Opération Barkhane

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Opération Barkhane
Die Sahelzone
Die Sahelzone
Datum 1. August 2014 bis andauernd
Ort Sahelzone: Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad
Ausgang offen
Konfliktparteien

FrankreichFrankreich Frankreich
MaliMali Mali
NigerNiger Niger
Burkina FasoBurkina Faso Burkina Faso
MauretanienMauretanien Mauretanien
TschadTschad Tschad
Unterstützung durch:
DeutschlandDeutschland Deutschland
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich[1][2]
KanadaKanada Kanada[3][4]

Dschamāʿat Nusrat al-Islām wa-l-Muslimīn (2017- )
Al-Mourabitoun (2014–17)
AQIM (2014–17)
Ansar Dine (2014–17)
Boko Haram

Befehlshaber

FrankreichFrankreich Emmanuel Macron
MaliMali Ibrahim Boubacar Keïta
NigerNiger Mahamadou Issoufou
Burkina FasoBurkina Faso Michel Kafando
MauretanienMauretanien Mohamed Ould Abdel Aziz
TschadTschad Idriss Déby

Djamel Okacha
Iyad ag Ghali
Mokhtar Belmokhtar

Truppenstärke
3,500 französische Soldaten[5] 3,000 Kämpfer (alle Gruppen)[6]
Verluste

FrankreichFrankreich Frankreich 8 Gefallene[7][8]

65 Gefallene, 60 Gefangene[9]

Opération Barkhane ist eine französisch geführte Militäroperation zur Beseitigung des transnationalen, islamistischen Terrorismus, die seit dem 1. August 2014 in der afrikanischen Sahelzone stattfindet.[10] Das Operationsgebiet umfasst die ehemaligen französischen Kolonien Burkina Faso, Tschad, Mali, Mauretanien und Niger.[5] Diese Länder bilden die "G5 Sahel".[11] Die Operation ist nach der Sicheldüne (Barchan) benannt, die in der Wüste Sahara vorzufinden ist.[12]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barkhane ist der Nachfolger der Opération Serval, der französischen Militärintervention in Mali,[12] und der Opération Épervier, der Mission im Tschad.[13]

Ziel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das offizielle Wappen der Operation Barkhane

Opération Barkhane soll „der französische Eckpfeiler der Terrorbekämpfung in der Sahel-Region sein.“[11] Gemäß Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian soll die Operation verhindern, dass die überregionalen Transitrouten in der Sahel-Zone ein Rückzugsort des globalen Jihadismus werden, auf denen Terroristen ungehindert zwischen Libyen und dem atlantischen Ozean operieren können.[14] Die Aktivitäten des Militärs richten sich demgemäß gegen islamistische Extremisten in Mali, Tschad und dem Niger,[10] und finden grenzüberschreitend statt.[10]

Beteiligte Streitkräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankreich

Französische Soldaten im Gespräch mit Einheimischen im Süden Malis

Frankreich stellt eine 3000 Mann starke Truppe zur Aufstandsbekämpfung.[5] Davon sind 1,000 Soldaten in Mali eingesetzt. Weitere 1200 Soldaten operieren in der Region des Tschad-See und etwa 800 Soldaten sind auf Standorte im Niger, der Elfenbeinküste und Burkina Faso verteilt.[5] Neben konventionellen Streitkräften des Heeres und der Luftwaffe setzt Frankreich auch Spezialkräfte ein.

Die Opération Barkhane wird insbesondere durch die UN-Mission MINUSMA und die Gemeinsame Truppe der G5 Sahel ergänzt.[15][16]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Operationsbeginn war der 1. August 2014. Französische Kräfte hatten Anfang November 2014 ihren ersten Gefallenen zu beklagen.[9] Am 12. April 2016 fielen drei französische Soldaten, als ihr Fahrzeug nördlich der Stadt Tessalit auf eine Mine fuhr.[17]

Am 15. März 2017 nahmen französische Truppen acht Jihadisten in der Wüste nördlich von Timbuktu gefangen.[18] Am 5. April 2017 fiel ein französischer Soldat in der Nähe des malischen Hombari in einem Feuergefecht, nachdem ein Fahrzeug seiner Einheit durch ein IED angegriffen wurde.[19] Ende April 2017 führten französische Einheiten eine Operation im Grenzgebiet zwischen Mali und Burkina Faso aus, infolgedessen 20 Aufständische getötet worden.[20]

Nach dem Zusammenschluss verschiedener Extremistengruppen zu der Dschamāʿat Nusrat al-Islām wa-l-Muslimīn stellt diese nun eine wesentliche Bedrohung und damit einhergehend ein wesentliches Ziel der Operation dar.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. gov.uk (PDF).
  2. Defence Secretary secures progress on Brimstone sales as unmanned aircraft project moves forward. gov.uk, abgerufen am 29. April 2017 (englisch).
  3. Operation FREQUENCE. National Defence and the Canadian Armed Forces. Abgerufen am 10. Februar 2017.
  4. The CAF conduct airlift operations in support of French operations in West Africa and the Sahel region, Government of Canada. 11. November 2016. Abgerufen am 10. Februar 2017. 
  5. a b c d François Hollande’s African adventures: The French are reorganising security in an increasingly troubled region. In: Economist.
  6. Jihadist threat not as big as you think. CNN. 14. September 2014. Abgerufen am 9. Oktober 2014.
  7. One more French soldier killed in Mali. In: Xinhua News Agency, 15. Juli 2014. 
  8. French soldier killed in Mali blast claimed by Islamists. 5. November 2016. 
  9. a b French Military Says 24 Jihadists Killed in Mali. In: ABC News. Abgerufen am 9. November 2014. 
  10. a b c France sets up anti-Islamist force in Africa's Sahel, bbc.co.uk.
  11. a b Maxime H.A. Larivé: Welcome to France’s New War on Terror in Africa: Operation Barkhane. In: nationalinterest.org.
  12. a b Hollande announces new military operation in West Africa, france24.com.
  13. Opération Barkhane, French Ministry of Defense.
  14. France Launches New Sahel Counter-Terrorism Operation Barkhane, ibtimes.co.uk.
  15. G5 Sahel Gruppe: Mehr als nur Militär. Deutsche Welle, 3. Juli 2017, abgerufen am 4. Juli 2017.
  16. Macron unterstützt Anti-Terror-Truppe in Westafrika. Zeit Online, 2. Juli 2017, abgerufen am 4. Juli 2017.
  17. Agence France-Presse: Three French soldiers killed in Mali mine blast (englisch). In: The Guardian, 13. April 2016. 
  18. Baba Ahmed: French forces arrest 8 jihadists in northern Mali: Official. Star Tribune.
  19. French soldier killed in ‘clash with terrorists’ in Mali. France 24. 6. April 2017.
  20. uk.mobile.reuters.com