OVB Holding

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OVB Holding AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0006286560
Gründung 1970
Sitz Köln, Deutschland
Leitung Mario Freis, Vorstandsvorsitzender
Mitarbeiter 431 (2016)[1]
Umsatz 218 Mio. € (2016)[1]
Branche Finanzvertrieb
Website www.ovb.eu

Die OVB Holding AG ist ein Finanzvertrieb, der mit Tochtergesellschaften in 14 Ländern Europas tätig ist. Mit rund 3 Millionen Kunden ist OVB nach eigenen Angaben einer der größten Finanzvermittlungskonzerne in Europa.[2] Das Unternehmen ist börsennotiert. Bedeutende Großaktionäre sind mit einer Beteiligung von rund 53 % Unternehmen wie die Signal Iduna-Gruppe, die Basler Beteiligungsholding GmbH mit 33 % sowie die Generali Lebensversicherung AG mit 11 %. Zum Streubesitz zählen aktuell ca. 3,0 % der Aktien. Die OVB Holding AG ist bei der Industrie- und Handelskammer zu Köln gemäß der EU-Vermittlerrichtlinie als Versicherungsvertreter registriert.[3][4]

Als Allfinanzunternehmen vermittelt die OVB Dienstleistungen von Banken, Versicherungen, Bausparkassen und Fondsgesellschaften. Dazu arbeitet die OVB europaweit mit rund 5.000 hauptberuflichen Finanzvermittlern zusammen. Zielgruppen sind vor allem private Haushalte sowie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Die Finanzvermittler sind als selbstständige Handelsvertreter auf der Basis von Provisionen für die vermittelten Finanzprodukte in Form eines Strukturvertriebs tätig.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1970 von Otto Wittschier (1938–2008), einem ehemaligen Regionalmanager der Investors Overseas Services, gemeinsam mit Bert Schwarz und Bruno Tönnes mit Firmensitz in Köln gegründet. Der Name OVB leitete sich ursprünglich als Abkürzung von „Organisation zur Vermittlung von Bausparverträgen“ ab, da die OVB ihre Unternehmertätigkeit mit der Vermittlung von Bausparverträgen startete. Um dem Allfinanzgedanken Rechnung zu tragen, erfolgte jedoch bereits früh die Benennung „OVB Organisation für Vermögensberatung und Finanzierungen“. Als Firmenname wird heute das Kürzel OVB für „Organisation für Vermögensberatung“ als eigenständige Bezeichnung verwendet.

1983 erfolgte die Gründung des OVB Hilfswerkes „Menschen in Not e. V.“, das vornehmlich in Deutschland verschiedene soziale Projekte unterstützt. Nach eigenen Angaben finanziert es sich ausschließlich aus Spenden der Mitarbeiter.[5]

In den Jahren 1985 bis 1995 erfolgte ein Verkauf sämtlicher Gesellschaftsanteile der Gründergesellschafter an der OVB Allfinanzvermittlungsgesellschaft mbh & Co. KG an mehrere Versicherungsgesellschaften. Gleichzeitig übergaben die bisherigen Gesellschafter-Geschäftsführer die Führung an eine neue Geschäftsführung.

Die OVB Allfinanzvermittlungs GmbH & Co. KG, die früher ausschließlich in Deutschland tätig war, wurde am 4. Dezember 2000 in die OVB Vermögensberatung Aktiengesellschaft umgewandelt. Damit änderte sich die Rechtsform des Unternehmens.

In den darauf folgenden Jahren erfolgte eine Umstrukturierung des gesamten Unternehmens mit dem Ziel der Entflechtung der Auslandstochtergesellschaften. In diesem Zuge erhielt das Unternehmen eine Konzernstruktur. Muttergesellschaft wurde die OVB Holding AG, die 100 Prozent der Anteile jeder Tochtergesellschaft hält. Beteiligungen zwischen den Tochtergesellschaften existieren seitdem nicht mehr. Die Tochtergesellschaften sind die jeweiligen Vertriebsgesellschaften der OVB in den verschiedenen Ländern. Die deutsche Landesgesellschaft firmiert unter OVB Vermögensberatung AG und ist gleichfalls Tochter der OVB Holding AG.

Im Juli 2006 erfolgte der Börsengang. Die Erstnotierung erfolgte im Prime Standard, dem deutschen Börsensegment mit den höchsten Transparenzanforderungen. Vom 22. Juni 2009 bis zum 19. November 2009 notierte die Aktie der OVB Holding AG im SDAX.

Vorstandsmitglieder der Konzernmutter OVB Holding sind Mario Freis, Oskar Heitz und Thomas Hücker.[6] Mario Freis wurde zum 2010 zum Vorstand (Ressort Vertrieb) berufen und ist seit Februar 2016 Vorsitzender des Vorstands. Oskar Heitz, der seit 1991 im Unternehmen tätig ist, verantwortet den Bereich Finanzen; Thomas Hücker ist Vorstand Operations.

Aufsichtsratsvorsitzender war seit Umfirmierung zur Aktiengesellschaft der Vorstandsvorsitzende des Aktionärs Deutscher Ring, zunächst Wolfgang Fauter, der zudem das Amt des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bei dem Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a. G. innehatte. 2010 übernahm Michael Johnigk, Mitglied im Vorstand der Signal Iduna-Gruppe das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden.

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß einer Pressemitteilung der OVB Holding AG hat der Konzern im Geschäftsjahr 2016 Provisionserlöse von rund 232 Millionen Euro (Vorjahr 225 Millionen Euro) erzielt.[7] Das operative Ergebnis (Gewinn vor Zinsen und Steuern, EBIT) erreichte 16,5 Millionen Euro (Vorjahr 14,0 Millionen Euro). Das Konzernergebnis erreichte 12,5 Millionen Euro (Vorjahr 9,4 Millionen Euro). In Mittel- und Osteuropa wurden Gesamtvertriebsprovisionen in Höhe von 109,7 Millionen Euro (Vorjahr 108,2 Millionen Euro) erzielt. In Deutschland lagen die Gesamtvertriebsprovisionen bei 63,9 Millionen Euro (Vorjahr 64,9 Millionen Euro). In Süd- und Westeuropa wuchs der Umsatz um 12,8 Prozent auf 58,2 Millionen Euro (Vorjahr 51,6 Millionen Euro). Die EBIT-Marge des Konzerns – bezogen auf die Gesamtvertriebsprovisionen – belief sich auf 8,7 Prozent (analog zum Vorjahr).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b OVB-Geschäftsbericht 2016
  2. OVB-Geschäftsbericht 2013
  3. Impressum OVB Holding AG - Registrierungsnummer nach § 34d GewO: D-7IZ9-L8YFB-01. In: ovb.eu. Abgerufen am 8. März 2017 (deutsch).
  4. Vermittlerregister: Recherche. In: vermittlerregister.info. Deutscher Industrie- und Handelskammertag, abgerufen am 8. März 2017 (deutsch).
  5. Das OVB-Hilfswerk „Menschen in Not e. V.“
  6. OVB Holding AG: Pressemitteilung 5. Februar 2015
  7. OVB Holding AG: Pressemitteilung vom 28. März 2017