Reinhard Schneider (Historiker)

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Reinhard Schneider (* 13. März 1934 in Berlin) ist ein deutscher Historiker.

Reinhard Schneider legte 1953 das Abitur ab und studierte von 1953 bis 1958 Geschichte, lateinische Philologie, Romanistik und Philosophie an der Freien Universität Berlin. 1960 erfolgte die zweite Staatsprüfung für das Amt des Studienrates. 1963 promovierte er an der FU Berlin. Von 1964 bis 1967 war er akademischer Rat am Friedrich-Meinecke-Institut. Seine Habilitation erfolgte 1971 an der FU Berlin. Von 1971 bis 1975 lehrte er dort als Professor. Von 1975 bis 1980 war er Professor an der Universität Marburg. Seit 1980 lehrte er als Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität des Saarlandes.

Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die Politische-, Rechts,- und Verfassungsgeschichte des Mittelalters, Geschichte des Königtums, Wahlen und Wählen, Geschichte des Frankenreichs, Geschichte der Zisterzienser, Grenzen und Grenzregionen. Er ist Mitglied des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vom Dolmetschen im Mittelalter. Sprachliche Vermittlung in weltlichen und kirchlichen Zusammenhängen (= Archiv für Kulturgeschichte. Bd. 72). Böhlau, Wien u.a. 2012, ISBN 978-3-412-20967-4.
  • Vom Klosterhaushalt zum Stadt- und Staatshaushalt. Der zisterziensische Beitrag (= Monographien zur Geschichte des Mittelalters. Band 38). Hiersemann, Stuttgart 1994, ISBN 3-7772-9406-3.
  • Das Frankenreich (= Oldenbourg Grundriss der Geschichte. Band 5). Oldenbourg, München u. a. 1982, ISBN 3-486-48801-5 (4., überarbeitete und erweiterte Auflage. ebenda 2001, ISBN 3-486-49694-8).
  • Königswahl und Königserhebung im Frühmittelalter. Untersuchungen zur Herrschaftsnachfolge bei den Langobarden und Merowingern (= Monographien zur Geschichte des Mittelalters. Bd. 3). Hiersemann, Stuttgart 1972, ISBN 3-7772-7203-5 (Zugleich: Berlin, Freie Universität, Habilitations-Schrift, 1971).
  • Brüdergemeine und Schwurfreundschaft. Der Auflösungsprozeß des Karolingerreiches im Spiegel der caritas-Terminologie in den Verträgen der karlingischen Teilkönige des 9. Jahrhunderts (= Historische Studien. Bd. 388, ZDB-ID 514152-7). Matthiesen, Lübeck u. a. 1964 (Zugleich: Berlin, Freie Universität, Dissertation, 1956/1957).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Catalogus professorum Academiae Marburgensis. = Die akademischen Lehrer der Philipps-Universität in Marburg. Band 3: Von 1971 bis 1991. Teil 1: Inge Auerbach: Fachbereich 01 – 19 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 15, 3). Ewert, Marburg 2000, ISBN 3-7708-1159-3, S. 170 f.
  • Wolfgang Haubrichs, Kurt-Ulrich Jäschke, Michael Oberweis (Hrsg.): Grenzen erkennen – Begrenzungen überwinden. Festschrift für Reinhard Schneider zur Vollendung seines 65. Lebensjahrs. Thorbecke, Sigmaringen 1999, ISBN 3-7995-7079-9.
  • Reinhard Schneider. In: Jörg Schwarz: Der Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte 1951–2001. Die Mitglieder und ihr Werk. Eine bio-bibliographische Dokumentation (= Veröffentlichungen des Konstanzer Arbeitskreises für Mittelalterliche Geschichte aus Anlass seines fünfzigjährigen Bestehens 1951–2001. Bd. 2). Herausgegeben von Jürgen Petersohn. Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-6906-5, S. 371–376.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]