Naturpark Feldberger Seenlandschaft

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Lage des Naturparks Feldberger Seenlandschaft
Der Breite Luzin im Naturpark
Erlenbruchwald in einem der zahlreichen Feuchtgebiete
Trockenbiotope mit Wanderweg und zahlreichen Aussichtspunkten

Der Naturpark Feldberger Seenlandschaft liegt im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Ein großer Teil des Naturparkes liegt in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft. Darüber hinaus gehören auch die Gemeinden Wokuhl-Dabelow, Grünow, Carpin, Godendorf und Teile der Stadtgebiete von Woldegk und Neustrelitz zum Naturpark. Der westliche Teil des Naturparkes gehört zum Nationalpark Müritz.

Der Naturpark Feldberger Seenlandschaft wird durch seine großen Seen (Breiter Luzin, der Carwitzer See, der Schmale Luzin, der Große Fürstenseer See sowie der Feldberger Haussee) und Wälder mit vielen, auch seltenen Tieren und Pflanzen, aber auch durch seine Kulturlandschaft gekennzeichnet. Die Besonderheit des Parkes sind die Kesselmoore und der älteste Buchenwald Deutschlands im Naturschutzgebiet Heilige Hallen.

Die Landschaft ist durch die Eiszeit geprägt. Im Nordteil des Naturparks gibt es ein Grundmoränengebiet, im Süden bewaldete Sanderflächen. Der zentrale Teil mit den Feldberger Seen gehört zur Endmoräne des pommerschen Stadiums der Weichseleiszeit. Dieses Gebiet weist für norddeutsche Verhältnisse große Höhenunterschiede auf. Der höchste Berg ist die Vogelkirsche (beim Dorf Schlicht nördlich des Breiten Luzin) mit einer Höhe von 166,2 m ü. NHN. Der Breite Luzin ist mit 58,3 Metern der zweittiefste See von Mecklenburg-Vorpommern.

Durch den Krüselinsee, den Großen Mechowsee und den Südteil des Carwitzer Sees verläuft die Landesgrenze zu Brandenburg.

Viele seltene Tiere wie der Fischotter, der das Wappentier des Parks ist, der Schwarzstorch, der Schrei-, See- und Fischadler, die Große Flussmuschel und die Tiefenmaräne leben hier. Auch 1.000 Wildpflanzenarten gibt es in diesem Naturpark.

Der Park hat eine Fläche von ca. 340 km², die zu ca. 38 % von Wäldern, ca. 11 % von Seen- und Flüssen, ca. 45 % von der landwirtschaftlichen Nutzfläche und ca. 6 % von Infrastruktur und Wohnflächen eingenommen werden.

Die Feldberger Seenlandschaft wurde 2006 in die Liste der 77 ausgezeichneten Nationalen Geotope aufgenommen.[1]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Naturpark gibt es 14 Naturschutzgebiete, die eine Gesamtfläche von 3714 Hektar einnehmen, was 10,3 Prozent der Naturparkfläche entspricht:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Feldberger Seengebiet (= Werte der deutschen Heimat. Band 57). 1. Auflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1997, ISBN 3-7400-0936-5.
  • Peter Wernicke et al.: Zwischen Havel und Strom. Die Naturparks Feldberger Seenlandschaft und Uckermärkische Seen. Herausgegeben vom Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft. Thomas-Verlag, Leipzig 1998, 97 S., ISBN 3-86174-050-8
  • Klaus Borrmann: Lüttenhäger Oberförster. Leben und Wirken für die Wälder der Feldberger Seenlandschaft 1810 - 2001. Waldmuseum Lütt Holthus, Lüttenhagen 2001, 134 S.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Naturpark Feldberger Seenlandschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Granitzki: Eiszeit erleben - Die Feldberger Seenlandschaft. In: Ernst-Rüdiger Look, Ludger Feldmann (Hrsg.): Faszination Geologie. Die bedeutende Geotope Deutschlands, E. Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2006, ISBN 3-510-65219-3, S.28f.

Koordinaten: 53° 20′ 11″ N, 13° 26′ 2″ O