Pferdesport in Hamburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Pferdesport in Hamburg, das ist Pferdesport, den Breiten- und Leistungssportler ausüben. Reitern und Pferden stehen in der Hansestadt Anlagen von Reitbetrieben und -vereinen sowie Reitwege in der Natur[1] zur Verfügung.

Dachorganisation der Reit- und Fahrvereine, der Pferdezuchtvereine sowie der von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung anerkannten Reit- und Fahrschulen im Bereich der Freien und Hansestadt Hamburg ist der Landesverband der Reit- und Fahrvereine Hamburg.

Breitensport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2013 waren mehr als 8.600 Reiter in nicht ganz 80 Reitvereinen und -betrieben in der Hansestadt aktiv. Mindestens 3800 Pferde wurden in Hamburg gehalten.[2]

Reitvereine und -betriebe führen in der Hansestadt regelmäßig Breitensportturniere durch. Informationen zu diesen Turnieren können beim Landesverband abgerufen werden.[3]

Unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters wird seit 2005 der Hamburg-Cup veranstaltet, ein Turnier für Junioren.[4]

Der mit mehr als 3000 Mitgliedern stärkste Reitverein Deutschlands, der Islandpferde Zucht- und Sportverein Nord, hat seinen Sitz in Hamburg.

Leistungssport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Leistungssport gehört der Pferdesport seit dem 19. Jahrhundert zum Sport in Hamburg. Mehrere pferdesportliche Großereignisse werden in der Hansestadt ausgetragen; auch Derbys.

Galopprennsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sieg von Alsterblüte im 80. Deutschen Galoppderby 1949

1869 wurde erstmals in der Hansestadt das (Nord-)Deutsche Galoppderby durchgeführt, das seit 1889 den Namen Deutsches Derby trägt. Das Pferderennen wird auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn gelaufen.

Trabrennsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschneite Trabrennbahn in Bahrenfeld im Jahr 2010

Die ersten Trabrennen veranstaltete der 1874 gegründete Hamburg-Altona Renn- und Traberclub in Groß-Jüthorn bei Wandsbek, später in Tonndorf und bis 1901 in Winterhude. Entscheidende Impulse verlieh der seit 1880 bestehende Norddeutsche Renn- und Traberclub dem norddeutschen Trabrennsport, der in Bahrenfeld Rennen durchführte. 1911 wurde zudem eine Trabrennbahn in Farmsen eröffnet. Diese bestand bis 1976. Auf der Trabrennbahn in Bahrenfeld werden auch im 21. Jahrhundert Rennen gestartet.

Polo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Liebermann: Polospiel im Jenischpark in Hamburg (1903), Kunsthalle Hamburg

Seit 1898 wird in Klein Flottbek Polo gespielt.[5] Im Jahr 1906 wurde zum ersten Mal ein internationales Polo-Turnier durchgeführt. Auch im 21. Jahrhundert finden in Klein Flottbek Turniere statt.

Springreiten, Dressurreiten, Fahrsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derby-Platz in Klein Flottbek im Jahr 2005

1920 wurde das erste Deutsche Springderby in Hamburg-Klein Flottbek durchgeführt. 1950 kam das Deutsche Fahrderby und 1955 das Deutsche Dressurderby hinzu. Das Fahrderby wechselte Ende des 20. Jahrhunderts den Austragungsort. Neben dem international ausgeschriebenen Spring- und Dressurderby werden von Reit- und Fahrvereinen im Stadtgebiet Turniere mit Prüfungen bis hin zur schweren Klasse veranstaltet.

Pferdesportler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den in Hamburg geborenen Leistungssportlern aus dem Bereich des Pferdesports gehören

Auch der Erbauer des Springparcours in Klein Flottbek im Jahr 1920, Eduard F. Pulvermann, wurde in Hamburg geboren.

Studentenreiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An mehreren deutschen Hochschulstandorten existieren Studentenreitgruppen. Auch in Hamburg gibt es eine Reitgruppe, deren Mitglieder Studenten sind. Dachverband dieser Gruppen ist der Deutsche Akademische Reiterverband. Regelmäßig werden Hochschulvergleichswettkämpfe veranstaltet. Jährlich im Dezember findet die Deutsche Hochschulmeisterschaft statt.[6] An den Hochschulvergleichswettkämpfen nimmt auch die Studentenreitgruppe der Universität Hamburg teil.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arnim Basche: Geschichte des Pferdes, Sigloch Edition, Künzelsau o. J., ISBN 978-3893931729.
  • Heinz-Hubert Bergmann / Gerhard Bloch / Christoph Rülcker: Grün aus – Start frei. Der deutsche Trabrennsport, Klartext Verlag, Essen 1991, ISBN 978-3884744642.
  • Harald Siemen: Faszination Galopp. 125 Jahre Deutsches Derby, Hamburg 1969-1994, o. O. 1994.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hamburger Reitwege (Memento des Originals vom 24. September 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/landesverband.pferdesport-hamburg.de, abgerufen am 22. Juli 2016.
  2. Pferdesteuer würde im Bezirk gut 100.000 Euro bringen, abgerufen am 22. Juli 2016.
  3. Veranstaltungskalender: Breitensportturniere (Memento des Originals vom 24. September 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/landesverband.pferdesport-hamburg.de, abgerufen am 22. Juli 2016.
  4. Hamburg-Cup Dressur und Springen, abgerufen am 22. Juli 2016.
  5. Die Polo-Sparte des Hamburger Polo Clubs, abgerufen am 22. Juli 2016.
  6. Was ist Studentenreiten? Abgerufen am 22. Juli 2016.
  7. Studentenreitgruppe der Universität Hamburg, abgerufen am 22. Juli 2016.