Rambach (Weißenborn)

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Rambach
Gemeinde Weißenborn
Koordinaten: 51° 6′ 27″ N, 10° 8′ 55″ O
Höhe: 273 (261–287) m ü. NHN
Fläche: 6,97 km² [LAGIS]
Einwohner: 231 (2012)
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1971
Postleitzahl: 37299
Vorwahl: 05659

Rambach ist einer der beiden Ortsteile der Gemeinde Weißenborn im Werra-Meißner-Kreis in Hessen.

Blick aus nördlicher Richtung.

Rambach liegt im nordhessischen Bergland südöstlich von Weißenborn nahe der Grenze zu Thüringen.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1360.

Die historische Ortsstruktur Rambachs verfügt über eine wenig gestörte Bausubstanz, die bis in die Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg zurückreicht. Im Ortskern befinden sich die an exponiertem Platz erbaute Dorfkirche, der Anger[1] und bemerkenswerte Hofanlagen. Besonders markant ist der Einfluss thüringischer Fachwerkarchitektur, der sich an zahlreichen Häusern findet. Als Gesamtanlage ist der Ortskern aus geschichtlichen Gründen denkmalgeschützt.[2]

Im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen wurde Rambach am 1. Oktober 1971 in die Nachbargemeinde Weißenborn eingegliedert.[3] Für den Ortsteil Rambach wurde per Hauptsatzung ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher errichtet. Die Grenzen des Ortsbezirks folgen den seitherigen Gemarkungsgrenzen.

Rambach wurde 1995 als Bundessieger im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden ausgezeichnet[4].

Die Kirchgemeinde Weißenborn-Rambach gehört zum Sprengel Kassel der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.[5]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Pfarrkirche

Die im Kern mittelalterliche evangelische Pfarrkirche von Rambach wurde im 17. Jahrhundert erweitert und 1711 durch einen Fachwerkaufbau erhöht. Im Jahr 1799 wurde die Dorfkirche grundlegend umgestaltet und mit einem Dachtürmchen versehen. Das Innere der Kirche überrascht mit reich verzierten umlaufenden Emporen und einer Orgel aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Als Kleinod gilt auch die Barock-Kanzel die um 1700 entstanden ist.[6] Wegen ihrer künstlerischen, baulichen und geschichtlichen Bedeutung ist die Kirche ein geschütztes Kulturdenkmal.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anger in Rambach. Gerichtsstätten in Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Zitiert aus: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. - Kulturdenkmäler in Hessen. Werra-Meißner-Kreis I, Altkreis Eschwege. Peer Zietz in Zusammenarbeit mit Thomas Wiegand. Braunschweig, Wiesbaden: Vieweg. 1991. ISBN 3-528-06240-1. S. 647 f.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 388.
  4. Rambach in Nordhessen, Mittendrin und doch ganz am Rand. In Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15. Juni 2012.
  5. entnommen aus Weißenborn (Hessen)
  6. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler - Hessen. Bearbeitet von Magnus Backes. München, Berlin: Deutscher Kunstverlag, 1966. S. 681.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rambach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien