Oskar Hagemann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Oscar „Oskar“[1] Hagemann (* 12. Oktober 1888 in Holoubkov[2] bei Pilsen, Königreich Böhmen; † 18. August 1984 in Karlsruhe) war ein deutscher Maler.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren im böhmischen Holoubkov, zog Oscar Hagemann nach dem frühen Tod des Vaters im Jahre 1896 nach Lübeck und kurz darauf nach Baden-Baden. Die Mutter erkannte früh seine Begabung und ermöglichte ihm ab 1901 ersten Mal- und Zeichenunterricht bei Ivo Puhonny.

Im Jahre 1906, als 18-Jähriger, schrieb sich Oscar Hagemann an der Kunstakademie Karlsruhe ein. Seine ersten Lehrer waren Ludwig Schmid-Reutte, Walter Conz und Ludwig Wilhelm Plock. 1908 wurde er in Wilhelm Trübners Meisterklasse aufgenommen.

Noch während seiner Akademiezeit beteiligte er sich an ersten Ausstellungen in München und Baden-Baden, was zu einem ersten Ankauf durch das Kölner Wallraf-Richartz-Museum („Die Weinprobe“) führte.

Ab 1912 bis zum Kriegsausbruch lebte Hagemann zusammen mit seiner ersten Frau, der Künstlerin Gertrud „Gertel“ Stamm-Hagemann (1891–1939), im Schloss Augustenburg (Karlsruhe), das in den 1890ern der Grötzinger Malerkolonie als kultureller Mittelpunkt gedient hatte. Von etwa 1917 bis Oktober 1920 lebten die Hagemanns im Schloss in Sommerau im Spessart. Gertel Hagemann ist die Autorin des Büchleins „MUSCHIK“ – Aus dem Leben eines Pferdes. Diese Geschichte – sie spielt in Sommerau (heute ein Ortsteil des Marktes Eschau im Spessart) sowie in Karlsruhe und Umgebung – wurde nach ihrem Tode 1940 herausgegeben. Von 1942 bis zum 30. September 1944 lehrte Hagemann an der Kunstakademie Karlsruhe. 1943 heiratete er ein zweites Mal. Kriegsbedingt lebte er von 1944 bis 1951 in Konstanz. 1951 zog er zurück nach Karlsruhe-Durlach.

Hagemann verstand sich als Bildnismaler; sein Werk umfasst hauptsächlich Porträts.[1] Für die Signierung seiner Bilder schrieb er seinen Vornamen grundsätzlich mit „k“: Oskar H. Hagemann;[3] diese Schreibweise hat sich in der Literatur, in Ausstellungen und im Kunsthandel durchgesetzt.

Oskar Hagemann war Mitglied im Deutschen Künstlerbund.[4]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oskar Hagemann / Bildnisse – Landschaften – Blumen, Karlsruhe 1978.
  • Oskar Hagemann, Karlsruhe 1978.
  • Oskar Hagemann, Museumsgesellschaft Ettlingen 1979
  • Oskar Hagemann, Karlsruhe-Grötzingen 2013[5].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Wilkendorf: Der Bildnismaler Oskar Hagemann. In Ekkhart. Jahrbuch für den Oberrhein, Jahrgang 1942. Freiburg i.Br. 1942.
  • Eberhard Lutze: Ausstellung Landschaften und Bildnisse von Hans Blum, Walter Conz und Oskar H. Hagemann. Albrecht-Dürer-Verein der Freunde bildender Künste in der Stadt der Reichsparteitage, Nürnberg 1943.
  • Dietmar Wollfarth: Oskar Hagemann. Ausstellungskatalog. Schriftenreihe der Museums-Gesellschaft Ettlingen e. V., Band 16. C. F. Müller, Karlsruhe 1979. ISBN 3-7880-9641-1.
  • Friedrich Bentmann: Oskar Hagemann / Bildnisse – Landschaften – Blumen. Ausstellungskatalog. Stadt Karlsruhe, Karlsruhe 1978.
  • Reiner Hagemann: Oskar Hagemann / 1888–1984. In Grötzinger Heimatbrief 2013. Karlsruhe 2013.
  • Otto Pfeifer: Historisches Häuserbuch von Sommerau. Hinckel-Druck, Wertheim, Hrsg. Markt Eschau, Selbstverlag, 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Reiner Hagemann: Oskar Hagemann / 1888–1984. In Grötzinger Heimatbrief 2013. Karlsruhe 2013
  2. deutsch: Holoubkau; en:Holoubkov (englisch)
  3. Der Bildnismaler Oscar H. Hagemann
  4. kuenstlerbund.de: Ordentliche Mitglieder des Deutschen Künstlerbundes seit der Gründung 1903 / Hagemann, Oskar (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kuenstlerbund.de (abgerufen am 10. August 2015)
  5. Heimatfreunde Grötzingen e. V.: Grötzinger Heimatbrief 2013. Karlsruhe 2013.