Otto-Pankok-Schule

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Otto-Pankok-Schule
Otto-Pankok-Schule Logo.png
Schulform Gymnasium
Schulnummer 165128
Gründung 1852
Adresse

Von-Bock-Straße 81

Ort Mülheim an der Ruhr
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 25′ 34,3″ N, 6° 53′ 41,6″ OKoordinaten: 51° 25′ 34,3″ N, 6° 53′ 41,6″ O
Träger Stadt Mülheim an der Ruhr
Schüler 765 (Stand: November 2014)
Lehrkräfte 63 (Stand: November 2014)
Leitung Ulrich Stockem
Website otto-pankok-schule.de

Die Otto-Pankok-Schule (kurz OP, umgangssprachlich oft Otto-Pankok-Gymnasium) ist ein Gymnasium der Stadt Mülheim an der Ruhr. Es erhielt seinen heutigen Namen 1974 nach Otto Pankok, einem bekannten in Mülheim geborenen Maler, Zeichner und Bildhauer.

Die Otto-Pankok-Schule hat 765 Schüler und 63 Lehrer (Stand vom November 2014).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule hat ihre Wurzeln in der 1852 eröffneten „Höheren Bürgerschule“. Dieses Datum wird auch als Gründungsjahr der Otto-Pankok-Schule betrachtet und wurde zuletzt 2002 – zum 150-jährigen Bestehen – entsprechend gefeiert. 1911 kam es zur Teilung der Anstalt in das staatliche „Königliche Gymnasium mit Realgymnasium“ (die heutige Otto-Pankok-Schule) und die städtische „Oberrealschule“ (das heutige Gymnasium Karl-Ziegler-Schule). Erster Direktor des neu gegründeten staatlichen Gymnasiums war Adolf Stamm.[1]

Nach Ende des Ersten Weltkrieges trug sie den Namen Staatliches Gymnasium. Da das Städtische Gymnasium die Tradition des Realgymnasiums mit Betonung auf den Naturwissenschaften weiterführte, war nach der Neuorganisation des Schulwesens nach der Zeit des Nationalsozialismus der Charakter des Gymnasiums im Namen Staatliches Gymnasium Mülheim a. d. Ruhr (Altsprachliches und Neusprachliches Gymnasium) abzulesen. Eingangssprache war Latein. Nach Englisch als zweiter Fremdsprache kam in der Mittelstufe entweder Altgriechisch oder Französisch dazu. Der altsprachige Zweig des damaligen Jungengymnasiums durfte sogar von einzelnen Damen besucht werden, wenn diese ihre Griechischkurse weiterführen wollten oder sollten. Aber auch die musischen Fächer wurden besonders gefördert. So bekam die Aula Ende der 1950er Jahre eine von Hugo Stinnes jun. gestiftete Orgel, zu deren Einweihung im Oktober 1959 Albert Schweitzer gewonnen werden konnte, der zu einem Besuch der mit ihm befreundeten Familie Stinnes in der Stadt weilte. Die wenig genutzte Orgel wurde in das neue Schulgebäude übernommen. Der Musiklehrer Heuken war mit seinen Offenen Singen, die er mit der Schulgemeinde veranstaltete, sogar im Rundfunk zu hören.

Nach Übernahme der Schulträgerschaft durch die Stadt Mülheim an der Ruhr am 1. Januar 1974 beschloss der Rat der Stadt, dass Otto Pankok Namenspatron werden soll. Am 1. August erhielt die Otto-Pankok-Schule ihren heutigen Namen.

Vom 5. Februar 2014 bis zum 18. Februar selben Jahres war das Schulgebäude aufgrund akuter baulicher Mängel für den Unterricht geschlossen. Die Mängel, die nicht sturmfeste Außenfassade, wurden im Rahmen von Brandschutzmaßnahmen entdeckt.[2] Seither wird das Gebäude saniert.

Schulstruktur, Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Als erste Fremdsprache kann Latein gewählt werden, dazu kommen zwei Stunden Englisch. Damit wird die Tradition des humanistischen Gymnasiums fortgeführt.
  • In der Oberstufe wird durch Kooperation mit den anderen fünf Oberschulen der Stadt ein differenziertes Kursangebot ermöglicht. Als Arbeitsgemeinschaft wird ab der 10. Klasse Altgriechisch angeboten.
  • Der bereits 1898 gegründete Schülerruderverein, der bis heute Bestand hat, ist einer der ältesten im Lande. Er besitzt ein eigenes Bootshaus an der Ruhr in Menden.

Aktionen und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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  • Das Gymnasium ist 2005 NRW-Meister im Schulhockey; dieser Titel konnte in der Harbecke-Sporthalle in Mülheim im Finale gegen eine Schule aus Dortmund errungen werden. Auf dem sportlichen Sektor wurden zahlreiche Erfolge verbucht (z. B. durch die schuleigene Ruderriege).
  • Überregionale Bekanntheit erreichte die Kabarettgruppe „Die OPtiker“ des Literaturkurses der Jahrgangsstufe 12. Ihr Programm fand schon oft die Anerkennung von Kritikern der Ruhrgebietszeitung WAZ.
  • Ebenso trägt die Otto-Pankok-Big Band OPas-Band durch zahlreiche Auftritte auch außerhalb Mülheims zur internationalen Bekanntheit des Gymnasiums bei. So waren in diesem Jahr die jungen Musiker zum dritten Mal beim Mülheimer Jazz-Festival zu sehen und zu hören.[3]
  • Jedes Jahr fahren ungefähr 16 Schüler in Begleitung zweier Lehrer zur Partnerstadts Mülheims, Darlington.[4] Dort besuchen sie die Partnerschule der Otto-Pankok-Schule, die Longfield School oder das Queen Elizabeth Sixth Form College. Dazu stehen ein Empfang durch den Bürgermeister Darlingtons sowie eine Besichtigung des Eisenbahnmuseums in Darlington an der ersten Eisenbahnstrecke der Welt, der Stockton and Darlington Railway, auf dem Programm. Je nach Organisation der Fahrt wohnen die Schüler bei Familien von Schülern der Longfield-School oder im Arts-Centre in Darlington. Die Schüler bleiben eine Woche in Darlington.
  • 2011 veröffentlichte die Schule in Zusammenarbeit mit der Realschule Broich und Sponsoren aus der Mülheimer Wirtschaft ein Sachbuch über ihren Namensgeber.[5]

Partnerschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerschulen sind das Carl-Goerdeler-Gymnasium in Leipzig und die Longfield School in der Mülheimer Partnerstadt Darlington.

Bekannte ehemalige Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

vor 1911[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nach 1911[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gymnasium, Realgymnasium i.E. und Realschule, Mülheim (Ruhr) (Hrsg.): Bericht über die Schuljahre 1908 – 1910. Digitalisat
  • Heinrich Monzel und Theo Schröter (Hrsg.): Hundert Jahre Höhere Schule in Mülheim a.d. Ruhr: Staatliches Gymnasium (Altsprachliches und Neusprachliches Gymnasium), Von-Bock-Straße 81. Festschrift zum Jubiläum vom 25. bis 29. September 1952.
  • b.l.i.n.k.l.i.c.h.t.e.r 2002 – Sonderausgabe zum 150sten Geburtstag der Otto-Pankok-Schule. Festschrift zur 150-Jahr-Feier der Otto-Pankok-Schule. Hrsg. von der Jahrbuchredaktion der Otto-Pankok-Schule. Mülheim an der Ruhr, 2002.
  • Otto-Pankok-Schule – Ein Projekt der Otto-Pankok-Schule und der Realschule Broich. Buch, Hrsg. von der Otto-Pankok-Schule. Mülheim an der Ruhr, 2011.

Weitere Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr, Bestand 1204 (Staatliches Gymnasium)
  • Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr, Bestand 2003 (Staatliches Gymnasium/Otto-Pankok-Schule)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Geschichte der Mülheimer Schulen. Stadt Mülheim an der Ruhr, 15. Dezember 2014, abgerufen am 16. September 2015.
  2. Gravierende Baumängel – Otto-Pankok-Schule macht dicht. WAZ.de, 5. Februar 2014, abgerufen am 5. Februar 2014.
  3. Pankok Big Band bringt Frische in den Jazzkeller - Mülheim. In: derwesten.de. 23. Oktober 2016, abgerufen am 21. Januar 2017.
  4. Darlington Town Twinning & International Association. In: darlingtontowntwinning.co.uk. 20. September 2016, abgerufen am 21. Januar 2017 (englisch).
  5. WAZ-Artikel "Das Otto-Pankok-Buch ist fertig", auf der Internetseite der Schule
  6. Artikel über Smend des Stadtarchivs