Niklaus Franz von Bachmann

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Niklaus Leodegar Franz Ignaz von Bachmann-An der Letz (* 27. März 1740 in Näfels; † 11. Februar 1831 ebenda) war ein Schweizer Militärführer.

Felix Maria Diogg: Porträt Niklaus Franz von Bachmann in französischer Uniform, 1817

Leben[Bearbeiten]

Niklaus Leodegar Franz Ignaz von Bachmann war ein Sohn des Feldmarschalls (in französischen Diensten) und Ludwigsritters Karl Leonhard Bachmann von Näfels (1683–1749) und der Maria Ignazia Elisabetha Keller (1714–1779), einer Tochter des Luzerner Patriziers Anton Leodegar Keller. Sein Bruder war Karl Josef Anton Leodegar von Bachmann.

Seine Kindheit verbrachte er im Freulerpalast Näfels, die Schulzeit und Ausbildung am Jesuitenkollegium Stella Matutina in Feldkirch sowie am Nazarenerinstitut in Rom. [1]

1756 trat er in den französischen Solddienst ein und stieg bis zum Generalleutnant auf. Nach der Entlassung der Schweizer Truppen in Frankreich 1792 trat er in sardisch-piemontesische Dienste und wurde 1794 zum Generalmajor ernannt. Er kämpfte gegen die Französische Revolution und kam als Kriegsgefangener in die Schweiz zurück. Die Helvetische Regierung stellte ihn unter Hausarrest, anschliessend begab er sich in englische Dienste und stellte das Regiment Bachmann mit englischen Mitteln zusammen, um gegen die Franzosen zu kämpfen.

Nach dem Tod von General Friedrich von Hotze übernahm er als Generalinspektor der Schweizer Emigrantenarmee den Oberbefehl über die gegen Napoleon kämpfenden Schweizer Truppen auf der Seite der Alliierten. Im Stecklikrieg befehligte er die konservativen Truppen, welche in Bern die Helvetik beendeten. Damit war er seit 1802 der erste Oberkommandierende einer gesamtschweizerischen Armee. 1815 wählte ihn die Tagsatzung zum General. Bachmann drang als einziger Schweizer Heerführer der neueren Geschichte in fremdes Territorium ein. Doch der sinnlose Feldzug scheiterte kläglich; das Schweizer Heerwesen befand sich an einem Tiefpunkt.

Niklaus Franz von Bachmann führte die roten Armbinden mit dem weissen Schweizerkreuz ein, das seit dem Spätmittelalter in Vergessenheit geraten war.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebenslauf General Bachmann

Weblinks[Bearbeiten]