Produktionstechnik

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Die Produktionstechnik umfasst Verfahren, Maßnahmen und Einrichtungen zur Beherrschung und zweckmäßigen Nutzung der Naturgesetze zur Herstellung neuer Güter. Sie gliedert sich in verschiedene Haupt- und Hilfstechniken.

Haupttechniken sind:

Hilfstechniken sind:

Geschichte[Bearbeiten]

Die Produktionstechnik als Teilgebiet der modernen Ingenieurwissenschaften entstand im Laufe der industriellen Revolution im 18. Jahrhundert. Ihre Vorläufer sind allerdings viel älter und gehen bis zu den ersten Menschen zurück. In der Steinzeit verwendete man einfache Faustkeile zur Bearbeitung von Holz oder tierischem Material. Später wurden die Steinwerkzeuge immer feiner und differenzierter. Gebaut wurden Äxte, Schaber, Nadeln, Harpunen, Messer, Sicheln, Speer und Pfeilspitzen.

Mit der Entdeckung von Kupfer, Gold und Silber, wurden auch entsprechende Fertigungsverfahren entwickelt: Das Schmieden und Gießen. Durch Legieren von Zinn zu Kupfer entstand Bronze die die Bronzezeit einläutete. Sie hat einen niedriegeren Schmelzpunkt als reines Kupfer und lässt sich daher leichter gießen und ist zugleich fester und härter.

Etwa 1500 v. Chr. wurde von den Hethitern das Eisen entdeckt. Im Gegensatz zu den bisher bekannten Metallen kommt es in reiner Form nicht vor, sondern muss aus Erzen erschmolzen werden. Es verdrängte allmählich die Bronze, weshalb die neue Epoche auch als Eisenzeit bezeichnet wird. Allerdings wurde im antiken Griechenland noch lange Bronze für Waffen, Rüstungen, Werkzeuge benutzt. Eisen war auch das erste Metall das nur im heißen Zustand bearbeitet werden konnte. Man benötigte daher entsprechende Öfen zum Erhitzen, die mit Kohle gefeuert wurden, Zangen zum Festhalten und eiserne Werkzeuge wie Hammer und Amboss zur Bearbeitung. Die in der Antike bekannten Rennöfen konnten das Eisen noch nicht schmelzen, da die erzeugte Temperatur zu niedrig war. Für Kunstwerke wie Statuen benutze man daher den Bronzeguss. Außerdem wurden bereits erste grichische und römische Wassermühlen gebaut.

Im Mittelalter breiteten sich Wind- und Wassermühlen aus. Im England des 13. Jahrhunderts soll es beispielsweise etwa 5000 gegeben haben. Sie wurden zum Mahlen von Getreide benutzt aber auch um große Schmiedehämmer anzutreiben wodurch die Bearbeitung immer größerer Schmiedestücke möglich wurde. Die Eigenschaften des Eisens konnten auch gezielt durch Anlassen, Aufkohlen und Glühen beeinflusst werden. Die verfügbahren Hochöfen erreichten nun die benötigten Temperaturen um Eisen zu gießen, was vor allem zur Herstellung von Glocken eingesetzt wurde. Draht wurde inzwischen gezogen und nicht mehr geschmiedet.

Literatur[Bearbeiten]

Günter Spur: Produktionstechnik im Wandel

Weblinks[Bearbeiten]