Paul Ingendaay

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Paul Ingendaay (* 5. Januar 1961 in Köln) ist ein deutscher Schriftsteller, Journalist, Literaturkritiker und -wissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am katholischen Internat Collegium Augustinianum Gaesdonck studierte Ingendaay Anglistik und Hispanistik in Köln, Dublin und München und wurde mit einer Arbeit über William Gaddis promoviert.

Von 1992 bis 1998 war er Literaturredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 1997 mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet, berichtete er seit 1998 als FAZ-Kulturkorrespondent für die Iberische Halbinsel mit Sitz in Madrid. Seit 2016 ist er Europa-Korrespondent des Feuilletons mit Sitz in Berlin.[1]

Ingendaays erster Roman Warum du mich verlassen hast, der von der Literaturkritik sehr positiv aufgenommen wurde, erschien 2006 und wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2006 nominiert. Für diesen Roman erhielt er im selben Jahr den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld und den Aspekte-Literaturpreis.

Ingendaay ist gemeinsam mit Anna von Planta Herausgeber der 32-bändigen Gesamtausgabe der Werke von Patricia Highsmith im Diogenes Verlag, Zürich, von der inzwischen 30 Bände vorliegen.

Paul Ingendaay ist ein Bruder des Übersetzers (unter anderem von William Gaddis) Marcus Ingendaay.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaftlich
  • Die Romane von William Gaddis (= Schriftenreihe Literaturwissenschaft, Band 26). WVT Wissenschaftlicher Verlag, Trier 1993, ISBN 3-88476-088-2 (Dissertation Universität Trier 1993, 200 Seiten).
Literarisch
als Herausgeber
  • Javier Marías: Alle unsere frühen Schlachten. Fußball-Stücke. Vorwort Paul Ingendaay. Klett-Cotta, Stuttgart 2000. ISBN 3-608-93554-1
  • Patricia Highsmith: Werkausgabe. Hrsg. und Nachworte P. I.; weitere Hg.'in Anna von Planta. 32 Bände. Diogenes, Zürich 2002–2010

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neues aus der Redaktion, In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11. Mai 2017, S. 2.