur Erschließung des Instrumentariums.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Instrumentensammlungen, Museen, Gedenkstätten“, in: Deutscher Musikrat (Hg.): Musik-Almanach 2007/08. Daten und Fakten zum Musikleben in Deutschland, ConBrio, Regensburg 2006, S. 713–731.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Musikinstrumentenmuseen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MGG Online. Abgerufen am 17. Dezember 2017 (amerikanisches Englisch).