R. A. the Rugged Man

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R. A. the Rugged Man auf dem Hip Hop Kemp 2013

R. A. the Rugged Man (oder auch kurz R. A., bürgerlich R. A. Thorburn), ist ein US-amerikanischer Rapper aus dem Suffolk County auf Long Island, New York.

Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

R. A. ist mütterlicherseits deutscher Abstammung, er verbrachte in seiner Kindheit viel Zeit in Siegelsbach. Im Alter von 12 Jahren begann er seine Karriere und unterschrieb mit 18 seinen Vertrag bei dem Major Label Jive Records unter dem Pseudonym Crustified Dibbs. Das für Jive Records produzierte Album Night of the Bloody Apes wurde nie offiziell veröffentlicht.[1] Aufgrund seines zum Teil gewaltsamen und schockierenden Verhaltens gegenüber den Fans und der gesamten Musikindustrie wurde er in den 90ern von allen Labels und A&Rs gemieden und geradezu verbannt.[2]

Dennoch genießt R. A. ein hohes Ansehen und Respekt nicht nur bei den Fans, sondern auch bei Künstlern, mit denen er zusammenarbeitete, u. a. The Notorious B.I.G., Mobb Deep, Tragedy Khadafi, Wu-Tang Clan, Jedi Mind Tricks, Agallah, Sadat X, Prince Paul, Company Flow wie auch mit den Produzenten The Alchemist, Erick Sermon, J-Zone, Stoupe the Enemy Of Mankind, DJ Quik. R. A. erschien auf allen drei Rawkus Soundbombing-Alben und mehreren Maxi-Singles. Erst 2004 veröffentlichte R. A. sein lang erwartetes Debütalbum Die, Rugged Man, Die beim Indie-Label Nature Sounds.

Großes Aufsehen erregte sein Songtext für Uncommon Valor: A Vietnam Story für die Gruppe Jedi Mind Tricks. Er erzählt die Geschichte seines Vaters, des Staff Sergeants John A. Thorburn, der im Vietnamkrieg kämpfte und dort durch das chemische Entlaubungsmittel Agent Orange des US-Militärs schwer geschädigt wurde. Der schockierende Text über die Gefechtserlebnisse und das spätere zerstörte Leben des US-Soldaten und dessen behindert geborenen Kindern, ausgedrückt in einem 40 Zeilen langen Rap-Song, wurden sogar im US-Magazin Source abgedruckt.[3]

Im Mai 2013 veröffentlichte R. A. sein zweites offizielles Album Legends Never Die, mit Features unter anderem von Talib Kweli, Eamon und Tech N9ne.

Sonstige Engagements[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch als Film- und Kino-Fachmann ist er bekannt und schreibt für das US-Trend-Magazin Mass Appeal eine monatliche Kolumne sowie mehrere Artikel in Zeitschriften wie The Source, Vibe oder Complex. Im Rahmen eines Interviews mit dem US-Schauspieler Chuck Norris ließ er sich von ihm schlagen und mit einem Schulterwurf auf den Boden befördern.

Ebenso schrieb R. A. drei Drehbücher in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Frank Henenlotter: Sick in the Head, Love Is Hell und Bad Biology, der 2008 veröffentlicht wurde.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soloalben

Kollaborationen

  • 1994 Night of the Bloody Apes (als Crustified Dibbs)
  • 1998 "American Lowlife"

Kompilationen

  • 2009 Legendary Classics Vol. 1

Singles

  • 1994 Bloodshed Hua Hoo
  • 1996 50.000 Headz
  • 1997 Till My Heart Stops
  • 1999 Stanley Kubrick
  • 2001 Don’t Wanna Fuck With
  • 2004 Lessons
  • 2005 Chains
  • 2007 Braindead

Gastauftritte

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008 Bad Biology R. A. ist Produzent und schrieb das Drehbuch zusammen mit Regisseur Frank Henenlotter

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Review: Bloody Body Parts In Da Fruit Punch Bowl auf 90erhiphop.de, abgerufen am 24. Juli 2015
  2. Biographie: R.A. The Rugged Man auf laut.de, abgerufen am 24. Juli 2015
  3. The Story of Staff Sergeant John A. Thorburn and RA The Rugged Man auf uproxx.com, abgerufen am 24. Juli 2015 (englisch)