Nadeschda Fjodorowna Olisarenko

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nadeschda Olisarenko Leichtathletik
Voller Name Nadeschda Fjodorowna Olisarenko
Nation SowjetunionSowjetunion Sowjetunion, UkraineUkraine Ukraine
Geburtstag 28. November 1953
Geburtsort Bransk, Sowjetunion
Größe 165 cm
Gewicht 57 kg
Beruf Trainerin
Sterbedatum 17. Februar 2017
Sterbeort Odessa, Ukraine
Karriere
Disziplin Mittelstreckenlauf
Bestleistung 1:55,87 min (800 m)
3:56,77 min (1500 m)
Karriereende 1991
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Europameisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Universiade 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Gold0 Moskau 1980 800 m
0Bronze0 Moskau 1980 1500 m
Logo der EAA Europameisterschaften
0Gold0 Stuttgart 1986 800 m
Logo der FISU Universiade
0Gold0 Mexiko-Stadt 1979 800 m

Nadeschda Fjodorowna Olisarenko (russisch Надежда Фёдоровна Олизаренко, engl. Transkription Nadezhda Olizarenko, geb. МуштаMuschtaMushta;) (* 28. November 1953 in Brjansk, Russische SFSR; † 17. Februar 2017 in Odessa, Ukraine[1]) war eine sowjetische Leichtathletin. Die Mittelstreckenläuferin wurde 1980 Olympiasiegerin.

1977 wurde sie Mitglied der sowjetischen Leichtathletik-Nationalmannschaft und hatte 1978 ihre ersten internationalen Erfolge bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Prag als Gewinnerin zweier Silbermedaillen im 800-Meter-Lauf und in der 4-mal-400-Meter-Staffel. 1979 gewann sie über 800 m Gold bei der Universiade in Mexiko-Stadt und wurde Zweite beim Leichtathletik-Weltcup in Montreal. Kurz danach heiratete sie den ukrainischen Hindernisläufer Serhij Olisarenko.

Kurz nachdem sie am 12. Juni 1980 in Moskau mit 1:54,85 min einen Weltrekord über 800 m aufgestellt hatte, trat sie bei den Olympischen Spielen in Moskau an. Über 800 m gewann sie die Goldmedaille vor ihren beiden Landsmänninnen Olga Minejewa (Silber) und Tatjana Prowidochina (Bronze) in der Weltrekordzeit von 1:53,43 min. Über 1500 m gewann sie Bronze hinter ihrer Landsmännin Tatjana Kasankina (Gold) und der DDR-Läuferin Christiane Wartenberg (Silber).

Ebenfalls über 800 m gewann sie 1985 bei den Leichtathletik-Halleneuropameisterschaften in Piräus Silber und wurde Dritte beim Weltcup in Canberra. Einem Sieg bei den Europameisterschaften 1986 in Stuttgart folgte ein siebter Platz bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1987 in Rom. Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul erreichte sie das Halbfinale.

Sie beendete ihre Karriere nach dem Zerfall der Sowjetunion Anfang der 90er Jahre. Daraufhin arbeitete sie als Trainerin in der ukrainischen Stadt Odessa gemeinsam mit ihrem Ehemann. 2015 erkrankte sie schwer an ALS. Am 17. Februar 2017 verstarb Olisarenko im Alter von 63 Jahren.[2]

Persönliche Bestzeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 400 m: 50,96 s, 12. Juli 1980, Moskau
    • Halle: 52,69 s, 7. Februar 1986, Moskau
  • 800 m: 1:53,43 min, 27. Juli 1980, Moskau
    • Halle: 2:00,8 min, 15. Februar 1980, Moskau
  • 1000 m (Halle): 2:40,1 min, 27. Januar 1980, Brjansk
  • 1500 m: 3:56,8 min, 6. Juli 1980, Moskau
    • Halle: 4:10,5 min, 16. Februar 1980, Moskau

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Не стало украинской олимпийской чемпионки Надежды Олизаренко
  2. https://www.iaaf.org/news/iaaf-news/nadezhda-olizarenko-obituary

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]