Pelješac-Brücke

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Koordinaten: 42° 56′ 23″ N, 17° 32′ 38″ O

Pelješac-Brücke
Offizieller Name Pelješki most
Querung von Bucht von Mali Ston zwischen der Halbinsel Pelješac und dem Festland
Ort Komarna
Unterhalten durch Hrvatske ceste
Konstruktion Schrägseilbrücke
Gesamtlänge 2.374 m
Breite 21 m, 4 Spuren
Anzahl der Öffnungen 10
Längste Stützweite 563 m
Pfeilerachsabstand 180 m
Pfeilhöhe 240 m
Konstruktionshöhe 115 m
Lichte Höhe 55 m
Baukosten € 420 Mio
Baubeginn 24. Oktober 2007
Fertigstellung 2022
Zustand Neuausschreibung bis Sommer 2017
Planer IGH
Lage
Pelješac-Brücke (Kroatien)
Pelješac-Brücke
Pelješac bridge location map.svg
p1

Die Pelješac-Brücke (kroat. Pelješki most) ist eine geplante Schrägseilbrücke in Südkroatien, deren Bau 2022 abgeschlossen sein soll.[1]

Zweck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie soll die Bucht von Mali Ston überbrücken und somit die Gespanschaft Dubrovnik-Neretva mit dem Rest Kroatiens unter Umgehung des Neum-Korridors verbinden. Durchreisende auf dem Weg nach Süden müssen bislang bei der Ortschaft Neum auf wenigen Kilometern bosnisch-herzegowinisches Staatsgebiet durchqueren, was insbesondere für den Transitverkehr nachteilig ist. Zudem soll durch die Brücke der Zugang zu den Inseln im Süden Kroatiens erleichtert werden und somit ein wirtschaftlicher Aufschwung in dieser bislang verkehrstechnisch relativ abgelegenen Gegend möglich werden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Brücke soll die Ortschaft Komarna auf dem Festland mit der Halbinsel Pelješac (bei Brijesta) verbinden. Die in den Sommermonaten stark ausgelastete alternative Fährverbindung führt von Ploče nach Trpanj auf der Halbinsel Pelješac.

Die Brückenverbindung soll zur Revitalisierung der Gegend von Pelješac und der Neretva-Gegend beitragen und negativen demographischen Trends entgegenwirken. Insbesondere die Bevölkerung auf den Inseln Korčula, Lastovo und Mljet, aber auch die Bevölkerung von Dubrovnik erwartet durch den Bau der Pelješac-Brücke bessere Verbindungen zum Festland und zu anderen kroatischen Städten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem am 24. Oktober 2007 mit dem Bau begonnen worden war, wurden wegen finanzieller Probleme die langsam verlaufenden Arbeiten im Jahr 2010 gestoppt. Am 17. Mai 2012 kündigte die sozialdemokratische Regierung unter Premier Zoran Milanović dann die Verträge mit dem ausführenden Konsortium um die Firmen Konstruktor-Inženjering, Viadukt und Hidroelektra niskogradnja.[2] Das Projekt wurde damit zunächst auf unabsehbare Zeit aufgeschoben.

Da Kroatien seit dem EU-Beitritt am 1. Juli 2013 eine Lösung für die Verkehrsproblematik aufgrund des Neum-Korridors benötigte, war auch im Gespräch, an der Stelle der Brücke eine Fährverbindung aufzubauen.[3][4] Auch eine Transit-Autobahn durch den Neum-Korridor ohne Grenzkontrollen und Einreisemöglichkeit nach Bosnien-Herzegowina wurde als Alternative gehandelt.[5]

Bosnien-Herzegowina hatte dem Bauvorhaben im Januar 2017 zugestimmt. Obwohl die Brücke über kroatisches Gewässer führen soll, hatte Bosnien-Herzegowina Bedenken bezüglich der Dimensionen des Bauwerkes. Eine zu klein dimensionierte Brücke hätte den einzigen bosnisch-herzegowinischen Zugang zum Mittelmeer im Hafen Neum beeinträchtigen können.[6]

Nach einer Neuausschreibung des Projektes erklärte der kroatische Verkehrsminister Oleg Butković im April 2017, dass der Zuschlag im Sommer erfolgen werde und die Bauarbeiten im Herbst fortgesetzt und im Jahr 2022Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren abgeschlossen werden können.[7] Die Kosten für die Brücke werden auf rund 420 Millionen Euro geschätzt.[8] Am 7. Juni 2017 gab die Europäische Union bekannt, 85 % der Baukosten zu übernehmen.[9]

Am 15. Januar 2018 traf Hrvatske ceste eine formelle Entscheidung, nach der die China Road and Bridge Corporation die Ausschreibung gewonnen hat. Abgesehen vom niedrigsten Preis bot CRBC auch an, das Projekt sechs Monate schneller als nötig abzuschließen.[10]

Technische Ausführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Mit einer Mittelspannweite von 563 Metern (bei einer Gesamtlänge von 2.374 m) wäre die Pelješac-Brücke bei ihrer Fertigstellung die größte Schrägseilbrücke in Kroatien. Die Stahlbetonpylone haben gemäß ersten Planungen eine Höhe von 240 m und sollen in 50 bis 70 m Tiefe auf Fels gegründet werden. Der Überbau wäre 21 Meter breit und würde maximal 55 Meter über dem Meeresspiegel liegen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Minister: Peljesac Bridge to be completed by 2022. Abgerufen am 30. Juli 2017.
  2. Gov't terminates contract on construction of Peljesac bridge. Auf: daily.tportal.hr, 17. Mai 2012
  3. Trajekti će biti skuplji i od pelješkog mosta
  4. Nova trajektna linija kopno - Pelješac
  5. Thomas Fuster: Kroatien-Bosnien: Die Lücke an der Adriaküste. In: Neue Zürcher Zeitung. 29. September 2012, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 7. Mai 2017]).
  6. Bosnia and Herzegovina to Approve Construction of Pelješac Bridge. (total-croatia-news.com [abgerufen am 7. Mai 2017]).
  7. Pelješac Bridge to Be Constructed Within 3.5 Years. (total-croatia-news.com [abgerufen am 8. Mai 2017]).
  8. Minister: Peljesac Bridge to be completed by 2022. Abgerufen am 30. Juli 2017.
  9. Commission approves EU financing of the Pelješac bridge in Croatia. Abgerufen am 30. Juli 2017 (englisch).
  10. TKO SU KINEZI KOJI BI TREBALI SAGRADITI PELJEŠKI MOST S moćnim državnim konglomeratom dvije hrvatske tvrtke već su ugovorile suradnju. In: jutarnji.hr. Abgerufen am 16. Januar 2018 (englisch).