Preilack

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Koordinaten: 51° 53′ 0″ N, 14° 25′ 2″ O
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: 16,82 km²
Einwohner: 396 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 03185
Vorwahl: 035601
Preilack (Brandenburg)
Preilack

Lage von Preilack in Brandenburg

Lieberoser Heide bei Preilack

Preilack, niedersorbisch Pśiłuk, ist ein Ortsteil der Gemeinde Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg. Bis zur Zusammenlegung mit der Gemeinde Turnow am 31. Dezember 2001 war Preilack eine eigenständige Gemeinde, die vom Amt Peitz verwaltet wurde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preilack liegt in der Niederlausitz im südlichen Teil der Lieberoser Heide und in der Peitzer Teichlandschaft. Die Stadt Peitz ist knapp drei Kilometer entfernt. Umliegende Ortschaften sind Tauer im Nordosten, die zur Gemeinde Jänschwalde gehörenden Ortsteile Drewitz und Jänschwalde im Osten und Südosten, die Stadt Peitz im Süden, Turnow im Südwesten sowie Drachhausen im Westen. Im Norden ist Preilack von weitreichenden Waldgebieten der Lieberoser Heide umgeben.

Durch Preilack verläuft die Landesstraße 50 von Cottbus nach Guben. Die Bundesstraße 168 ist etwa drei Kilometer entfernt.

Preilack liegt im amtlichen Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preilack wurde erstmals 1587 als „Preylangk“ urkundlich erwähnt. 1652 wurde der Name „Preylagk“ genannt. Der Ortsname stammt aus der sorbischen Sprache und bedeutet „Siedlung am Luch“.[2]

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Preilack 1641 von schwedischen Truppen in Brand gesteckt. Das Dorf verfügt über eine Chauseegeldhebestelle und einen preußischen Rundmeilenstein, was darauf hindeutet, dass Preilack an einer wichtigen Verkehrsstraße gelegen haben muss. Heute gibt es in Preilack ein Umspannwerk. Mit dem SV Preilack verfügt der Ort über einen Fußballverein.

Preilack lag seit jeher im Königreich Preußen und gehörte dort zum Landkreis Cottbus. Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde dem damals neu gebildeten Kreis Cottbus-Land im Bezirk Cottbus zugeordnet. Nach der Wende lag Preilack im Landkreis Cottbus in Brandenburg, bis es nach der Kreisreform in Brandenburg am 6. Dezember 1993 dem neu gebildeten Landkreis Spree-Neiße zugeordnet wurde. Am 31. Dezember 2001 erfolgte der freiwillige Zusammenschluss mit der Gemeinde Turnow zur Gemeinde Turnow-Preilack.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung in Preilack von 1875 bis 2000[4]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 331 1939 411 1981 341
1890 378 1946 566 1985 338
1910 371 1950 545 1989 332
1925 384 1964 412 1995 366
1933 400 1971 402 2000 401

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Lausitz ermittelte Arnošt Muka in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts in Preilack eine Bevölkerungszahl von 396 Einwohnern, von denen alle Sorben waren.[5] Ernst Tschernik zählte im Jahr 1956 noch einen sorbischsprachigen Bevölkerungsanteil von 56,7 %.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Turnow-Preilack – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Preilack in der RBB-Sendung Landschleicher vom 14. November 1993

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeinde- und Ortsteilverzeichnis. In: geobasis-bb.de. Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, abgerufen am 23. August 2017.
  2. Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin: Alter - Herkunft - Bedeutung. be.bra Wissenschaft, 2005, S. 133.
  3. Preilack im Geschichtlichen Ortsverzeichnis. Abgerufen am 23. August 2017.
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. (PDF; 331 KB) Landkreis Spree-Neiße. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg, Dezember 2006, abgerufen am 23. August 2017.
  5. Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954.
  6. Ludwig Elle: Sprachenpolitik in der Lausitz. Domowina-Verlag, Bautzen 1995.