Neuwarmbüchen

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Neuwarmbüchen
Gemeinde Isernhagen
Wappen von Neuwarmbüchen
Koordinaten: 52° 27′ 56″ N, 9° 53′ 27″ O
Höhe: 67 m ü. NHN
Fläche: 9,4 km²[1]
Einwohner: 2669 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 284 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Eingemeindet nach: Warmbüchen
Postleitzahl: 30916
Vorwahl: 05139
Neuwarmbüchen (Niedersachsen)
Neuwarmbüchen

Lage von Neuwarmbüchen in Niedersachsen

Ortsblick
Ortsblick

Neuwarmbüchen ist ein Ortsteil der Gemeinde Isernhagen in der Region Hannover in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil liegt nordöstlich der Stadt Hannover. Der Sitz der Gemeinde Isernhagen befindet sich mit dem Rathaus in Altwarmbüchen.

Neuwarmbüchen unterteilt sich in zwei Ortsteile, den alten Ortskern und den Anfang der 1970er Jahre neu geschaffenen Ortsteil Gartenstadt Lohne. Die beiden Ortsteile grenzen von der Bebauung her nicht direkt aneinander und sind zum einen über einen etwa einen Kilometer langen Fuß- und Radweg miteinander verbunden, zum anderen über eine Stichstraße der Kreisstraße K 116.

Es gibt eine Grundschule und einen Kindergarten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die durch das Gemeindegebiet fließenden Bäche Edder und Flöth werden aus verschiedenen Quellen gespeist. Überlieferungen zufolge würden einige dieser Quellen niemals zufrieren und deshalb als warme Quellen oder auch als „warme Brüche“ bezeichnet. Daraus leitet sich der Ortsname ab. Die Vorsilbe „Neu“ von „Warmbüchen“ führt zur naheliegenden Vermutung, dass es sich um eine jüngere Ortsgründung handelt. Jedoch gehörte das 1400 indirekt in einer Urkunde erwähnte „Nigen Werenboke“ sowie „Nienwarmböken“ (Urkunde von 1654) zu den ältesten Isernhagendörfern, das schon vor der systematischen Kolonisierung entstanden war. Neuwarmbüchen entstand etwa zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert und verfügte bis ins 19. Jahrhundert über rund elf Hofstellen. Bis zum 17. Jahrhundert war Neuwarmbüchen im Besitz der Familie „von Ilten“. Neuwarmbüchen unterstand wie alle Dörfer des heutigen Isernhagen zum Zeitpunkt der urkundlichen Erwähnung herzoglichen Vasallen oder Verwaltungen. Ausnahme davon waren die Dörfer Kirchhorst und Großhorst, die im Eigenbesitz der Familie von Cramm waren. 1896 erwarb der Apotheker, Fabrikant und Politiker Gerhard Hoyermann das größtenteils auf dem Gebiet Neuwarmbüchens gelegene Gut Lohne. Er nutzte es als Versuchsgut für das von ihm entwickelte Düngemittel Thomasmehl.

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen wurde am 1. März 1974 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Neuwarmbüchen, Altwarmbüchen, Kirchhorst und den vier Alt-Dörfern Isernhagens die neue Gemeinde Warmbüchen gebildet[2], die später den endgültigen Namen Isernhagen erhielt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat von Neuwarmbüchen setzt sich aus vier Ratsfrauen und drei Ratsherren zusammen. Im Ortsrat befinden sich zusätzlich zwei beratende Mitglieder (CDU, FDP).[3]

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister/in[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsbürgermeisterin ist Maren Becker (CDU). Ihr Stellvertreter ist Gerd Jaeger (SPD).[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Wappens von Neuwarmbüchen stammt von dem in Isernhagen geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der schon die Wappen von Großburgwedel, Mellendorf, Wunstorf und vielen anderen Ortschaften entworfen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde durch den Regierungspräsidenten in Lüneburg am 1. Juni 1965 erteilt.[4]

Wappen von Neuwarmbüchen
Blasonierung: „In Grün oben ein silberner Ziegelschuppen mit drei Ständern und auf zwei übereinanderliegenden Brettern je sechs rote Ziegelsteine, hinter dem Dach ein hervorragender Schornstein. Unten über schwarzem Schildfuß, belegt mit einer liegenden, silbernen Wolfsangel, ein silberner Fluss mit aufsteigender Quelle.“
Wappenbegründung: Das Wirtschaftsleben der Gemeinde Neuwarmbüchen wurde früher lange Zeit durch die Alte Ziegelei geprägt. Schon seit dem 17. Jahrhundert wurden dort Ziegel gebrannt. Aus diesem Grund enthält das Wappen von Neuwarmbüchen auch einen Ziegelschuppen. Des Weiteren ist ein Flussverlauf dargestellt, der den nahegelegenen Fluss Wietze, der aus den Bächen Edder und Flöth entsteht. Die im unteren Bereich des Wappens dargestellte Wolfsangel soll die Zugehörigkeit zum ehemaligen Landkreis Burgdorf deutlich machen, der ebenfalls eine Wolfsangel im Wappen führt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claudia Kempf-Oldenburg, Jes Tüxen: Isernhagen Chronik Band 1. Hrsg.: Gemeinde Isernhagen, Dezember 1990.
  • Claudia Kempf-Oldenburg, Jes Tüxen: Isernhagen Chronik Band 2. Hrsg.: Gemeinde Isernhagen, Dezember 1992.
  • Heinz Koberg: Unser Isernhagen. Hrsg.: Gemeinde Isernhagen, März 1984.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Neuwarmbüchen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Zahlen und Fakten. In: Internetseite der Gemeinde Isernhagen. 31. Dezember 2018, abgerufen am 17. April 2019.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 222.
  3. a b Ortsrat von Neuwarmbüchen. Auf: Internetseite der Gemeinde Isernhagen, abgerufen am 14. August 2017.
  4. Landkreis Hannover: Wappenbuch Landkreis Hannover. Im Selbstverlag des Autors veröffentlicht, Hannover 1985.