Audi Sport GmbH

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Audi Sport GmbH

Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1983
Sitz Neckarsulm, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Michael-Julius Renz (Geschäftsführer)
Oliver Hoffmann (Leiter Technische Entwicklung)
Dieter Gass (Leiter Audi Sport)
Chris Reinke (Leiter Audi Sport customer racing)
Mitarbeiterzahl 1129 (Stand: 31. Dezember 2017)
Umsatz ca. 0,5 Mrd. Euro
Branche Automobil (Entwicklung und Bau von Hochleistungsmodellen; Individualisierung/Accessoires)
Website audi.de
Stand: 31. Dezember 2017

Top-Modell der Audi Sport GmbH, der Audi R8
Ehemaliges Logo der quattro GmbH/Audi Sport GmbH

Die Audi Sport GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Audi AG. Das bis Ende 2016 quattro GmbH genannte Unternehmen wurde 1983 gegründet und ist seit 1996 eigenständig. Audi Sport ist dafür zuständig, jedes Audi-Modell – nicht nur sportlich – nach Kundenwunsch zu individualisieren. Bestimmte Ausstattungspakete werden S line, spezielle Fertigungen auch Audi exclusive genannt. Das erste eigenständige Projekt der damaligen quattro GmbH war der S6 plus, welcher im März 1996 vorgestellt wurde. Sitz des Unternehmens ist in Neckarsulm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im Jahr 1983 als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Audi AG gegründet. Geschäftszweck war zunächst der Handel mit hochwertigen Accessoires (Schwerpunkt: hochwertige Lederserie). Nach 1993 wurden die Geschäftsfelder erweitert: Die Boutiquen in den Auslieferungszentren wurden ausgebaut und die Fahrzeugindividualisierung kam hinzu. Seit 1996 firmiert die Audi Sport GmbH auch als eigenständiger Fahrzeughersteller (S sowie RS-Modelle). Erstes Projekt war im März 1996 ein Audi S6.[1] Die Audi Sport GmbH ist das Pendant zur Volkswagen R GmbH.

Seit dem Jahr 2015 werden die S-/RS-Modelle von Audi unter dem Namen Audi Sport verkauft, aber werden weiter bei der Audi Sport GmbH gebaut.

Im November 2016 wurde die quattro GmbH in Audi Sport GmbH umbenannt.[2]

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Modifizierungen werden in Neckarsulm ausgeführt. Dorthin werden die Audi-Modelle aus den Werken geliefert oder vom Kunden hingebracht. Mit dem Audi S6 Plus verzeichnete die quattro GmbH im März 1996 ihr erstes eigens verarbeitetes Auto.

Das Unternehmen beschäftigt insgesamt ca. 830 Arbeitnehmer, die vor allem aus Ingolstadt und Neckarsulm stammen.[3] Es verzeichnete im Jahr 2005 ein Vorsteuerergebnis von 35 Millionen und 2006 einen Umsatz von rund 500 Millionen Euro.[4]

Die Fahrzeugsparten gliedern sich in den Teilbereich der Produktion der RS-Fahrzeuge wie dem Audi R8. Ebenso ist die Audi Sport GmbH für die Zubehörsparte namens S line zuständig, die eine Bezeichnung für die sportliche Ausstattung der verschiedenen Audi-Modelle ist. Diese umfasst neben Sportfahrwerken und aerodynamischen Anbauteilen auch sportliche Ausstattungspakete im Interieur. Die Motorleistung ist davon jedoch unabhängig.

Die Audi Sport GmbH ist mit 19,94 % an der FC Ingolstadt 04 Fußball GmbH beteiligt.[5]

Produktportfolio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Audi R8 und RS-Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Audi Sport GmbH verkauft die sportlichen Modelle unter den Namen Audi Sport. Ziel der Audi Sport GmbH ist Rennsport-Technologie in Straßenmodelle zu integrieren. Die Audi Sport GmbH entwickelt ihre Autos eigenständig und bringt innovative Technologien in die Fahrzeuge. Die Entwicklung der Fahrzeuge erfolgt in Neckarsulm, die Produktion hingegen ist auf die Standorte Ingolstadt, Neckarsulm und Győr verteilt.

Aktuelle Modelle:

Audi Sport customer racing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Audi Sport customer racing verkauft die Audi Sport GmbH, Rennwagen im Kundensportbereich. Die Audi R8 LMS Reihe gehört zu den erfolgreichsten FIA GT3 Rennwagen. Seit Mitte 2016 bietet Audi Sport customer racing auch ein Wagen für die TCR Klasse an, den Audi RS3 LMS. Der ab 2017 weltweit in den TCR Rennserien eingesetzt wird.

Modelle:

Bild Modell Basismodell Kategorie Bauzeit Motor Leistung Gewicht
2009 Audi R8 LMS GT3 - Flickr - exfordy.jpg
Audi R8 LMS Audi R8 42 GT3 2009–2012 V10 5.2 FSI 412 kW / 560 PS 1290 kg
Geneva MotorShow 2013 - Audi R8 LMS ultra front right.jpg
Audi R8 LMS ultra Audi R8 42 GT3 2012–2015 V10 5.2 FSI 419 kW / 569 PS 1250 kg
APR Audi R8 Grand-Am Road America 2012.jpg
Audi R8 GRAND-AM Audi R8 42 Grand Am - GT 2013 V10 5.2 FSI 412 kW / 560 PS 1280 kg
2015-03-03 Geneva Motor Show 4119.JPG
Audi R8 LMS GT3 Audi R8 4S GT3 2015- V10 5.2 FSI 430 kW / 585 PS 1225 kg
Racing One Audi R8 LMS GT4.jpg
Audi R8 LMS GT4 Audi R8 4S GT4 2017- V10 5.2 FSI 364 kW / 495 PS 1460 kg
Audi RS LMS SEQ-Team AC Motorsport (3).jpg
Audi RS 3 LMS Audi RS 3 TCR 2016- 2.0 TFSI (VW EA888) 243 kW / 330 PS 1160 / 1285 kg
Audi motorsport 141017-7357.jpg
Audi TT Cup Audi TT FV Audi Sport Abt TT Cup 2015–2017 2.0 TFSI (VW EA888) 228 kW / 310 PS
250 kW / 340 PS (mit Push-to-Pass System)
1125 kg
Raeder Motorsport Audi TT RS.jpg
Audi TT RS Audi TT RS 8J SP4T 2012 2.5 TFSI (VW EA855) 279 kW / 380 PS 1100 kg

Motorsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Motorsportabteilung von Audi Sport nimmt mit ihren Teams werksseitig an der DTM, FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft und der FIA FE teil.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Audi Quattro Tuning – Der Tuner und seine Audi-Modelle autobild.de, Bildergalerie mit von der quattro GmbH veredelten Fahrzeugen.
  2. Mit neuem Namen in die Zukunft: Aus quattro GmbH wird Audi Sport GmbH. Audi Mediacenter, 29. November 2011.
  3. Mitarbeiterzahl von audi.de (Memento des Originals vom 23. August 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.audi.de
  4. 117. Ordentliche Hauptversammlung der Audi AG (S. 4) (Memento vom 26. September 2007 im Internet Archive) (PDF; 36 kB).
  5. Symbiose zwischen Fußballverein und Autokonzern. sueddeutsche.de, 4. November 2013.