Oberlengsfeld

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Oberlengsfeld
Koordinaten: 50° 49′ 17″ N, 9° 51′ 27″ O
Höhe: 327 (325–361) m ü. NHN
Fläche: 3,88 km²[1]
Einwohner: 482 (31. Dez. 2021)[2]
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 36277
Vorwahl: 06629

Oberlengsfeld ist ein Ortsteil der Gemeinde Schenklengsfeld im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Der Ort liegt östlich des Hauptortes Schenklengsfeld und schließt direkt an ihn an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein 700 Jahre Oberlengsfeld
Fachwerkhäuser an der Landecker Straße

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Oberlengsfeld erfolgte im Jahre 1314 mit dem Ortsnamen Superior Lengisfeld. Später nannte man das Dorf Lengisfeld unter Landecke. Um 1639, also während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort, wie viele andere auch zur Wüstung. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wohnten aber schon wieder über 20 Familien in Oberlengsfeld.[3]

Zum 1. Februar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oberlengsfeld im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Bais in die Gemeinde Schenklengsfeld eingemeindet.[4][5] Für Oberlengsfeld wurde, wie für alle bei der Gebietsreform eingegliederten Gemeinden sowie für die Kerngemeinde mit Lampertsfeld, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[6]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Staaten und deren nachgeordnete Verwaltungseinheiten, denen Oberlengsfeld angehörte:[1][7]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Oberlengsfeld 507 Einwohner. Darunter waren 6 (1,2 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 96 Einwohner unter 18 Jahren, 225 zwischen 18 und 49, 84 zwischen 50 und 64 und 102 Einwohner waren älter.[10] Die Einwohner lebten in 204 Haushalten. Davon waren 42 Singlehaushalte, 48 Paare ohne Kinder und 96 Paare mit Kindern, sowie 18 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 42 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 132 Haushaltungen lebten keine Senioren.[10][10]

Einwohnerentwicklung

Oberlengsfeld: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2019
Jahr  Einwohner
1834
  
230
1840
  
229
1846
  
249
1852
  
263
1858
  
258
1864
  
263
1871
  
273
1875
  
242
1885
  
253
1895
  
229
1905
  
200
1910
  
209
1925
  
279
1939
  
322
1946
  
488
1950
  
537
1956
  
467
1961
  
419
1967
  
472
1970
  
485
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
507
2019
  
501
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Gemeinde Schenklengsfeld[11]; Zensus 2011[10]

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 251 evangelische (= 99,21 %), zwei katholische (= 0,79 %) Einwohner[1]
• 1961: 380 evangelische (= 90,69 %), 38 katholische (= 9,07 %) Einwohner[1]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Oberlengsfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Oberlengsfeld, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Zahlen, Daten & Fakten. In: Webauftritt. Gemeinde Schenklengsfeld, abgerufen im März 2022.
  3. Oberlengsfeld. Ortsgeschichte, Infos. In: schenklengsfeld.info. Private Website, abgerufen im Januar 2022.
  4. Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Punkt 328, Abs. 38 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,2 MB]).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 396.
  6. Hauptsatzung. (PDF; 140 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Schenklengsfeld, abgerufen im Oktober 2020.
  7. Michael Rademacher: Land Hessen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: treemagic.org.
  8. Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 50 f. (online bei Google Books).
  9. Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.
  10. a b c d Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 22 und 78;.
  11. Einwohnerzahlen aus Webarchiv. Gemeinde Schenklengsfeld, archiviert vom Original; abgerufen im März 2022.