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Primorsk (Leningrad)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Stadt
Primorsk
Приморск
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Leningrad
Rajon Wyborg
Erste Erwähnung 1268
Stadt seit 1940
Bevölkerung 6334 Einwohner
(Stand: 1. Jan. 2024)[1]
Höhe des Zentrums 5 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 81378
Postleitzahl 188910
Kfz-Kennzeichen 47
OKATO 41 215 508
Geographische Lage
Koordinaten 60° 22′ N, 28° 37′ OKoordinaten: 60° 22′ 0″ N, 28° 37′ 0″ O
Primorsk (Leningrad) (Europäisches Russland)
Primorsk (Leningrad) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Primorsk (Leningrad) (Oblast Leningrad)
Primorsk (Leningrad) (Oblast Leningrad)
Lage in der Oblast Leningrad
Liste der Städte in Russland

Primorsk (russisch Приморск, finnisch Koivisto, schwedisch Björkö) ist eine russische Küstenstadt mit 6334 Einwohnern (Stand 1. Januar 2024).[1] Sie liegt an der Nordküste des finnischen Meerbusens, 140 km westlich von Sankt Petersburg und gehört zum Rajon Wyborg der Oblast Leningrad.

Der Ort wurde erstmals im Jahre 1268 in einer russischen Chronik unter dem Namen Берёзовское (Berjosowskoje, „Birkendorf“) erwähnt. Schweden eroberte die Region während des dritten schwedischen Kreuzzuges unter Torgils Knutsson, im Frieden von Nystad fiel sie an Russland. Von 1920 bis zur Annexion durch die Sowjetunion nach dem Winterkrieg 1940 gehörte sie als Koivisto zum unabhängig gewordenen Finnland. Im Fortsetzungskrieg war der Ort von 1941 bis 1944 von finnischen Truppen besetzt.

Im Juli 1905, kurz nach der den Russisch-Japanischen Krieg entscheidenden Seeschlacht von Tsushima, trafen sich hier Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus II., um mit einem persönlichen Vertrag von Björkö[2] europäische Bündnispolitik zu treiben. Kaiser Wilhelm II. wollte eine „Einkreisung“ Deutschlands durch das russisch-französische Bündnis abwenden.[3] Doch der Versuch im Alleingang scheiterte.

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zum Außenhafen von Wyborg.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
19593897
19705521
19796258
19896637
20025332
20106119

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Der Hafen von Primorsk

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In Primorsk befindet sich der größte Ölverladehafen der Ostsee. Primorsk ist seit 2001 westlicher Endpunkt des Baltischen Pipelinesystems. Im Hafen von Primorsk können gleichzeitig vier Erdöltanker beladen werden.[4] Durch den russisch-belarussischen Energiestreit um den Erdöltransit nach Westeuropa gewann der Hafen an Bedeutung.

Gegenüber dem Hafen Primorsk liegt das unter die Ramsar-Konvention fallende Vogelschutzgebiet „Berjosowyje ostrowa“, die Birkeninseln.

Durch ukrainische Drohnenangriffe im März 2026 musste das Erdölterminal von Primorsk vorübergehend seine Verladearbeiten einstellen.[5]

Söhne und Töchter der Stadt

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Einzelnachweise

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  1. 1 2 Численность населения Ленинградской области в разрезе муниципальных образований по состоянию на 1 января 2024 года (Bevölkerungsanzahl des Leningrader Gebiets, aufgeschlüsselt nach Gemeinden, Stand 1. Januar 2024) , (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation) mit Zuständigkeit für St. Petersburg und das Gebiet Leningrad)
  2. Winfried Baumgart (Hg.): Preußen – Deutschland und Russland. Vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Duncker und Humblot, Berlin 1991, ISBN 3-428-07249-9, S. 112.
  3. Hans-Werner Osthoff (Hg.): Die deutsch-russischen Vertragsbeziehungen im Spiegel ihrer Zeit, 1878–1978. Francke, Bern und München 1980, ISBN 3-7720-1491-7, S. 79.
  4. Primorsk Oil Terminal
  5. Bild.de:40 Prozent von Russlands Export-Kapazität vernichtet, Selenskyj zerbombt Putins Öl-Industrie, 26. März 2026
Commons: Primorsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien