My Girl (Lied)

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My Girl ist ein Song der Gruppe The Temptations, der 1964 von Smokey Robinson und Ronald White für das Label Motown geschrieben wurde und 1965 ein Nummer-eins-Hit in den amerikanischen Billboard Hot 100 war. Der Song gehört zu den bekanntesten der Temptations. Die Inspiration zum Lied geht auf die Gattin von Robinson, Claudette Rogers Robinson, zurück. Der Song wurde auf dem Album The Temptations Sing Smokey veröffentlicht.

Songinformationen[Bearbeiten]

My Girl war der erste Temptations-Song bei dem David Ruffin anstelle von Eddie Kendricks und Paul Williams im Vordergrund sang.[1] Bei der Motortown-Revue-Tour waren alle wichtigen Vertreter des Motown-Labels der 1960er Jahre vertreten. Als die Gruppe ihre Songs präsentierte, war Robinson sehr von der Stimme Ruffins im Hintergrund beeindruckt und beschloss einen Song mit ihm als Lead-Sänger aufzunehmen. Dieser sollte "melodisch und süß" klingen. Der Song wurde in zehn bis 20 Minuten geschrieben. Als Robinson My Girl fertigstellte und die Gruppe einer Veröffentlichung zustimmte, überredeten sie Ruffin dazu, im Vordergrund zu singen. My Girl diente 1998 auch als Vorlage für die Temptations-Single Stay, die aus dem im gleichen Jahr erschienenen Album Phoenix Rising ausgekoppelt wurde.

Erfolge und Entwicklungen[Bearbeiten]

Das Lied wurde in der Weihnachtszeit 1964 veröffentlicht und kletterte im darauf folgenden Jahr bis an die Spitze der amerikanischen Pop-Charts. Es war der erste Nummer-1-Hit der Gruppe. Der Song stieg auch 1965 auf Platz eins der R&B-Charts und war damit der erste dieser Charts-Kategorie nach einer 15-monatigen Pause. In Großbritannien erreichte das Lied nur Platz 43. 27 Jahre später lief es dank dem gleichnamigen Film besser: Eine Wiederveröffentlichung von My Girl erreichte Platz zwei der britischen Charts.

Durch den Song wurden weitere Hits mit Ruffin als Sänger im Vordergrund aufgenommen, zum Beispiel It's Growing (1965), Since I Lost My Baby (1965), My Baby (1965), Ain't Too Proud to Beg (1966), Beauty Is Only Skin Deep (1966), (I Know) I'm Losing You (1966), All I Need (1967), (Loneliness Made Me Realize) It's You That I Need (1967), I Wish It Would Rain (1967) und I Could Never Love Another (After Loving You) (1968). Nach diesen Hits begann David Ruffin ein großes Ego zu entwickeln. Später stieg er aus der Gruppe aus. 2004 landete der Song auf Platz 88 der Liste der 500 besten Songs aller Zeiten.[2]

Charts[Bearbeiten]

Charts Höchstposition
U.S. Billboard Hot 100 1
U.S. Billboard Hot R&B Singles 1

Mitwirkende[Bearbeiten]

Coverversionen[Bearbeiten]

My Girl wurde oft gecovert, im Folgenden eine Auswahl:

  • Michael Jackson coverte den Song 1972 für sein Album Ben.
  • La Toya Jackson stellte 1995 eine neue Version auf ihrem Album Stop! In the Name of Love! vor, allerdings mit dem Titel My Guy
  • 1965 coverte Otis Redding den Song und brachte in seine Version mehr "traditionellen Blues Geschmack" ein. Diese Version , produziert von Steve Cropper, wurde auf dem Album Otis Blue: Otis Redding Sings Soul veröffentlicht. In den USA wurde der Song nicht als Single veröffentlicht, im Vereinigten Königreich kam er auf Platz elf.
  • The Rolling Stones nahmen 1967 für ihr Album Flowers eine neue Version auf.
  • Ebenfalls 1967 stellten The Mamas & the Papas eine neue Version auf ihrem Album Deliver vor. Der neue Song kam auf Platz 15 der U.S.-Pop-Charts.
  • Ebenfalls 1967 nahmen The Temptations eine neue Version auf, eine auf Italienisch.
  • Al Green nahm 1969 ein Cover auf und präsentierte es auf seinem Album Green Is Blues.
  • Auch Jamaika-Rockstarlegende Prince Buster bediente sich an diesem Lied.
  • 1977 stellte Dolly Parton auf ihrem Album New Harvest – First Gathering eine Country-Version vor.
  • Amii Stewart und Johnny Bristol nahmen 1980 ein Duett des Stücks auf.
  • 1988 hatte Suave mit ihrer Version einen Top-40-Pop-Hit und einen Top-10 R&B-Hit.
  • Michael Bolton coverte den Song für sein Album Timeless: The Classics Vol. 2.
  • Ebenfalls coverten Declan Galbraith, Westlife, Sam Milby und The Jesus and Mary Chain den Song.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Adam White and Fred Bronson: The Billboard Book of Number One Rhythm & Blues Hits, 1993, Seite 2, ISBN 0-8230-8285-7
  2. Liste der 500 besten Songs aller Zeiten, Website des „Rolling Stone“, abgerufen am 20. Februar 2014