Paul Kother

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Paul Kother (* 1. Mai 1878 in Leipzig; † 7. Juli 1963 in Weimar) war ein deutscher Maler des Expressionismus.

Er besuchte von 1894 bis 1896 die Leipziger Kunstakademie und anschließend bis 1898 die Königliche Akademie der Bildenden Künste Dresden. Von 1898 bis 1899 lebte er in einer gemeinsamen Atelierwohnung mit Otto Mueller. Ab 1909 lebte er in Dresden. Dort begegnete er Max Pechstein und Käthe Kollwitz. Hier war er an größeren Ausstellungen beteiligt. 1914 zog er nach Berlin, wo Kontakte zu Ernst Ludwig Kirchner und Conrad Felixmüller entstanden. In den Jahren 1915 bis 1918 war er zum Kriegsdienst eingezogen. Ab 1916 erfolgten mehrere Ausstellungen in Berlin. 1922 erhielt er durch Max Liebermann den Ehrenpreis der Preußischen Akademie der Künste. Seit 1928 lebte Kother in Weimar. Während des Nationalsozialismus sicherte er durch unverfängliche Genre-Bilder sein Auskommen. 1952 wurde der Mitglied des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands. Seine letzten Lebensjahre arbeitete er zurückgezogen und ohne Kontakt zu Künstlerkollegen im Weimarer Atelierhaus.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Judaskuß, o. J. (um 1912), Aquarell.
  • Verspottung Christi, o. J. (um 1912), Aquarell.
  • Ausruhende Soldaten, o. J. (um 1915), Kohlezeichnung.
  • Gefangene Franzosen beim Kartenspiel, 1915, Kohlezeichnung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Expressive Gegenständlichkeit – Schicksale figurativer Malerei und Grafik im 20. Jahrhundert: Werke aus der Sammlung Gerhard Schneider. Herausgegeben von Rolf Jessewitsch, Gerhard Schneider, Axel Wendelberger, druckVerlag Kettler, Bönen/Westfalen 2001, ISBN 978-3-93501-920-0, S. 560.