Pfarrkirche Überackern

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Pfarrkirche hl. Petrus in Überackern

Die Pfarrkirche Überackern steht im Ort Überackern in der Gemeinde Überackern in Oberösterreich. Die römisch-katholische Pfarrkirche hl. Petrus gehört zum Dekanat Braunau in der Diözese Linz. Die Kirche und der Friedhof stehen unter Denkmalschutz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Kirche wurde zwischen 748 und 788 urkundlich genannt. Der gotische Kirchenbau von 1480 bis 1486 wurde Ulrich Ziernstainer aus Burghausen zugeschrieben. 1952 wurde die Kirche restauriert und dabei die Fresken freigelegt.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das einschiffige dreijochige Langhaus und der gleich breite zweijochige Chor mit einem Dreiachtelschluss haben Netzrippengewölbe. Der Chor hat Verstrebungen. Die Fenster wurden barockisiert. Im Chorgewölbe sind spätgotische Medaillons mit Fresken mit Evangelistensymbolen um 1480/1490. Die spätgotische dekorative vegetabile Gewölbemalerei im Langhaus und Chor wurde später stark erneuert. Über zwei Fenstern im Chor sind barocke Fresken. Die spätgotische Westempore aus Holz ist aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts. Der Westturm mit einer achtseitigen Glockenstube trägt eine Spitzhelm von 1867/1872. Das spätgotische Südportal hat eine Vorhalle und einen spätgotischen Zugring. Die Sakristeitür hat einen spätgotischen Schlüsselbeschlag. Neben dem Sakramentenhäuschen ist eine Stiftungsinschrift mit 1486.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hochaltar wurde urkundlich 1658 vom Tischler Bartlmä Miller gebaut und zeigt ein Gemälde von Andreas Nowack (1848) aus Prag. Der linke Seitenaltar aus der Mitte des 17. Jahrhunderts und die Kanzel aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden aus der Kapuzinerkirche Burghausen hierher übertragen und 1785 aufgestellt. Unter der Orgelempore ist ein Gemälde im Stil des Rokoko mit Maria und Heiligen und die Stifterfamilie um 1770/1780.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Überackern, Pfarrkirche hl. Petrus. S. 347. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Oberösterreich. Von Erwin Hainisch, Neubearbeitet von Kurt Woisetschläger, Vorworte zur 3. Auflage (1958) und 4. Auflage (1960) von Walter Frodl, Sechste Auflage, Verlag Anton Schroll & Co., Wien 1977.

Koordinaten: 48° 11′ 33″ N, 12° 52′ 34″ O