Feldberger Seenlandschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Laeven ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum niederländischen Kunstmaler siehe Jan Laeven.
Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft. Für den gleichnamigen Naturpark und Landschaft siehe Naturpark Feldberger Seenlandschaft.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft
Feldberger Seenlandschaft
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft hervorgehoben
53.33194444444413.414166666667135Koordinaten: 53° 20′ N, 13° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Höhe: 135 m ü. NHN
Fläche: 199,57 km²
Einwohner: 4422 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17258
Vorwahlen: 03964, 039820, 039831, 039882
Kfz-Kennzeichen: MSE, AT, DM, MC, MST, MÜR, NZ, RM, WRN
Gemeindeschlüssel: 13 0 71 033
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Prenzlauer Straße 2
17258 Feldberger Seenlandschaft
Webpräsenz: www.feldberger-seenlandschaft.de
Bürgermeisterin: Constance Lindheimer (SPD)
Lage der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Brandenburg Landkreis Rostock Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Vorpommern-Greifswald Landkreis Ludwigslust-Parchim Beggerow Borrentin Hohenbollentin Hohenmocker Kentzlin Kletzin Lindenberg (Vorpommern) Meesiger Nossendorf Sarow Schönfeld (bei Demmin) Siedenbrünzow Sommersdorf (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Utzedel Verchen Warrenzin Datzetal Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Friedland (Mecklenburg) Galenbeck Genzkow Basedow (Mecklenburg) Basedow (Mecklenburg) Duckow Faulenrost Gielow Kummerow (am See) Malchin Neukalen Alt Schwerin Fünfseen Göhren-Lebbin Malchow (Mecklenburg) Nossentiner Hütte Penkow Silz (Mecklenburg) Walow Zislow Mirow Priepert Peenehagen Wesenberg (Mecklenburg) Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte) Blankensee (Mecklenburg) Blumenholz Carpin Godendorf Grünow (Mecklenburg) Hohenzieritz Klein Vielen Kratzeburg Möllenbeck (bei Neustrelitz) Schloen-Dratow Schloen-Dratow Userin Wokuhl-Dabelow Beseritz Blankenhof Brunn (Mecklenburg) Neddemin Neuenkirchen (bei Neubrandenburg) Neverin Sponholz Staven Trollenhagen Woggersin Wulkenzin Zirzow Ankershagen Kuckssee Penzlin Möllenhagen Altenhof (Mecklenburg) Bollewick Buchholz (bei Röbel) Bütow Fincken Gotthun Grabow-Below Groß Kelle Kieve Lärz Leizen Ludorf Massow Melz Priborn Rechlin Röbel/Müritz Schwarz (Mecklenburg) Sietow Stuer Vipperow Wredenhagen Zepkow Grabowhöfe Groß Plasten Hohen Wangelin Jabel Kargow Klink Klocksin Moltzow Moltzow Torgelow am See Varchentin Vollrathsruhe Burg Stargard Burg Stargard Cölpin Groß Nemerow Holldorf Lindetal Pragsdorf Bredenfelde Briggow Grammentin Gülzow (bei Stavenhagen) Ivenack Jürgenstorf Kittendorf Knorrendorf Mölln (Mecklenburg) Ritzerow Rosenow Stavenhagen Zettemin Altenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Altentreptow Bartow (Vorpommern) Breesen Breest Burow Gnevkow Golchen Grapzow Grischow Groß Teetzleben Gültz Kriesow Pripsleben Röckwitz Siedenbollentin Tützpatz Werder (bei Altentreptow) Wildberg (Vorpommern) Wolde Groß Miltzow Kublank Neetzka Petersdorf (bei Woldegk) Schönbeck Schönhausen (Mecklenburg) Voigtsdorf Voigtsdorf Woldegk Dargun Demmin Feldberger Seenlandschaft Neubrandenburg Neustrelitz Waren (Müritz)Karte
Über dieses Bild

Die amtsfreie Gemeinde Feldberger Seenlandschaft liegt im Südosten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Am 13. Juni 1999 wurden die Stadt Feldberg und die Gemeinden Conow, Dolgen, Lichtenberg und Lüttenhagen zusammen in die neue Gemeinde Feldberger Seenlandschaft überführt.[2] Der Ort ist durch den Tourismus geprägt und bildet für seine Umgebung ein Grundzentrum.[3]

Geografie[Bearbeiten]

Conower Werder im Carwitzer See

Die Gemeinde ist mit fast 200 km² die flächengrößte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie liegt im Südosten Mecklenburg-Vorpommerns, an der Landesgrenze zu Brandenburg. Den Namen bezieht die Gemeinde von der früheren Stadt Feldberg und den zahlreichen Seen in diesem Gebiet, das zwischen der Mecklenburgischen Seenplatte und den uckermärkischen Seen liegt. Die flächenmäßig größten der Seen im Gemeindegebiet sind der Carwitzer See, der Breite Luzin, der Zansen, der Schmale Luzin, der Feldberger Haussee, der Dreetzsee, der Dolgener See und der Krüselinsee.

Die Landesgrenze zu Brandenburg verläuft entlang des Bibelsees, des Südufers des Carwitzer Sees, des Ostufers des Dreetzsees sowie des Krüselinsees, des Küstriner Baches, des Kleinen Mechowsees und des Großen Mechowsees. Das Gebiet gehört zur Endmoräne des Pommerschen Stadiums der Weichseleiszeit. Mit der Vogelkirsche (nördlich des Breiten Luzin) wird eine Höhe von 166,2 m ü. NHN erreicht. Die Gemeinde liegt im Naturpark Feldberger Seenlandschaft. Der Ortsteil Waldsee befindet sich im östlichsten Teil des Müritz-Nationalparkes.

Bei Mäharbeiten wurden im August 2009 mehrere über fünf Meter tiefe Löcher auf Feldern bei Dolgen entdeckt. Nach geologischen Untersuchungen stellte sich heraus, dass diese geologische Erkundungsbohrungen aus den 1970er Jahren waren, die in Vorbereitung der Bohrung Feldberg 1/87 durchgeführt wurden. Diese Bohrung diente der Suche nach Erdöl und/oder Erdgas und hatte eine Teufe von 4920 m.[4][5][6]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortsteile der Gemeinde sind:

  • Gräpkenteich
  • Hasselförde
  • Koldenhof
  • Krumbeck
  • Labee
  • Laeven
  • Lichtenberg
  • Lüttenhagen
  • Mechow
  • Neugarten
  • Neuhof
  • Rosenhof
  • Schlicht
  • Schönhof
  • Tornowhof
  • Triepkendorf
  • Waldsee
  • Weitendorf
  • Wendorf
  • Wittenhagen
  • Wrechen

Das ehemalige, auf dem heutigen Gemeindegebiet befindliche Dorf Krüselin liegt seit 1945 wüst.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte bis 1999 - siehe unter den Ortsteilen:

Krumbeck war seit 1313 teilweise und seit 1317 vollständig im Besitz des Klosters Himmelpfort und dadurch später brandenburgische Exklave in Mecklenburg-Strelitz. Seit 1797 war das Gut im Besitz der Familie von Dewitz. 1811 kam es an Mecklenburg-Strelitz und wurde 1825 der Ritterschaft inkorporiert.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 15 Mitgliedern. Sie verteilen sich seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 wie folgt:

Partei / Liste Sitze Stimmenanteil
CDU 6 39,3 %
SPD 3 21,8 %
Linke 3 17,8 %
FDP 1 6,3 %
WG Dolgen 2 9,8 %
andere 5,0 %
Gesamt 15 100 %

Wappen und Dienstsiegel[Bearbeiten]

2013 genehmigte der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft, das nachstehend beschriebene Wappen zu führen, das zuvor schon bis 1999 die damalige Stadt Feldberg führte.[7]

Wappenbeschreibung
„Über blauem Schildfuß, darin drei silberne Wellen übereinander, in Silber aus der Schildteilung wachsend eine rote Mauer mit einem torlosen gezinnten roten Burgturm mit schwarzem rechteckigen Fenster zwischen zwei Mauerzinnen.“[8]
Bedeutung

Die 1999 zusammengeschlossene Gemeinde Feldberger Seenlandschaft enthält den Namensteil „Seenlandschaft“ wegen der vielen Gewässer auf dem Gemeindegebiet. Diesen Seenreichtum symbolisieren im unteren Teil des Wappens, auf dem Schildfuß, drei silberne Wellen auf blauem Grund. Die Darstellung einer Burg erinnert an die Burg der Familie Veldberghe, die zum Schutz der mecklenburgischen Grenze gegen die Uckermark errichtet wurde. Diese Burg war bis ins 18. Jh. Amtssitz. Die Stadt Feldberg verdankt ihren Namen der Familie Veldberghe.[7]

Dienstsiegel

Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft führt ein Dienstsiegel mit dem Wappenbild der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft, versehen mit der Umschrift „GEMEINDE FELDBERGER SEENLANDSCHAFT“.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Carwitz: Hans-Fallada-Haus, Wohnsitz von Hans Fallada von 1933 bis 1945
  • Carwitz: Dorfkirche von 1706 als turmloser Fachwerkbau; Kanzelaltar von 1714
  • Cantnitz: Dorfkirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jh. als gotischer Backsteinbau
  • Feldberg: Burgwall Feldberg, Wallreste einer slawischen Höhenburg aus dem 9. Jh.
  • Feldberg: Ehemaliges Amtshaus/Drostenhaus; 1781 als zweistöckiger Fachwerkbau über den Resten einer Burganlage aus dem 13./14. Jh. errichtet, von der noch ein Turmstumpf besichtigt werden kann
  • Feldberg: Spritzenhaus/Heimatstube aus dem 19. Jh. nach Entwürfen von Friedrich Wilhelm Dunkelberg
  • Feldberg: Stadtkirche von 1872/75 als neugotische Backsteinbasilika
  • Krumbeck: Lennépark (zum Herrenhaus gehörig), ab 1832 angelegt nach den Plänen von Peter Joseph Lenné (1789–1866)[9]
  • Krumbeck: Dorfkirche aus dem 14. Jh. als Feldsteinbau mit West-Turm von 1785, oberer Teil nach Blitzeinschlag 1928 massiv erneuert[10]
  • Lichtenberg: Dorfkirche aus dem 14. Jh. als verputzter Feldsteinbau
  • Lichtenberg: Ehemaliges Herrenhaus im Renaissance-Stil aus dem 19. Jh.[11]
  • Lüttenhagen: Forst- und Holzmuseum
  • Mechow: Dorfkirche aus der 2. Hälfte des 13. Jh. als Feldsteinbau
  • Triepkendorf: Dorfkirche aus dem 13. Jh. als Feldsteinbau mit Fachwerkturm von 1769
  • Wendorf: historisches Herrenhaus einschließlich Gutshofanlage -erbaut 1856 v. F.Menke (nach Bauplänen des Landesbaumeister Buddel) als selbstständiges Vorwerk zum Mutterhaus im Ortsteil Lichtenberg
  • Wrechen: Dorfkirche als turmloser Fachwerkbau aus dem 19. Jh.
  • Wrechen: Herrenhaus in klassizistischer Form von Friedrich Wilhelm Buttel von 1840[13]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft liegt etwas abseits der überregionalen Fernstraßen und -bahnen. Nördlich der Gemeinde führt die Bundesstraße 198 vorbei. Über die B 198 erreicht man die nächsten Städte Neustrelitz (30 km Entfernung) und Neubrandenburg (35 km). Die brandenburgische Kreisstadt Prenzlau liegt 30 km östlich (alle Kilometerangaben beziehen sich auf den Hauptort Feldberg). In den genannten Städten bestehen jeweils Fernbahnanschlüsse.

Bis zum 28. Mai 2000 gab es eine Eisenbahnanbindung über die Bahnstrecke Thurow–Feldberg von Neustrelitz, die im heutigen Gemeindegebiet Halte in Dolgen und Feldberg hatte, bis 1995 auch in Weitendorf. Nachdem im November nochmals Züge zum 90-jährigen Bestehen der Bahn gefahren waren, wurde die Strecke zum 22. Dezember 2000 stillgelegt. Nachdem die Strecke von einer privaten Firma erworben war, werden gelegentliche Sonderfahrten auf ihr angeboten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

siehe Carwitz: Persönlichkeiten
siehe Feldberg: Persönlichkeiten

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Feldberger Seenlandschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2013 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  3. Regionales Raumentwicklungsprogramm Mecklenburgische Seenplatte (2011), Regionaler Planungsverband, abgerufen am 12. Juli 2015
  4. Nordmagazin, NDR Fernsehen, 11. August 2009
  5. "Der Spannungszustand im Norddeutschen Becken (pdf)"
  6. "Regionalgeologisch bedeutsame Rotliegendbohrungen im Bereich der Norddeutschen Senke (pdf)"
  7. a b Pressemitteilung des Innenministeriums von Mecklenburg-Vorpommern: IM-MV: Gemeinde Feldberger Seenlandschaft ab heute mit eigenem Wappen/ Innenminister Caffier übergab Wappenbrief
  8. a b § 1 Absatz 2 und 4 der Hauptsatzung der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft nach der 1. Änderungssatzung der Hauptsatzung der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft vom 24. Oktober 2013
  9. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. Band 1. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3). Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, S. 494–504.
  10. Sabine Bock: Die Dorfkirchen von Cölpin, Holzendorf und Krumbeck. Thomas Helms Verlag Schwerin 2013, ISBN 978-3-944033-04-4, S. 38–45.
  11. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. Band 2. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3). Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, S. 539–544.
  12. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. Band 2. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3). Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, S. 999–1004.
  13. Sabine Bock: Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz. Architektur und Geschichte. Band 2. (= Beiträge zur Architekturgeschichte und Denkmalpflege, 7.1–3). Thomas Helms Verlag Schwerin 2008, ISBN 978-3-935749-05-3, S. 1005–1023.