Sulingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Sulingen
Sulingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Sulingen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 41′ N, 8° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Diepholz
Höhe: 47 m ü. NHN
Fläche: 110,65 km²
Einwohner: 12.892Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Noch nicht auf Metavorlage umgestellt
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27232
Vorwahl: 04271
Kfz-Kennzeichen: DH
Gemeindeschlüssel: 03 2 51 040
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Galtener Straße 12
27232 Sulingen
Webpräsenz: www.sulingen.de
Bürgermeister: Dirk Rauschkolb (parteilos)
Lage der Stadt Sulingen im Landkreis Diepholz
Landkreis Diepholz Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen Landkreis Osnabrück Landkreis Nienburg/Weser Bremen Delmenhorst Landkreis Verden Landkreis Vechta Landkreis Oldenburg Landkreis Cloppenburg Stemshorn Lemförde Quernheim Brockum Marl Quernheim Hüde Lembruch Dümmer Diepholz Drebber Barnstorf Wetschen Dickel Rehden Hemsloh Barver Freistatt Wehrbleck Bahrenborstel Varrel Kirchdorf Wagenfeld Barenburg Barenburg Eydelstedt Sulingen Drentwede Scholen Ehrenburg Neuenkirchen Maasen Borstel Siedenburg Mellinghausen Staffhorst Schwaförden Asendorf Affinghausen Sudwalde Süstedt Schwarme Martfeld Bruchhausen-Vilsen Bruchhausen-Vilsen Twistringen Bassum Syke Weyhe StuhrKarte
Über dieses Bild

Sulingen ist eine 50 km südlich von Bremen im Zentrum des Landkreises Diepholz gelegene Einheitsgemeinde mit Stadtrechten.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kernstadt und die Ortschaften von Sulingen

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sulingen liegt 50 km südlich von Bremen, 35 km östlich von Diepholz und 30 km westlich von Nienburg.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sulingen besteht aus den Stadt-/Ortsteilen:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden der gesamten Stadt Sulingen sind im Nordwesten und Norden die Samtgemeinde Barnstorf und die Samtgemeinde Schwaförden, im Osten die Samtgemeinde Siedenburg, im Südosten der Flecken Steyerberg und im Süden und Südwesten die Samtgemeinde Kirchdorf.

Flüsse und Bäche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sulingen wird durchflossen von der Sule, dem Kuhbach, der Kleinen Aue und der Allerbeeke (diese ist z. T. östlicher Grenzfluss zur Samtgemeinde Siedenburg).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altertum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der älteren Bronzezeit um 2000–800 v. Chr. stammt ein 1899 in Nechtelsen gefundenes Griffzungenschwert. Ein Einbaum, 1952 gefunden in der Sule bei Nordsulingen, stammt aus der Zeit zwischen 400 und 300 v. Chr.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Mai 1029 wurde die Siedlung Sulingen erstmals urkundlich erwähnt. In dieser ersten Urkunde wurde ein burgloser Oberhof des Bistum Minden in Sulingen erwähnt. Der bischöfliche Oberhof fiel erst am Ende des Mittelalters an die Grafschaft Hoya. Um den Oberhof bildete sich im späten 15. Jahrhundert der Flecken Sulingen. Vermutlich weil sich in Sulingen keine Burg befand, war der Ort lange Zeit weder Sitz einer Vogtei noch eines Amtes, sondern gehörte zum Amt Ehrenburg, war aber innerhalb dieses Amtes der bedeutendste Ort.

1347 und 1349 wurde Sulingen von der Pest heimgesucht. Es sollen nur 27 Familien überlebt haben.

Sulingen war um 1300 bis 1527 Bezirk des Archidiakonats. Die Archidiakone (ab 1381 die Mindener Dompröpste) übten die kirchlichen Gerichtsbarkeit aus. Mit der Reformation wurde das Bistum Minden mit dem Diözenanteil Sulingen durch den Mindener Fürstbischof Hermann von Schaumburg evangelisch-lutherisch. Nun war ein evangelischer Superintendent für Sulingen zuständig.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die erste Schule in Sulingen gebaut. Schwarze Pest, Plünderungen, Brandschatzungen und Einquartierungen prägten die Zeit im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648).

Am Anfang des 18. Jahrhunderts brannten die Superintendentur, das Kantorhaus, der Ratskeller und das Haus von J. Dencker ab. 1719 führte ein weiterer Großbrand zur fast vollständigen Zerstörung des Ortes. Mit dem Wiederaufbau wurde der Ingenieur-Leutnant Eden beauftragt, der die Stadtpläne vor und nach dem Brand zeichnete. Im 18. Jahrhundert hatte der Ort fünf Sensenschmieden und neue Gilden bildeten sich. 1779 entstand die Kornbrennerei Lüning. 1791 erhielt Chr. Friedrich Lüning die Posthalterei-Urkunde für die Route Hannover-Nienburg-Sulingen-Diepholz-Osnabrück. In der Relaisstation mussten mindestens 16 Pferde unterhalten werden. Als Rittergut wurde Lünings Besitz nach dem Erwerb des gegenüberliegenden Gutes bezeichnet. Am 3. Juni 1803 wurde die Konvention von Sulingen paraphiert, deren Ratifikation anschließend von Napoleon verweigert wurde, so dass die Kapitulation Kurhannovers erst durch die Konvention von Artlenburg am 5. Juli 1803 vollzogen wurde.

1852 wurde das königlich hannoversche Amt Sulingen mit Amtsgericht gebildet. Nach der Annexion des Königreich Hannover durch Preußen 1866, entstand 1885 aus dem Amt der Kreis Sulingen. Die erste Sparkasse eröffnet und zwei Bürgerparks wurden angelegt. Sulingen erhielt eine Telegrafenstation, das erste Krankenhaus und das Elektrizitätswerk an der Südstraße. Die Volkshochschule am Mühlenhof und eine gewerbliche Berufsschule wurden gebaut.

Seit 1900[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Anlass des Baues der Umgehungsstraße ausgebaggert: der Stadtsee

Die Bahnstrecke Rahden-Sulingen wurde am 29. September 1900 eröffnet. 1901 folgte die Strecke Sulingen-Bassum mit Anbindung nach Bremen. Der Ort entwickelte sich zum außen gelegenen Bahnhof. 1904 kamen die „Sulinger Nachrichten“ heraus. 1911 war der Beginn der elektrischen Straßenbeleuchtung. Seit 1925 gab es in Sulingen eine Mittelschule. 1927 fand die Inbetriebnahme des Kreiskrankenhauses an der Schmelingstraße mit 42 Betten statt.

Durch die Zusammenlegung mit dem damaligen Kreis Grafschaft Diepholz musste Sulingen 1932 den Kreissitz für den Kreis Sulingen an Diepholz abgeben.

1929 – 900 Jahre nach der ersten Erwähnung – erhielt Sulingen das Stadtrecht. Von 1923 bis 1997 war Sulingen durch eine weitere Eisenbahnstrecke, die von Nienburg nach Diepholz führte, ein Eisenbahnkreuzungspunkt. 1994 verließ der letzte Personenzug Sulingen.

1990 wurde im Zuge des Baues der Umgehungsstraße, die den Verkehr der Bundesstraßen 61 und 214 vom bebauten Stadtgebiet fernhält, der Stadtsee ausgebaggert.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Groß Lessen, Klein Lessen, Lindern, Nordsulingen und Rathlosen eingegliedert.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Ende der 1980er Jahre und 2000 ist die Einwohnerzahl um fast 2000 Personen gestiegen. Bevölkerungsentwicklung von 1987 bis 2007 als Balkendiagramm

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 27 Sitze des Stadtrates verteilen sich wie folgt:

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 29. November 2013 ist Dirk Rauschkolb Bürgermeister der Stadt Sulingen. Er gewann die Bürgermeisterwahl am 6. Oktober 2013 mit 58,1 % gegen seinen Mitbewerber. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,9 %.

Bisherige Amtsinhaber der Stadt
  • ~1852: Windels
  • 2001–2013: Harald Knoop (parteilos)
  • seit 2013: Dirk Rauschkolb (parteilos)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Sulingen

Das heutige Wappen geht auf das Wappensiegel Sulingens von 1581 zurück, in dem eine aufwärts gerichtete Bärentatze und ein lateinisches „S“ nebeneinander stehen. Das Wappen trägt eine Mauerkrone. Das heutige Wappen unterscheidet sich von dem früheren nur dadurch, dass es heraldisch berichtigt worden und in seiner Zusammensetzung genau festgelegt ist.

Die genaue Bedeutung des Wappens ist nicht bekannt. Es wird vermutet, dass das von der Stadt Sulingen geführte Wappen mit der heraldisch nach außen gerichteten Bärentatze und dem Buchstaben „S“ nur ein Ortswappen ist, dass die ehemalige Zuständigkeit der Grafen von Hoya anzeigt, die in ihrem Wappen zwei in sich abgewandte Bärenklauen führen.

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Sullogo

Das Logo der Stadt Sulingen besteht aus einem gelben und einem roten Halbkreis. Im gelben Halbkreis ist die auswärtsgerichtete Bärenklaue des Stadtwappens angedeutet.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sulingen unterhält Partnerschaften mit dem dänischen Galten (seit 1986) und dem litauischen Joniškis (seit 2000).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ev. Kirche St. Nikolai, gotische Hallenkirche mit Backsteinfassade aus dem 13. Jahrhundert, 1875 neugotisch umgestaltet.
  • Die „Alte Bürgermeisterei“ an der sog. „Kirchenkreuzung“ ist eines der ältesten Fachwerkhäuser in Sulingen. Seit 2004 ist das sorgfältig renovierte Gebäude Sitz der Tourismus-Information, für das Büro des Kulturvereins und Ort für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen (Musik, Kleinkunst), für Versammlungen, Tagungen und standesamtliche Trauungen.
  • Im Sulinger Stadtgebiet befinden sich zwei Wassermühlen. Die Mühle am Meierdamm neben dem Göpelhaus wurde 1682 als Teil des Meierhofes erbaut. Ebenfalls im 17. Jahrhundert wurde Lünings Gutsmühle gebaut. Sie wurde im Jahr 2000 sorgfältig restauriert. Es gab bis in die 1950er Jahre auch eine dritte Wassermühle außerhalb Sulingens, aber von ihr ist nichts mehr, bis auf das Anwesen des ehemaligen Müllers, erhalten.
  • Etwas außerhalb des Stadtkerns, in Labbus, befindet sich eine 1851 erbaute restaurierte Holländerwindmühle. Die Mühlentechnik ist komplett vorhanden und war bis 1987 noch kommerziell in Betrieb. Die Mühle steht seit 2010 unter anderem für standesamtliche Trauungen zur Verfügung. Das ehemalige Sacklager ist zum Mühlen-Kaffee umgebaut worden.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museum am Stadtsee

Das Museum am Stadtsee liegt nördlich des Landschafts- und Erholungssees „Stadtsee“ und südwestlich des Sulinger Ortskerns an der Ecke Kurze Heide/Bachholzer Riede. Träger des Museums ist der Heimatverein Sulingen. Präsentiert wird eine Dauerausstellung von einer Küche, einem Schlafzimmer aus dem Jahr 1924, einer Stube, einer Setzerei mit Druckerei sowie einer Schuhmacherwerkstatt. Hinzu kommen wechselnde Ausstellungen mit Schwerpunktthemen.

Stadtarchiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtarchiv ist das Verwaltungsarchiv der Stadt Sulingen. Es ist quasi das „Gedächtnis“, in dem die historischen Akten (das Archivgut) der Stadt Sulingen sachgerecht archiviert – gesammelt, sortiert und geordnet – und zur Einsicht für Nutzer vorgehalten werden. So stehen im Stadtarchiv Akten, Karten, Urkunden, Nachlässe und alte Ausgaben der regionalen Zeitungen für forschende Schüler, Studenten, Wissenschaftler und Autoren zur Einsicht zur Verfügung. Untergebracht sind diese Unikate – dieses Kulturgut – im Bürgerhaus, Lange Str. 67.[2][3]

Jüdischer Friedhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jüdische Friedhof in Sulingen ist ein Kulturdenkmal. Er ist einer von acht gut erhaltenen jüdischen Friedhöfen im Landkreis Diepholz. Auf dem Friedhof an der Memelstraße befinden sich 30 Grabsteine aus den Jahren 1844 bis 1934 für jüdische Verstorbene.

Kunst im öffentlichen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verstreut stehen sehr unterschiedlicher Skulpturen und Objekte von Künstlern aus der Region:

  • Theatermasken aus Terrakotta von Heidrun Kohnert im/am Stadttheater an der Schmelingstraße (1992)
  • Stahl-Plastik Mensch von Werner Sünkenberg im Sportpark an der Werner-Kling-Straße (1992)
  • Skulptur Millstone von Thomas Schönauer vor der Volksbank Sulingen (2006)
Froschbrunnen Sulingen
  • Von Robert Enders stammen die Skulpturen:
    • Mahnende Hände, ein Mahnmal gegen den Krieg aus Naturstein im Mühlenhofpark (1964)
    • Leben und Kräfte, Metallskulptur auf dem Gelände der Lebenshilfe-Werkstätten in Nordsulingen (1985)
    • Ortschaftbrunnen aus Edelstahl und Naturstein am Rathaus (1988)
    • Der Sensenschmied aus Bronze in der Sulinger Innenstadt (1991)
    • Der Zeitungsleser, Brunnen aus Bronze beim Kreiszeitungsgebäude in der Lindenstraße (1993)
    • Froschbrunnen aus Bronze in der Lange Straße (1973)
    • Europa und die neun Musen aus Bronze auf dem Gelände des Gymnasiums/Stadttheaters an der Schmelingstraße (2000)
    • Brunnen aus Beton und Naturstein im Ortsteil Nechtelsen auf dem Gelände der Wasserversorgung Sulinger Land (1982)

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino im Ortskern („Filmpalast Sulingen“) mit drei Sälen.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ResoFest Sulingen, Deutschlands größtes Festival zu resophonischen Instrumenten, insbesondere zur Resonatorgitarre, findet seit 1999 jährlich mit internationaler Beteiligung statt.
  • Seit 2011 findet jährlich das Reload Festival in Sulingen statt.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der „Bullenschluck“ ist ein 43-%iger Halbbitter
  • Der „Ützentrunk“ ein ähnliches Getränk
  • Der „Sulinger Bitter-Wurzen“ ein Magenbitter

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sulingen ist Hauptsitz der Volksbank eG, Sulingen. Größter Arbeitgeber ist der Schuhproduzent Lloyd mit rund 550 Mitarbeitern.

Eine große Anzahl der ortsansässigen Unternehmen hat sich in dem Verein Initiative Sulingen zusammengeschlossen, um gezielt Projekte und Werbemaßnahmen zu koordinieren.

Regelmäßig findet in Sulingen die Messe Informa Sulingen statt. Mehr als 130 Aussteller aus der Region präsentieren sich auf ca. 14.500 m² Innen- und Außenfläche im Jahr 2010 bereits zum 10. Mal. Besucht wird die Messe von ca. 20.000 Besuchern an insgesamt drei Messetagen.[4]

Für die umfangreichen Initiativen wurde Sulingen im November 1997 in Saarbrücken mit dem Deutschen Solarpreis von EUROSOLAR ausgezeichnet.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Freigabe der Ortsumgehungen in den Jahren 1991 und 1993 verläuft die Bundesstraße 214 südlich vom Ortskern Sulingen und verbindet die westlich gelegene Kreisstadt Diepholz mit dem östlich gelegenen Nienburg(Weser). Die Bundesstraße 61 schafft ebenfalls als Ortsumgehung Verbindung zum Norden nach Bremen und zum Süden nach Minden.

Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt einzelne Busverbindungen nach Diepholz, Rahden, Nienburg, Bassum.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute besteht ein Gleisanschluss an die von Schwefel- und Erdöltankzügen der Exxon Mobil befahrene Strecke von Diepholz über Sulingen, wo die Richtung gewechselt werden muss, nach Barenburg. Geplant ist, den von Diepholz aus Richtung Südwesten nach Sulingen führenden Streckenzweig über eine Verbindungskurve (Südschleife) mit dem nach Süden zur Firma Exxon-Mobil in Barenburg verlaufenden Gleisen zu verbinden, um den Fahrtrichtungswechsel zu vermeiden. Das umfangreiche, ehemalige Bahnhofs- und Gleisgelände soll bebaut werden. Über den Bau der so genannten Südschleife ist bislang noch nicht entschieden. Mittlerweile empfiehlt ein vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebenes Gutachten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt den Erhalt der Trasse als Ausweichstrecke für den Güterverkehr mit den Seehäfen. Andererseits werden die Chancen hierfür eher niedrig eingeschätzt.[5]

Geschichte des Sulinger Kreuzes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Stellwerk Sf in Sulingen

Sulingen wurde früher aus vier Richtungen erreicht. Über das Sulinger Kreuz führte von Norden nach Süden die Eisenbahnverbindung von Bremen nach Bielefeld. Auf dieser Strecke verkehrten durchgehende Heckeneilzüge von Cuxhaven, Bremerhaven oder Wilhelmshaven nach Frankfurt am Main, Paderborn oder Hamm. Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke Bassum – Rahden, die Teil der vorerwähnten Verbindung Bremen-Bielefeld war, wurde 1994 eingestellt, der Güterverkehr folgte 1997. Daneben lag Sulingen an der von West nach Ost verlaufenden Eisenbahnstrecke Diepholz – Nienburg. Hier wurde der Personenverkehr 1966 auf dem westlichen und 1969 auf dem östlichen Abschnitt eingestellt, der Güterverkehr nach Nienburg 1997.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rathaus
  • Bürgerhaus mit Stadtarchiv
  • Amtsgericht Sulingen
  • Polizeikommissariat Sulingen
  • Agentur für Arbeit
  • Die Freiwillige Feuerwehr Sulingen mit ihren örtlichen Feuerwehren Groß Lessen, Klein Lessen, Lindern, Nordsulingen, Sulingen und Rathlosen sorgen für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe.
  • Technisches Hilfswerk

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Sulingen
  • Oberschule Sulingen (ab Sommer 2012) mit
    • Hauptschule (Edenschule) mit der Förderschule
    • Realschule (Carl-Prüter-Schule)
  • Gymnasium Sulingen
  • Lindenschule Sulingen
  • Berufsbildungszentrum Sulingen (Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup)

Soziale Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mehrere Kindergärten bzw. Kinderheime
  • Deutsches Rotes Kreuz, Ortsvereine Sulingen, Groß Lessen, Klein Lessen, Stadt
  • das Jugendzentrum Sulingen, Galtener Straße
  • die Altenhilfe der Diakonie Freistatt
  • das Senioren-Landhaus Barrien/Sulingen
  • das Seniorenhaus am Park ist eine Seniorenpension und ein Pflegeheim.
  • das Haus am Suletal ist ein diakonisches Seniorenheim.

Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sulingen ist Krankenhausstandort. Die Klinik gehört zum St.-Ansgar-Klinikverbund. Als Unfallklinik erhielt sie einen Hubschrauberlandeplatz.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde mit den Pfarrämtern Nord, Ost und Süd in Barenburg
  • Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten)
  • Katholische Pfarrgemeinde St. Marien
  • Jehovas Zeugen, Versammlung Sulingen
  • Neuapostolische Kirche

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlagen
  • Städtischer Sportpark
  • Freizeitbad, Hallenbad
  • Sportplätze in Groß Lessen, Nordsulingen und Rathlosen
  • Tennisplätze im Stadtpark
  • Sport- und Gymnastikhallen: Amselweg, Am Deepenpool, Schmelingstraße, Edensporthalle, Am Mühlenhof und in Groß Lessen
  • Schießanlage in der Stadt und an der Breslauer Straße
Vereine
  • Schützenverein von 1848
  • Turn- und Sportverein Sulingen von 1880
  • Schützengesellschaft von 1896
  • Fußballclub Sulingen von 1947
  • Sportverein Lessen von 1947
  • DRK Bereitschaft Sulingen, Fachdienst Wasserwacht
  • Tennisclub 'Gelb-Weiß' Sulingen von 1962
  • Sportfreunde Rathlosen von 1967
  • Anglersportverein Sulingen von 1948
  • Schachfreunde Sulingen von 1950
  • Motor-Sport-Gemeinschaft Sulinger Land von 1960 im ADAC
  • Kegelverein Sulingen und Umgebung von 1967
  • Reit- und Fahrverein Maasen-Sulingen u. Umgebung von 1969
  • Reitclub Sulingen von 1975
  • Reit- und Fahrverein Coldewey von 2000
  • Kneipp-Verein Sulingen von 1953

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl August Friedrich Mehliß (1825–1904), aus Rehburg stammender Landes-Ökonomierat
  • Friedrich 'Fritz' Korte (1854–1925), Lehrer, Ratsherr und Kriegsbürgermeister in Sulingen

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Eickhoff (1902–1983), Politiker (DP, CDU), MdB, MdL, Bürgermeister von Sulingen
  • Erich Plenge (1910–1999), Autor und Zeitungsverleger
  • Ruth Bunkenburg (1922–2015), Schauspielerin, Autorin von Kurzgeschichten und niederdeutschen Hörspielen
  • Robert Enders (1928–2003), Kunsterzieher und Künstler, dessen lebensgroße Skulpturen das Sulinger Stadtbild bereichern
  • Wilhelm Köster (* 1934), intern. Sportorganisator und Sporthistoriker
  • Günter Schlüterbusch (1943–2004), Landtagsabgeordneter und Bürgermeister in Sulingen
  • Liesel Westermann (* 1944), Leichtathletin, Olympiateilnehmerin (Silber) und ehemalige Weltrekordlerin im Diskuswerfen, Weltsportlerin 1969
  • Walter Momper (* 1945), Politiker (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin
  • Manfred Gläser (* 1949), Mittelalterarchäologe und Historiker
  • Bernd Wehrenberg (* 1949), Volleyball-Nationalspieler
  • Gerd Nagel (* 1957), Leichtathlet (Hochsprung) und Olympiateilnehmer
  • Ronald-Mike Neumeyer (* 1961), Politiker (CDU)
  • Fritz Fenne (* 1973), Schauspieler und Hörspielsprecher
  • Mely Kiyak (* 1976), Schriftstellerin und Journalistin
  • Jan Rosenthal (* 1986), Fußballspieler
  • Özkan Yildirim (* 1993), deutsch-türkischer Fußballspieler

Personen, die in dieser Stadt gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Ernst Owen (1685–1758), deutscher lutherischer Theologe, Generalsuperintendent
  • Diederich Logemann (1872–1959), deutscher Landwirt und Mitglied des Preußischen Landtags und des Reichstags
  • Kurt Pfaffenberg (1888–1971), Lehrer, Palynologe, tätig f.d.Preuß. Landesamt u.d.Niedersächs. Landesamt f. Bodenforschung
  • Günter von Nordenskjöld (1910–1997), Agrarwissenschaftler und ehemaliger Bundestagsabgeordneter
  • Knut Teske (* 1942), geb. in Lüneburg, deutscher Journalist und Autor, Neffe von Günter von Nordenskjöld
  • Michael Schulz (* 1961), geb. in Harlingen/Krs.Lüchow-Dannenberg, ehemaliger Fußball-Nationalspieler

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Magistrat Sulingen (Hrsg.): 900 Jahre Sulingen, Sulingens Vergangenheit und Gegenwart von Heinrich Constabel, 1929
  • Erich Plenge (Hrsg.): Chronik von Stadt und Land Sulingen (Band 1–4), Sulingen 1979/1982/1984/1985, jeweils 240–256 S.
  • Sulingen. In: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen/Niedersachsen. München/Berlin 1992, S. 1265 f.
  • Harald Focke, Roderich Heldt: Sulingen in den Fünfzigern. Ein Bildspaziergang. Bassum 1997.
  • Andrea Baumert, Nancy Kratochwill-Gertich: Sulingen. In: Herbert Obenaus (Hrsg. in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen. Band 1 und 2 (1668 S.), Göttingen 2005, Seite 1456–1463.
  • Matthias Wendland (Hrsg.): Sulingen. Geschichte und Geschichten. Sulingen 2004
  • Wilfried Plate: Twüschen Ützen un Piedelpoggen. Hrsg. Nora Plate in Zusammenarbeit mit Wilhelm Köster, Sulingen 2004
  • Heimatverein Sulingen (Hrsg.): Chroniken Sulinger Firmen, Ämter und anderer öffentlicher Einrichtungen. Sulingen 2011
  • Stadt Sulingen: Sulingen. Geschichte und Personen. 2012
  • Wilhelm Köster: 150 Jahre Sport in Sulingen. Sulingen 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sulingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 189.
  2. Stadtarchiv Sulingen auf der Website der Stadt Sulingen
  3. Stadtarchiv Sulingen im ANKA-Handbuch
  4. „Informa Sulingen“
  5. Aktuelle Meldungen bei eisenbahnkultur.de
  6. K.Wilhelm Köster: Sulingen Geschichte und Personen. Hrsg.: Stadt Sulingen. Sulingen 2012, S. 206 und 228.